Skip to content

A little Guide to ... Lighthouses Mystery Cache

Hidden : 12/8/2024
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


A LITTLE GUIDE TO ... LIGHTHOUSES
Version 1.0 vom 08.12.2024

Dieser Geocache ist Teil einer Serie über interessante und bemerkenswerte Orte:


Vielen Dank an meine bewährten Betatester vom Team viennacache und vom Team hweg.


DAS GUIDEBOOK


Leuchttürme faszinierten Menschen zu allen Zeiten durch ihre einzigartige Lage an der Grenze zwischen Land und Meer, wo wilde Naturgewalten auf menschliche Zivilisation treffen. Sie symbolisieren dabei sowohl Schutz als auch Orientierung und strahlen Stärke und Standhaftigkeit aus. Ihre isolierte Präsenz an stürmischen Küsten verleiht ihnen etwas Mystisches, ja fast Erhabenes. Das strahlende Licht, das sie in die Dunkelheit senden, wird oft als Zeichen der Hoffnung und Sicherheit wahrgenommen.

Gleichzeitig wecken Leuchttürme eine tiefe Sehnsucht nach Abenteuer und Freiheit. Sie stehen für das Unbekannte und die Faszination ferner Orte. Ihre markante Architektur und die oft romantischen Geschichten, die sie umgeben, sprechen unsere Fantasie an. In einer Zeit, in der digitale Technologien längst die Navigation übernommen haben, erinnern uns Leuchttürme an Zeiten, in denen lediglich ihr Licht Seefahrern in dunklen, stürmischen Nächten den Weg wies.



License: Pixabay, Authors: Darkmoon_Art/PIRO4D, Modifications: applied, Source: pixabay.com


Bei jedem der folgenden Leuchttürme wird euch eine kleine Aufgabe gestellt. Manche davon erfordern Recherchen im Internet, andere wiederum können durch die Nutzung diverser Google-Dienste (Maps, Streetview, 360°-Bilder, Bildersuche) gelöst werden. Und vielleicht hilft euch da und dort auch ein kurzer Besuch auf YouTube. Wird innerhalb einer der Frageboxen explizit ein externer Link angeführt, solltet ihr dringend in Erwägung ziehen, diesen auch zu benutzen.


Noch ein paar Hinweise:
  • Bei den Lösungen der einzelnen Aufgaben handelt es sich um ein- bis dreistellige Zahlen.
  • Detailbilder innerhalb der Frageboxen können durch einen Klick auf das Bild vergrößert werden. Zurück zum Listing geht es immer mit der Zurück-Schaltfläche eures Browsers.
  • Leider ist es immer öfter der Fall, dass das Symbol eines Google 360°-Bildes erschreckend weit weg von seiner richtigen Position eingezeichnet ist. Lasst euch davon nicht verwirren.


Doch jetzt genug der vielen Worte ...

... unsere Reise beginnt in England!


DIE LIGHTHOUSES

Kapitel 01: Beachy Head Lighthouse, England N 50° 44.023' E 000° 14.490'


License: CC BY 2.0, Author: Richard Allaway, Modifications: applied, Source: flickr.com

Das Beachy Head Lighthouse wurde bis 1902 am Fuße der markanten weißen Kreidefelsen von South Downs unmittelbar im English Channel errichtet. Der neue Leuchtturm diente als Ersatz für das bereits seit 1834 bestehende, oben auf den Klippen gelegene Belle Tout Lighthouse, dessen Licht vor allem bei tiefhängenden Wolken oft nicht zu sehen war. Die Logistik für den Bau stellte Konstrukteur Sir Thomas Matthews vor enorme Probleme, die erst durch den Bau einer Seilbahn von den Klippen hinunter zur Baustelle gelöst werden konnten (externer Link). Interessanterweise hat der Name des Beachy Head Lighthouse rein gar nichts mit dem englischen Wort Beach (Strand) zu tun, sondern leitet sich aus dem französischen Beauchef bzw. Beauchief für "Schönes Kap" her.

A Ich lade euch zu einem kleinen Klippen-Spaziergang mit Google StreetView vom Belle Tout Lighthouse (N 50° 44.296' E 000° 12.919') in Richtung des Beachy Head Lighthouse ein. Entlang des wunderschönen Weges kommt ihr unmittelbar an einem niedrigen (deutlich lesbaren) Holzschild vorbei, auf dem unter anderem ein gelbes Dreieck mit schwarzem Rahmen abgebildet ist. Verwendet die Anzahl der Buchstaben auf diesem Holzschild als Variable A.




Kapitel 02: Cape Byron Light, Australien
S 28° 38.315' E 153° 38.177'


License: CC BY 3.0, Author: BigTo, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

Die Mitte des 19. Jahrhunderts markiert eine Zeit starker Expansion vieler Siedlungen innerhalb der britischen Kolonie New South Wales, woraufhin Handelsaktivitäten und damit die Schifffahrt entlang der mehr als 1.000 km langen Küste der damaligen Kolonie stark zunahmen. Um die Sicherheit der Küstenschifffahrt sicherzustellen, entstand unter der Federführung von Francis Hixson, seines Zeichens Superintendent für Leuchttürme, der kühne Plan einer durchgängigen Leuchtturmkette ("Highway of Lights"), die von Green Cape im Süden bis zu Cape Byron im Norden von New South Wales reichen sollte. Dieser Plan wurde ab 1890 schrittweise umgesetzt und 1901 wurde schließlich Cape Byron Light als einer der letzten Leuchttürme des Highway of Lights fertiggestellt.

B Offenbar ist der Cape Byron Walking Track, der vom Kap zum Leuchtturm führt, so beliebt, dass Google StreetView ihn in einem Abstand von etwa 20 m gleich zwei Mal anzeigt. So viel zur Datenqualität! Davon lassen wir uns allerdings nicht irritieren, sondern treffen einander einfach beim Leuchtturm und spazieren gemeinsam den Cape Byron Walking Track in Richtung Kap (es ist völlig egal, welche Variante ihr wählt). Unterwegs kommen wir dabei am Aussichtspunkt Most Easterly Point of the Australian Mainland vorbei, an dem zwei bläulich-grüne Bänke zum Verweilen einladen. Verwendet die Anzahl aller bläulich-grünen Holzelemente, aus denen die beiden Bänke aufgebaut sind als Variable B.




Kapitel 03: Carraig Aonair, Irland
N 51° 23.267' W 009° 36.184'


License: CC0 1.0, Author: pxhere, Modifications: applied, Source: pxhere.com

Der "einsame Fels" Carraig Aonair (Fastnet Rock) ragt etwa 20 km vor der Südküste der irischen Grafschaft Cork aus der Keltischen See. Bereits 1818 wurde auf der nahegelegenen Insel Cape Clear Island ein erster Leuchtturm gebaut, dessen Licht allerdings bei Nebel für passierende Schiffe praktisch nicht zu sehen war. Nach dem Untergang des Segelschiffes Stephen Whitney im Jahr 1847 beschloss man, auf dem weit vorgelagerten Felsen Carraig Aonair einen neuen Leuchtturm zu errichten. Carraig Aonair ist eng mit dem Schicksal zweier weltbekannter Passagierschiffe verknüpft. So war sein Licht das letzte Leuchtfeuer, das die Passagiere sowohl der Titanic als auch der Lusitania zu Gesicht bekommen sollten. Während die Titanic knapp vier Tage später nach der Kollision mit einem Eisberg am 15. April 1912 sank, wurde die Lusitania am 7. Mai 1915 kurz nach dem Passieren von einem U-Boot der deutschen Kaiserlichen Marine versenkt.

C Der irische Folkmusiker R.P. Gunn nutzt im Musikvideo zu seiner Ballade The Ballad of Fastnet Rock (externer Link) traumhaft schöne Drohnenaufnahmen von Carraig Aonair. Das Lied selbst ist nach seinen eigenen Worten ein "Song dedicated to all those who built and worked in the Fastnet Lighthouse". Genießt in aller Ruhe diese Aufnahmen, bevor ihr euch an die Beantwortung der Frage macht! An einer Stelle des Videos ist vor der Felseninsel eine Segelyacht zu sehen. Verwendet die zweistellige Zahl auf ihrem Segel als Variable C.




Kapitel 04: Faro de la Punta del Hidalgo, Spanien
N 28° 34.583' W 016° 19.729'


License: pexels, Author: Andreas, Modifications: applied, Source: pexels.com

Der mächtige Turm an der Nordküste der Kanareninsel Teneriffa entspricht so gar nicht dem Bild, das man sich landläufig von einem klassischen Leuchtturm macht. Er wurde im Jahr 1992 im Rahmen eines umfangreichen Erweiterungsplans zur verbesserten Sicherung der kanarischen Küste gebaut. Der Faro de la Punta del Hidalgo wurde nach Plänen des Architekten Hidalgo Ramiro Rodriguez-Borlado errichtet und setzt sich aus einer Vielzahl von unterschiedlich großen Quadern zusammen, welche an die für eine Vulkaninsel typischen Basaltsäulen erinnern sollen. Der weiße Anstrich des Turmes kontrastiert dabei stark mit den dunklen Bergen des Anaga-Gebirges im Hinterland.

D Unmittelbar neben dem Faro de la Punta del Hidalgo ist auf zwei Holzpfeilern ein gelb-grünes Schild angebracht, das mit Sendero Litoral überschrieben ist und das einerseits eine große Übersichtskarte und andererseits in drei Sprachen detaillierte Informationen zum Leuchtturm selbst gibt. Mit den Google 360°-Bildern könnt ihr die gesuchte Tafel zwar leicht identifizieren, lesen werdet ihr den Text darauf allerdings nicht können. Da wird wohl eine andere Quelle erforderlich sein. Verwendet die Summe aller einzelnen Ziffern(!) im deutschsprachigen Absatz (ausschließlich Text auf gelb-grünem Hintergrund ist zu berücksichtigen) als Variable D.




Kapitel 05: Faro Les Éclaireurs, Argentinien
S 54° 52.310' W 068° 04.988'


License: CC BY-SA 4.0, Author: Gastón Cuello, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

Ushuaia ist die südlichste Stadt Argentiniens und nach eigener Darstellung auch die südlichste Stadt der Welt. Zwar liegt das zu Chile gehörende Puerto Williams noch etwa 12 km weiter im Süden, gilt allerdings formal nicht als Stadt. Ushuaia befindet sich unmittelbar am Canal Beagle, einer schmalen Wasserstraße durch den Archipiélago de Tierra del Fuego (Feuerland). Um die Seefahrt von und nach Ushuaia zu sichern, wurde ab 1918 auf einem Felsen mitten im Kanal der Faro Les Éclaireurs errrichtet. Einheimische nennen den etwa 11 m hohen, markant in Rot-Weiß-Rot gestrichenen Leuchtturm nur Faro del fin del mundo ("Leuchtturm am Ende der Welt").

E Die Idee eines derart abgelegenen Leuchtturms wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von einem berühmten französischen Schriftsteller aufgegriffen und in einem Roman verarbeitet. Leider konnte der Autor das Werk zu Lebzeiten nicht mehr fertigstellen und so erfolgte die Veröffentlichung posthum im Jahr 1906, allerdings erst nachdem der Roman von seinem Sohn noch erheblich umgeschrieben worden war. Der namensgebende Leuchtturm im Roman ist allerdings nicht der Faro Les Éclaireurs, wiewohl er sich nicht allzu zu weit entfernt von diesem befindet. Verwendet die Anzahl der Buchstaben des spanischen Namens derjenigen Insel, auf der sich der Leuchtturm des Romans befindet (4 Wörter) als Variable E.




Kapitel 06: Faros Tourlitis, Griechenland
N 37° 50.584' E 024° 56.790'


License: CC BY 2.0, Author: anjči, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

An der Ostküste der Kykladeninsel Άνδρος (Andros) wurde 1897 auf einem kleinen Felsen inmitten der Bucht der Φάρος Τουρλίτης (Faros Tourlitis) errichtet. Der kleine Turm selbst ist zwar nur etwa sieben Meter hoch, durch seine exponierte Lage auf der Spitze des Felsens beträgt seine Feuerhöhe trotzdem stolze 19 m. Im zweiten Weltkrieg wurde der Leuchtturm während eines deutschen Bombenangriffs auf die Stadt Andros zerstört und nach dem Krieg nur notdürftig durch ein einfaches Gerüst ersetzt. Erst durch eine großzügige Spende des Reeder-Ehepaares Marietta und Alexandros Goulandris konnte der Leuchtturm 1994 originalgetreu wieder aufgebaut werden.

F Am 21. August 2009 veröffentlichte die griechische Postverwaltung eine Serie von fünf Sondermarken, von denen jede einem anderen griechischen Leuchtturm gewidmet ist. Die Marke mit dem Nennwert von 0,57 Euro zeigt dabei den Faros Tourlitis. Verwendet die Anzahl der Buchstaben auf der Sondermarke, die sich unmittelbar rechts neben der angeführten Jahreszahl befinden (nur Buchstaben in genau dieser Zeile sind zu berücksichtigen) als Variable F.




Kapitel 07: Kiipsaare tuletorn, Estland
N 58° 29.746' E 021° 50.463'


License: CC BY 3.0, Author: Tuderna, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

An der nordwestlichsten Ecke der Ostsee-Insel Saaremaa, umgeben von der weitgehend unberührten Natur des Nationalparks Vilsandi (Vilsandi rahvuspark) warnte seit 1933 der Leuchtturm Kiipsaare die Seeleute vor den maritimen Gefahren in der Nähe der Halbinsel. Ursprünglich wurde Kiipsaare tuletorn auf festem Land etwa 150 m vom Strand entfernt errichtet. Durch die fortschreitende Erosion war der Turm 1988 aber nur mehr 11 m von der Uferlinie entfernt und Anfang der 1990er-Jahre umspülte die Ostsee bereits sein Fundament. Dies führte dazu, dass sich der Leuchtturm bedenklich zu neigen begann, was ihm den wenig schmeichelhaften Spitznamen Saaremaa Pisa Torn (Pisa-Turm von Saaremaa) einbrachte. Heute befindet sich der mittlerweile außer Betrieb genommene Turm bereits etwa 50 m weit im Wasser der Ostsee und hat sich vollkommen unerwartet wieder nahezu aufgerichtet.

G Man sollte wohl nicht zu viel darüber nachdenken, was die beiden Herrschaften in diesem Video (externer Link) hier alles vollführen. Nichtsdestotrotz geben ihre Aktivitäten einen recht guten und vor allem spannenden Einblick in das Innenleben des etwa 25 m hohen Leuchtturms. Verwendet die Anzahl der Metallstreben, auf denen das Dach der ehemaligen Leuchtkuppel ruht, als Variable G.




Kapitel 08: Lanterna di Genova, Italien
N 44° 24.281' E 008° 54.275'


License: CC BY-SA 4.0, Author: Roberta de roberto, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

Die Lanterna di Genova ist mit 76 m der höchste Leuchtturm Europas, wobei die Höhe über Meeresniveau aufgrund des Hügels San Benigno, auf dem der Turm errichtet wurde, mit 117 m noch einmal deutlich imposanter ausfällt. Bereits im Jahr 1128 befand sich an dieser Stelle ein Leuchtturm, der schon damals in etwa dieselbe Höhe aufwies wie der aktuelle Turm. Ein interessantes Detail der Geschichte ist, dass im Jahr 1449 ein gewisser Antonio Colombo Leuchtturmwärter der Lanterna di Genova war. Sein Neffe, ein in der Republik Genua geborener Seefahrer namens Cristoforo Colombo (im deutschsprachigen Raum besser bekannt als Christoph Kolumbus), sollte nur wenige Jahrzehnte später eine bemerkenswerte Entdeckungsreise unternehmen.

H Zwei italienische Fußballvereine, einer davon der älteste noch bestehende Club Italiens, sind seit 1946 bereits 108 Mal in der Liga oder im Cup aufeinander getroffen (Stand zum Veröffentlichungszeitpunkt des Geocaches). Die Begegnungen dieser beiden Vereine haben im italienischen Fußball einen besonderen Stellenwert und sogar einen eigenen Namen, der in einem ganz bestimmten Zusammenhang mit dem Leuchtturm von Genua steht. Da die beiden Clubs seit Ende der Saison 2021/22 nicht mehr in derselben Liga spielen, gab es seither nur mehr ein Pflichtspiel in der Coppa Italia. Wandelt alle Buchstaben des vollständigen Namens dieser Begegnungen (3 Wörter) nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable H.




Kapitel 09: Lindesnes fyr, Norwegen
N 57° 58.947' E 007° 02.800'


License: CC BY 2.0, Author: Schwarzwert Naturfotografie, Modifications: applied, Source: flickr.com

Die Gewässer an der Südspitze Norwegens werden von Seeleuten seit jeher gefürchtet, da in diesem Gebiet Skagerrak und Nordsee aufeinandertreffen. Stürmische Winde und starke Strömungen gelten als charakteristisch für diese Gegend. Auch aus diesem Grund wurde hier bereits im Jahr 1655 von einem gewissen Pouell Hansønn ein hölzerner Turm mit 30 Kerzen hinter Bleiglasfenstern errichtet, der mangels Effektivität aber schon bald wieder abgetragen wurde. Erst 1725 gab es hier wieder ein Leuchtfeuer, diesmal in der Form eines offenen Feuertopfes direkt auf dem Felsen. Dieser wurde 1822 durch ein gemauertes Gebäude mit einem Kohlefeuer als Lichtquelle ersetzt. Der heutige, ganz aus Gusseisen gefertigte Leuchtturm stammt aus dem Jahr 1915 und wird aktuell von mehr als 100.000 Menschen jährlich besucht und bestiegen.

I Sowohl eine neuzeitliche Rekonstruktion des Feuertopfes von 1725 als auch das originale sechseckige Gebäude für das Kohlefeuer von 1822 (Gamle fyret) können noch heute am Gelände von Lindesnes fyr betrachtet werden. Darüber hinaus finden sich über das gesamte Gelände verstreut zahlreiche Ruinen und Relikte deutscher Bunker- und Gefechtsanlagen aus dem Zweiten Weltkrieg (darunter vier betonierte Ringbettungen für 105mm-Geschütze mit bis zu 12 km Reichweite), die nichts mit dem Leuchtturm zu tun haben. Seht euch am Felsplateau um und messt den (horizontalen) Abstand zwischen der Spitze des Gamle fyret und jener des heutigen Leuchtturms. Verwendet die auf ganze 10 Meter aufgerundete horizontale Distanz zwischen diesen beiden Punkten als Variable I.




Kapitel 10: Paradise Island Lighthouse, Bahamas
N 25° 05.213' W 077° 21.086'


License: CC0 1.0, Author: pxhere, Modifications: applied, Source: pxhere.com

Die Bahamas-Insel Paradise Island, vor 1959 noch weit weniger paradiesisch Hog Island (Schweineinsel) genannt, stand im Laufe der letzten Jahrzehnte stets im Zentrum kommerzieller Interessen. Das zentrale Element ist das gigantische Hotel- und Glücksspielresort ATLANTIS Paradise Island Bahamas mit zahlreichen Hoteltürmen, Wasserparks, Poolanlagen, Stränden, Restaurants, Casinos und Aquarien. Das 1816 auf der westlichen Spitze der Insel errichtete Paradise Island Lighthouse (Nassau Harbor Lighthouse) ist der älteste und bekannteste Leuchtturm auf den Bahamas und markiert die westliche Einfahrt in den Hafen der Inselhauptstadt Nassau. Leider befindet sich der nach wie vor aktive Leuchtturm im Gegensatz zum benachbarten Resort in einem durch und durch bemitleidenswerten Zustand.

J Von der recht desolaten hölzenen Lichtkuppel des Paradise Island Lighthouse hat man einen bemerkenswerten Panoramablick über Paradise Island, die Hauptstadt Nassau und das umgebende Meer. Einen virtuellen Eindruck davon kann man sich entweder mit einem Google 360°-Bild oder auch mit diesem Video (externer Link) verschaffen. An den maroden Holzstehern der Lichtkuppel haben sich illegalerweise zahlreiche Besucherinnen und Besucher verewigt. Findet die Gravur von BRIEGEL, wandelt die drei Buchstaben unmittelbar unterhalb des Schriftzugs nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable J.




Kapitel 11: Peggys Point Lighthouse, Kanada
N 44° 29.508' W 063° 55.117'


License: CC0 1.0, Author: pxhere, Modifications: applied, Source: pxhere.com

Bereits 1868 wurde an der östlichen Einfahrt in die St. Margarets Bay ein hölzerner Leuchtturm errichtet, dessen Kerosinöl-Lampe durch einen silberbeschichteten Spiegel verstärkt wurde. Dieser Turm wurde dann ab 1914 durch das heutige, achteckige Peggys Point Lighthouse (lokal auch Peggys Cove Lighthouse) ersetzt. Die alte Holzkonstruktion wurde zu einer Unterkunft für den Leuchtturmwärter umfunktioniert, aber 1954 durch den Hurrikan Edna zerstört. Seinen traurigsten Tag erlebte der Leuchtturm am 2. September 1998, als in unmittelbarer Nähe eine McDonnell Douglas MD-11 der damaligen Swissair aufgrund eines Totalausfalls der Bordelektronik als Folge eines Kabelbrandes in den Atlantik stürzte, wobei alle 215 Passagiere und 14 Besatzungsmitglieder ums Leben kamen (externer Link).

K Ein Spaziergang zum Leuchtturm und entlang der felsigen Küste kann aufgrund der exponierten Lage und den mitunter extrem hohen Wellen sehr gefährlich werden. Darum sind am Gelände verteilt gleich mehrfach zwei verschiedene Arten von Warntafeln angebracht, die man mit Google StreetView gut erkennen kann (ihr müsst euch nie weiter als etwa 100 m vom Leuchtturm entfernen). Während die eine eine auffällige gelb-rote Farbe hat und ein großes Warndreieck enthält, ist die andere eine schlichte Metalltafel, die mit WARNING überschrieben ist und das Meer und die Felsen als treacherous (tückisch) beschreibt. Sucht euch von jeder der beiden Tafelarten jeweils eine(!) aus und verwendet die Gesamtanzahl der Wörter auf den beiden Tafeln (die beiden klein gedruckten Wörter ganz unten auf der gelb-roten Tafel sind zu vernachlässigen; mit Bindestrich verbundene Wörter gelten als ein Wort) als Variable K.




Kapitel 12: Phare de la Jument, Frankreich
N 48° 25.398' W 005° 08.050'


License: CC BY-NC 2.0, Author: GrahamAndDairne, Modifications: applied, Source: flickr.com

Am 28. Mai 1896 verließ der britische Passagierdampfer Drummond Castle den Hafen von Kapstadt in Richtung London. In der Nacht des 16. Juni 1896 hatte das Schiff sein Ziel bereits fast erreicht, als es vor der französischen Atlantikinsel Ouessant in eine Nebelbank geriet und nach der Kollision mit einem Felsenriff sank. 243 der 246 Menschen an Bord fanden den Tod. Charles-Eugéne Potron, ein Mitglied der Société de Géographie de Paris, verfügte unter dem Eindruck dieses tragischen Unglücks, dass 400.000 Francs aus seinem Nachlass für die Errichtung eines Leuchtturms nahe der Unglücksstelle verwendet werden sollen. 1904 nahm das französische Ministère des Travaux Publics dieses Angebot an und errichtete in der Folge den heutigen Phare de la Jument.

L Berühmt wurde der Phare de la Jument vor allem durch eine spektakuläre Fotoserie des französischen Fotografen Jean Guichard. Als sich der Hubschrauber des Fotografen am 21. Dezember 1989 während eines schweren Sturmes dem Leuchtturm nähert, verlässt der Leuchtturmwärter kurz den Turm, als eine gigantische Welle gegen die seezugewandte Seite des Turms schlägt. In diesem Moment betätigt Guichard mehrmals den Auslöser seiner Kamera (externer Link). Wandelt alle Buchstaben des Vornamens (diakritische Akzente sind zu ignorieren) der auf dem Foto abgebildeten Person (1 Wort) nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable L.




Kapitel 13: Point Bonita Lighthouse, USA
N 37° 48.934' W 122° 31.782'


License: CC BY-NC-SA 2.0, Author: Larry Myhre, Modifications: applied, Source: flickr.com

Am 24. Jänner 1848 fand der amerikanische Zimmermann James Marshall bei der Inspektion des Ablaufkanals der Sägemühle von Johann August Sutter in Kalifornien mehrere Körner Gold im seichten Wasser. Trotz des verzweifelten Versuchs, diesen Fund geheim zu halten, verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer und löste den kalifornischen Goldrausch (1848-1855) aus. Je nach Quelle strömten in dieser Zeit bis zu 300.000 Goldsucher ins Land, viele kamen per Schiff via San Francisco. Alleine während der Jahre des Goldrausches sanken in den gefährlichen Gewässern am Golden Gate etwa 300 Schiffe. Aus diesem Grund wurde 1855 auf einem Hügel hoch über der Einfahrt in die Bucht von San Francisco das erste Point Bonita Lighthouse errichtet. Dieser Standort erwies sich aufgrund der großen Höhe als ungünstig und so wurde stattdessen im Jahr 1872 der aktuelle Leuchtturm auf einem exponierten Felsen direkt an der Küste errichtet.

M Ich möchte euch zu einem traumhaft schönen Flug entlang der wildromantischen Pazifikküste bei den Marin Headlands und Point Bonita einladen. Weit draußen, auf einer exponierten Felsspitze direkt am Golden Gate liegt das Point Bonita Lighthouse, das nur durch einen handgeschlagenen Tunnel und über eine spektakuläre Brücke hoch über der tosenden Brandung des Pazifik erreichbar ist. Genießt die einmaligen Aufnahmen (externer Link)! Verwendet die Anzahl der Szenen dieses Videos (die abschließende Texttafel ist keine Szene und daher zu vernachlässigen) als Variable M.




Kapitel 14: Rubjerg Knude Fyr, Dänemark
N 57° 26.940' E 009° 46.528'


License: CC BY-SA 4.0, Author: Jörg Braukmann, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

Ursprünglich war der im Dezember 1900 in Betrieb genommene Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr von vier großen Nebengebäuden umringt. Ab der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bildete sich aufgrund des steten Windes eine riesige Sanddüne im Bereich zwischen Leuchtturm und Meer. Diese erreichte im Lauf der folgenden Jahrzehnte eine Höhe von mehr als 50 Metern ü.d.M. und konnte trotz intensivster Anstrengungen nicht abgetragen werden. Die vier Nebengebäude verschwanden um das Jahr 2002 unter Tonnen von Sand (externer Link) und stürzten schließlich ein. Ab den späten 2000er-Jahren verlagerte sich die Düne langsam in Richtung Nordosten und flachte sich dabei zusehends ab. Nun kamen auch die Grundmauern der Nebengebäude und Unmengen loser Ziegel wieder zum Vorschein.

N Mit dem Weiterziehen der riesigen Wanderdüne verschob sich allerdings auch die Küstenlinie bedenklich in Richtung des Turms. Um zu verhindern, dass dieser letztlich ins Meer stürzt, beschloss das dänische Amt für Naturverwaltung (Naturstyrelsen), dass Rubjerg Knude Fyr im Oktober 2019 etwa 70 m landeinwärts versetzt werden müsse. Ein Bericht der sh:z zeigt das gewagte Unterfangen im Detail (externer Link). Wandelt alle Buchstaben des vollständigen Namens des zuständigen Maurermeisters (2 Wörter) nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable N.




Kapitel 15: Þrídrangaviti, Island
N 63° 29.327' W 020° 30.790'


License: CC BY 3.0, Author: voilier.evidence@gmail.com, Modifications: applied, Source: commons.wikimedia.org

Þrídrangaviti (wörtlich übersetzt etwa Drei-Klippen-Leuchtturm) ist wohl einer der am spektakulärsten gelegenen Leuchttürme der Welt. Etwa 15 km vor der Südküste Islands ragen die drei gigantischen Felsklippen Stóridrangur, Þúfudrangur und Klofadrangur aus der Brandung des Nordatlantik. Im Jahr 1938 wurde auf dem Plateau von Stóridrangur mit dem Bau von Þrídrangaviti begonnen. Das nur etwa vier Meter hohe Gebäude befindet sich beachtliche 34 m über dem Meeresspiegel. Anfangs mussten Mensch und Material durch Felsenkletterei zur Baustelle in lichter Höhe gebracht werden, später wurde eine spektakulär angelegte Treppe in den Fels geschlagen. Das heute bestehende Helipad wurde erst lange nach der Indienststellung angelegt. Das wohl bekannteste Foto des Leuchtturms könnt ihr übrigens hier betrachten (externer Link). 

O Þrídrangaviti findet mitunter auch Niederschlag in der Populärkultur. So nutzte die isländische Band Kaleo 2020 das Helipad als Location für ihr Musikvideo zum Song Break my Baby (externer Link). Auch eine isländische Kriminalschriftstellerin nutzte 2013 den Leuchtturm als Schauplatz für einen ihrer spannungsgeladenen Romane, der sich um folgenschwere Lügen in der Vergangenheit und deren Konsequenzen in der Gegenwart dreht. Wandelt alle Buchstaben des isländischen Originaltitels dieses Romans nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable O.




Kapitel 16: Tŵr Mawr Lighthouse, Wales
N 53° 08.110' W 004° 24.936'


License: Pixabay, Author: Roman Grac, Modifications: applied, Source: pixabay.com

Dwynwen war eine Tochter des walisischen Königs Brychan Brycheiniog. Da sie entgegen ihrem Willen mit einem Prinzen verheiratet werden sollte, floh sie auf  die legendenreiche Gezeiteninsel Ynys Llanddwyn vor der Westküste von Anglesey in Wales und gründete dort ein Kloster. Seither gilt Dwynwen als Schutzheilige der Liebenden. Spaziert man heute über die nur etwas über einen Kilometer lange Insel, erblickt man vielerorts Relikte aus der geheimnisvollen Vergangenheit. Ganz im Süden befindet sich Goleudy Tŵr Mawr (Tŵr Mawr Lighthouse), eine um 1845 errichtete Windmühle, die erst später zu einem Leuchtturm umgebaut wurde.

P Bei einem Spaziergang mit Google StreetView über Ynys Llanddwyn kann man eine Vielzahl interessanter Orte, wie Eglwys Santes Dwynwen (Kirche der heiligen Dwynwen), das Groes Santes Dwynwen (Kreuz der heiligen Dwynwen) oder eben Goleudy Tŵr Mawr betrachten. Letzterer ist das finale Ziel unseres Spazierganges. Verwendet die Anzahl der horizontal angebrachten, rotbraunen Fliesen unmittelbar vor der Eingangstüre des Leuchtturms (sowohl Fliesen, die durch die vorspringende Mauer verdeckt werden als auch wegen der Holztüre nur teilweise sichtbare Fliesen sind zu berücksichtigen) als Variable P.




DIE ALLERLETZTE FRAGE

Ein ganz besonderer Leuchtturm



License: CC BY-SA 2.0, Author: Jan Helebrant, Modifications: applied, Source: flickr.com

Zu guter Letzt möchte ich euch zu einem ganz besonderen Leuchtturm führen. Dieser Turm wurde 1989 fern von jenem Platz gebaut, an dem er sich gegenwärtig befindet. Zwei lange Jahre tat er verlässlich und unablässig seinen Dienst und trotzdem half er keinem einzigen Schiff jemals bei der Navigation. Viel zu oft musste der Turm suizidalen Tragödien beiwohnen, bei denen aber niemals jemand zu Schaden kam. Im Jahr 1991 wurde quasi über Nacht beschlossen, dass unser Leuchtturm seine Schuldigkeit getan hat und er einer Stierkampfarena weichen muss. Für den Leuchtturm begann zu diesem Zeitpunkt eine lange Reise, die schließlich am oben abgebildeten Standort ihr glückliches Ende fand.

X Vor langer Zeit hatte er gotteslästerlich geschworen, er werde in Ewigkeit nicht davon ablassen, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden. Zur Strafe für den Frevel wurde er dazu verdammt, für ewig auf See zu sein. Seither ist es ihm nur alle sieben Jahre vergönnt, an Land zu gehen. Nur wenn es ihm gelingt, die Liebe und Treue einer Frau zu finden, wären seine Mannschaft und er erlöst. Wandelt alle Buchstaben des Vornamens derjenigen Figur, die sich am Ende von eben diesem Turm stürzt, um ihn zu erlösen, nach dem üblichen Schema (A=1 ... Z=26) um und verwendet die Summe als Variable X.


DER GEOCACHE

Wenn ihr alle Fragen richtig beantwortet habt, trennen euch nur mehr zwei einfache Rechnungen von einer kleinen Belohnung für eure Mühe.

N48° (A*B + C*D + E*F + G*H + 33*X + 1957) / 1000'
E16° (I*J + K*L + M*N + O*P + 99*X + 8526) / 1000'

Aufgrund der großen Anzahl an Aufgaben und Variablen habt ihr auch diesmal alternativ wieder die Möglichkeit, eure Antworten mit einem Multichecker zu überprüfen. Dieser sagt euch genau, welche eurer Antworten richtig und welche falsch sind und verrät euch sogar die Final-Koordinaten und einen Hinweis zum Versteck ... natürlich nur, wenn alle Antworten richtig sind!


Und warum der Geocache genau dort versteckt ist, wo er versteckt ist, verrät euch der Multichecker auch noch!


Der Cachebehälter ist diesmal ein ganz besonderer Petling in einer Rohrschelle. Im Behälter befindet sich lediglich das Logbuch. Sollten Wartungsarbeiten am Cache erforderlich sein oder sich die Darstellungen in den verwendeten Tools ändern und so eine Lösung unmöglich machen, kontaktiert mich bitte mittels E-Mail oder über das Message Center. Dankeschön!



Additional Hints (Decrypt)

[Rätsel:] Qre Bjare uvysg orv Orqnes trear [Final:] Uvajrvf mhz Irefgrpx vz Zhygvpurpxre

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)