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Kiental bei Andechs EarthCache

Hidden : 10/3/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Der Earthchache befindet sich im schönen Kiental. Cacher mit Wanderlust können in Herrsching am Bahnhof parken und die Wanderung über das Kiental hinauf zum heiligen Berg vornehmen. Alternativ können auch die anderen Wegpunkte oben am Berg zum Parken verwendet werden.

The Earthchache is located in the beautiful Kiental. Cachers who want to hike can park at the train station in Herrsching and hike across the Kiental up to the holy mountain. Alternatively, the other waypoints at the top of the mountain can also be used for parking.

 

 

Deutsch / English

Kiental bei Andechs: Ein Fenster in die Erdgeschichte

Im Kiental bei Andechs am Ammersee, eingebettet in die Isar-Loisach-Jungmoränenregion, liegt ein spektakuläres geologisches Denkmal: der Felshang vor euch! Dieser Ort ist nicht nur ein Zeugnis vergangener Eiszeiten, sondern bietet auch einen faszinierenden Einblick in die geologische Geschichte Bayerns. Die unterschiedlichen Gesteinsformationen, die hier freigelegt sind, erzählen von gewaltigen Gletscherbewegungen, urzeitlichen Meeren und einem sich ständig verändernden Alpenvorland.


Der obere Hang: Würmeiszeitliche Moränen – Zeugen der letzten Eiszeit

Den obersten Teil des Hanges bilden würmeiszeitliche Moränen, Ablagerungen aus der letzten großen Eiszeit, die vor rund 10.000 Jahren endete. Diese Moränen bestehen aus einem wilden Mix von Gesteinen – von feinem Sand bis hin zu massiven Felsbrocken. Diese wurden von den mächtigen Gletschern, die das Alpenvorland damals bedeckten, aus den Alpen transportiert und hier abgelagert, als das Eis langsam zurückwich.

Die Moränen sind optisch beeindruckend: Sie verleihen dem Hang eine hügelige, fast chaotische Struktur. Die Mischung aus dunkler Erde und verschiedenfarbigen Gesteinen lässt die Kraft und Unberechenbarkeit der eiszeitlichen Naturgewalten erahnen. Es ist, als würde die Landschaft von den Bewegungen der längst verschwundenen Gletscher erzählen, die diese Region so nachhaltig formten.


Majestätische Felswände: Die Schotternagelfluh der Rißeiszeit

Direkt unter den Moränen breitet sich die beeindruckende Schotternagelfluh aus, die in steilen, fast vertikal aufragenden Felswänden sichtbar ist. Diese Gesteinsformation stammt aus der Rißeiszeit, die etwa 200.000 Jahre zurückliegt. Die Nagelfluh ist ein faszinierendes Gestein, das aus unzähligen fest verbackenen Kieseln und Schottern besteht. Die Gerölle, die in dieser Felswand eingebettet sind, leuchten in verschiedenen Farben – von Grau über Ocker bis hin zu Rottönen – und scheinen ein stummes Zeugnis der gewaltigen Flüsse zu sein, die sie einst hierher gespült haben.

Entstanden ist die Schotternagelfluh durch den enormen Druck und das kalkhaltige Wasser, das die losen Gerölle der Eiszeit nach und nach verfestigte. Heute ragen diese Felswände aus dem Kiental wie eine natürliche Burg auf, die das Tal auf imposante Weise begrenzt.


Der Talboden: Die uralte Molasse – Erinnerungen an ein tropisches Meer

Am unteren Ende des Grabens tritt eine weitere geologische Schicht zutage: die Molasse. Dieses Gestein unterscheidet sich optisch stark von der Nagelfluh. Während die Schotternagelfluh massiv und grobkörnig erscheint, ist die Molasse viel feiner und zeigt eine weiche, oft gräuliche bis grünliche Färbung. Diese Gesteinsschicht entstand vor etwa 20 bis 30 Millionen Jahren, in einer Zeit, als das heutige Alpenvorland von einem flachen tropischen Meer und mächtigen Flusssystemen überzogen war.

Die Molasse besteht aus feinen Sand-, Ton- und Mergelschichten, die durch die Ablagerungen urzeitlicher Flüsse entstanden sind. Sie erzählt von einer Zeit, als Bayern noch von warmen Meereswellen umspült wurde – eine beinahe exotische Vorstellung angesichts der heutigen eiszeitlichen Prägung des Gebiets.


Ein lebendiges Geschichtsbuch: Das Kiental

Das Kiental ist ein herausragendes Beispiel für die Vielfalt geologischer Prozesse, die das bayerische Alpenvorland geformt haben. Jede Gesteinsschicht, jede Moräne, jede Felswand erzählt eine eigene Geschichte, die Millionen Jahre zurückreicht. Die würmeiszeitlichen Moränen oben am Hang zeigen die jüngsten Ereignisse der Erdgeschichte – die letzten Gletscherbewegungen. Darunter gibt die Schotternagelfluh der Rißeiszeit einen Einblick in das mächtige Flusssystem, das die Landschaft vor 200.000 Jahren gestaltete. Am Grund des Grabens schließlich liegt die Molasse, die von noch älteren Zeiten erzählt, als das Voralpenland ein tropisches Meer war.

Dieser Ort ist nicht nur geologisch interessant, sondern auch visuell faszinierend: von den rauen Moränenhügeln über die massiven, bunten Felswände der Nagelfluh bis hin zu den feinen, sanften Linien der Molasse. Besucher können hier die Erdgeschichte mit eigenen Augen erleben – als ob die Vergangenheit selbst in den Steinen und Schichten zum Leben erwacht.

 

Um dieses Naturschauspiel loggen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden;

  • Wie hoch schätzt Ihr den östlichen Felshang vor euch?
  • Beobachtet den Schichtverlauf des Felshangs und beschreibt eure Entdeckungen bezüglich dieses geologischen Prozesses.
  • Auf der Infotafel zu entnehmen; Nagelfluh ist ein Ausdruck aus welchem Land?
  • An den Felsen des Kientals kann eine ungleichmäßige Verfestigung beobachtet werden. Aus was besteht diese Verfestigung?

Schickt ein Foto vor Ort, zusammen mit euren Cachernamen (Papier, Haut, seid kreativ) Achtung, nachträglich bearbeitete Fotos mit digitaler Signatur zählen nicht.

Sendet eure Antworten als persönliche Nachricht. Ihr könnt dann sofort mitsamt den von euch erstellten Foto loggen. Sollte es Unstimmigkeiten geben, behalte ich mir eine Löschung des Logeintrags vor.

 

 

Deutsch / English

Kiental near Andechs: A Window into Earth’s History

In the Kiental near Andechs, close to Lake Ammersee and nestled in the Isar-Loisach-Jungmoränenregion, lies a spectacular geological monument: the rock slope before you! This location is not only a testament to past ice ages but also offers a fascinating insight into the geological history of Bavaria. The various exposed rock formations here tell the story of powerful glacier movements, ancient seas, and a constantly changing Alpine foreland.


The Upper Slope: Würmeiszeitliche Moränen – Witnesses of the Last Ice Age

The uppermost part of the slope is made up of Würmeiszeitliche Moränen, deposits from the last major ice age that ended about 10,000 years ago. These moraines consist of a chaotic mix of rocks – ranging from fine sand to massive boulders. These were transported from the Alps by the mighty glaciers that once covered the Alpine foreland and were deposited here as the ice slowly retreated.


Visually, the moraines are impressive: They give the slope a hilly, almost chaotic structure. The mix of dark soil and various colored rocks evokes the power and unpredictability of the ice age's natural forces. It’s as if the landscape itself is narrating the movements of the long-vanished glaciers that so profoundly shaped this region.


Majestic Rock Walls: The Schotternagelfluh of the Rißeiszeit

Directly below the moraines lies the impressive Schotternagelfluh, visible in steep, almost vertical rock walls. This rock formation dates back to the Rißeiszeit, approximately 200,000 years ago. Nagelfluh is a fascinating rock made up of countless firmly cemented pebbles and gravel. The stones embedded in this rock wall shine in various colors – from gray to ocher to reddish hues – and seem like silent witnesses to the powerful rivers that once carried them here.

The Schotternagelfluh formed under immense pressure and with the help of calcareous water, which gradually solidified the loose gravel over time. Today, these rock walls rise from the Kiental like a natural fortress, dramatically enclosing the valley.


The Valley Floor: Ancient Molasse – Reminders of a Tropical Sea

At the bottom of the ravine, another geological layer emerges: the Molasse. This rock differs greatly in appearance from the Nagelfluh. While the Schotternagelfluh is massive and coarse-grained, the Molasse is much finer, showing a smooth texture with grayish to greenish tones. This rock layer formed about 20 to 30 million years ago, in a time when the present-day Alpine foreland was covered by a shallow tropical sea and large river systems.


The Molasse consists of fine sand, clay, and marl layers, which were deposited by ancient rivers. It tells the story of a time when Bavaria was still lapped by warm sea waves – an almost exotic thought given the current ice-age shaped landscape of the area.


A Living History Book: The Kiental

The Kiental is an outstanding example of the diverse geological processes that shaped the Bavarian Alpine foreland. Every rock layer, every moraine, every rock wall tells its own story, stretching back millions of years. The Würmeiszeitliche Moränen at the top of the slope reveal the most recent events in Earth's history – the last glacial movements. Beneath them, the Schotternagelfluh from the Rißeiszeit provides a glimpse into the powerful river systems that shaped the landscape 200,000 years ago. Finally, at the bottom of the ravine lies the Molasse, a relic of an even older time, when the foreland was a tropical sea.

This place is not only geologically intriguing but also visually fascinating: from the rough moraine hills to the massive, colorful rock walls of Nagelfluh, down to the fine, smooth lines of the Molasse. Visitors can experience Earth's history firsthand here – as if the past itself comes alive in the stones and layers of this remarkable landscape.

 

To log this natural spectacle, the following requirements must be met:

  • How high do you estimate the eastern rock face in front of you?
  • Observe the stratification of the rock face and describe your discoveries regarding this geological process.
  • From the information board: Nagelfluh is a term from which country?
  • An uneven solidification can be observed on the rocks in the Kiental. What is this solidification made of?
  • Send a photo taken on site, along with your cacher name (paper, skin, be creative). Please note, digitally edited photos with signatures do not count.

Send your answers via personal message. You can log immediately along with the photo you took. Should there be any discrepancies, I reserve the right to delete the log entry.

Additional Hints (No hints available.)