In der Chronik von Birresdorf hat die Hubertus-Kapelle im wörtlichen Sinne eine „bewegte“ Geschichte hinter sich. In der unruhigen Zeit des 17. Jahrhunderts begann die kleine Dorfgemeinschaft mit dem Bau einer Kapelle, die am 25. Mai 1671 feierlich eingesegnet wurde. Als Kapellenpatron wählten die Birresdorfer St. Hubertus. Auf einem Querbalken oberhalb des Altars befindet siche eine figurliche Darstellung der Hubertusjagd. Aus kirchlicher Sicht war ein solches Gebäude nicht erforderlich, da alle Gottesdienste in der Pfarrkirche Leimersdorf stattfanden. Ursache für den Bau der Kapelle war die für Mensch und Vieh tödliche Seuche der Tollwut.
Mit der stark zunehmenden Motorisierung ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die 9,50 mal 2,65 Meter messende Kapelle mehr und mehr zu einem Verkehrshindernis. Nachdem bekannt geworden war, ein Grundstück nahe dem Kapellen-Standort frei werden würde, kam 1977 die Idee auf, die Kapelle zu verschieben. Dies geschah vom 23. bis zum 26. April 1982. Am 23. April wurde die Kapelle zunächst etwa sechs Meter in südlicher Richtung versetzt. Am 26. April erfolgte dann eine Drehung um 90 Grad und sie wurde noch einige Meter nach Westen zu ihrem heutigen Standort gezogen.
Heute ist die Kapelle nicht nur das älteste Gebäude des Dorfes, sondern zugleich der älteste vollständig erhaltene Sakralbau in der Gemeinde Grafschaft. Der „Abdruck“ ist auf der Berkumer Strasse, neben dem Fachwerkhaus, zu erkennen.
Quelle : AW-Wiki
PS Dieser Cache wurde versteckt anlässlich des Feiers "50 Jahre Grafschaft" in 2024.