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Der Strand am Nussberg EarthCache

Hidden : 10/18/2024
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Achtung: Zur Lösung brauchst Du ein Maßband!

Wer heutzutage den Hohlweg der Eichelhofstraße empor wandert, der hat wohl einen Heurigen am Nussberg oder die Aussichtsberge Kahlenberg und Leopoldsberg als Ziel. Ein Badehandtuch hat wohl kaum jemand dabei, aber vor rund 15 Millionen Jahren war hier eine Felsküste wie man sie vielleicht aus dem Urlaub kennt – die Küste der Parathetis. Heute findet sich dieser Strand auf einer Seehöhe von ungefähr 200m und knapp 350 km vom nächsten Meer entfernt.

Parathetis

Die Paratethys war ein riesiges, flaches Meer, dass vor rund 15 Millionen Jahren das gerade entstehende Wiener Becken flutete. Das Klima in Wien war eher mit den Tropen vergleichbar und an den Rändern dieses Meeres lagen Sand- und Felsstrände. In seiner späteren Entwicklung verwandelte sich die Parathetis in einen See und verschwand schließlich ganz aus Mitteleuropa. Das Schwarze Meer und das Kaspische Meer sind bis heute erhaltene Restgewässer des Sees.

Das Wiener Naturdenkmal Nr. 439 stellt die Strandbildungen in den Böschungen beiderseits der Eichelhofstraße unter Schutz. Sie bestehen aus Brandungsgeröllen, Leithakalk und Flyschgesteinen.

Brandungsgerölle

Brandungsgerölle entstehen an Steilküsten, die durch das Wirken der Meeresbrandung gestaltet werden (sogenannte Kliffs). Durch die kontinuierliche Arbeit der Brandung wird Geröll aus dem Kliff herausgebrochen und stürtzt ins Meer. Je nach Festigkeit des Materials entstehen kleinere Gerölle oder teilweise riesige Blöcke. Die Bruchkanten werden durch den Transport des Gesteins und die Arbeit der Brandung immer weiter zugerundet.

Leithakalk

Ein Kalkstein, der hauptsächlich aus den Meeressedimenten des Parathetis-Meeres besteht. Diese Ablagerungen bildeten sich vor 13-16 Millionen Jahren. Leithakalk ist aufgrund seiner leichten Bearbeitbarkeit ein häufig verwendeter Naturstein. So wurde z.B. der Wiener Stephansdom aus großen Mengen dieses Kalks erbaut.

Flyschgesteine

Auch Flyschgestein ist eine sedimentäre Gesteinsart, die typischerweise in marinen Umgebungen und sich durch abwechselnde Schichten von Sandstein, Schiefer und Tonstein auszeichnet. Flysch ist in den Alpen weit verbreitet und findet sich vor allem in der sogenannten Flyschzone, zur der auch große Teile des Wienerwalds zählen.


Aufgaben:

An den Headerkoordinaten befindest Du Dich am beeindruckendsten Teil des Naturdenkmals. In einer kleinen Höhle sind riesige Brandungsgerölle zu bewundern. Steige zur Höhle hoch und beantworte folgende Fragen (Die Terrainwertung ist 3 – Du musst zur Höhle steigen um die Fragen zu beantworten!)

  1. Welches charakteristische Merkmal fällt Dir bei den Brandungsgeröllen auf?
  2. Beschreibe die Oberfläche der Brandungsgerölle im Detail (Farbe, Dichte, Härte).
  3. Links unten am Boden findet sich ein besonders großes, längliches Exemplar. Welche Länge kannst du an der längsten Achse messen? (siehe Foto)
  4. Mach ein Foto von Dir, Deinem Cachernamen oder Deinem GPS mit den Brandungsgeröllen in dieser Höhle.

Klettere vorsichtig wieder zurück zur Straße und gehe die Eichelhofstraße noch einige Meter bergauf zur Stage 2:

  1. Hier bietet sich – bergauf gesehen auf der rechten Seite der Böschung - ein völlig anderer Anblick. Beschreibe ihn.
  2. Was glaubst Du - um welches Gestein handelt es sich hier?

Optional: Stage 3  – Wenn du noch Energie und Lust hast, gehe noch ein paar Meter weiter bergauf zu einem schönen Aussichtspunkt. Vor 15 Millionen Jahren hättest Du hier einen wunderbaren Meerblick genießen können.

Bitte sende mir die Antworten entweder über die E-Mail-Funktion im Profil oder über das Message Center. Sollte es Probleme geben melde ich mich. Achtung: Logs ohne E-Mail an mich oder Nachricht im Message Center müssen leider gelöscht werden.

Quellen/Literatur:

M. Harzhauser; T. Hofmann - Wien am Sand: Von Prinz Eugen und der Seekuh in Ottakring: eine Zeitreise durch die geologische Vergangenheit Wiens, Verlag des Naturhistorischen Museums, 2024.

https://de.wikipedia.org/wiki/Leithakalk

https://www.diepresse.com/18931392/wien-war-einst-ein-paradies-mit-palmenstrand

https://de.wikipedia.org/wiki/Flyschzone

https://www.wien.gv.at/umweltgut/public/

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