Hier braucht Ihr eine USB-Powerbank
Wenn man, vielleicht zum Pilze suchen oder Blaubeeren pflücken im Wald zwischen den Ortschaften Radbruch und Vierhöfen unterwegs ist, genauer noch im Radbruchsforst in der "Vierhöfener Ecke" etwas nördlich der Vierhöfener Heide und etwas südlich der aufgelassenen Bahnstrecke der ehem. Buchholzer Bahn im Bereich des Jagen 504, dann kann es sein, daß einem ganz unverhofft der Weg von einem massiven, etwa 3m hohen, mit Stacheldraht verstärkten Zaun versperrt wird.
Dabei handelt es sich um die Umzäunung der ehemaligen "Standort Munitionsniederlage 252/2 Vierhöfen" der Bundeswehr des Standortes Lüneburg.
Macht man sich auf die Suche nach Informationen zu dieser Örtlichkeit, ist es relativ wenig was sich in Erfahrung bringen lässt:
Nach der Bauphase in den 70er Jahren datiert der offizielle Nutzungsbeginn durch die Bundeswehr mit dem 01.04.1982.
Das bis dato zivil bewachte Gelände wird während der Nutzung durch bzw.auch durch Wachmannschaften vom Standort Lüneburg militärisch bewacht.
Der Standort Lüneburg verfügte über gleich zwei solcher Munitionslager.
Zum Einen die StOMunNdlg Wendisch Evern, in direkter Nähe der in Lüneburg kasernierten Einheiten und unmittelbar angrenzend an den StOÜbPl Wendisch Evern, und zum Zweiten über die StOMunNdlg hier in Vierhöfen, welche sich taktisch eher im Rückzugsraum der zu versorgenden Einheiten befand.
Das Ende des kalten Krieges, die deutsche Wiedervereinigung und die Umstrukturierung des Standortes machen das Depot überflüssig und die Nutzung endet offiziell am 30.09.2001.
Nach Ende der Nutzung wird das Gelände geräumt und die Liegenschaft an einen Privatmann verkauft, der dort aktuell mit einer KFZ-Werkstatt ansässig ist und das Hausrecht ausübt.
Das Ganze ist also nur fast ein Lost Place. Betreten für Unbefugte (Geocacher) verboten.
Viel ist von ausserhalb des Zaunes nicht zu sehen, die Natur leistet hier ganze Arbeit das Areal wieder in Besitz zu nehmen.
Betrachtet man das Gelände auf einem Luftbild, fallen "im Wald" sechs kurze, parallele Asphaltstrassen auf.
Seitlich dieser Strassen befinden sich in gleichmässiger Anordnung etwa 40 verbunkerte Lagerräume (Munitionshäuser) deren Eingänge jeweils der Strasse zugewand sind.
Die Bunker in Gewölbebauweise wurden ebenerdig errichtet, um dann mit Erde und ortsüblicher Baumpflanzung überdeckt zu werden.
Von aussen lassen sich die Hügel der Munitionshäuser mit den Luftschächten hier und da in der dichten Vegetation erahnen.
Desweiteren fallen in der näheren Umgebung und innerhalb der Umzäunung mehrere Gewässer auf.
Entstanden durch die Entnahme von Erdreich, sind es bis heute Feuerlöschteiche.
Das Haupttor mit den ehem. Wach- und Betriebsgebäuden befindet sich an der südwestlichen Ecke, die offizielle Zuwegung erfolgt von der Vierhöfener Seite aus.
Vor Ort ist die massive und breit ausgebaute Zuwegung auffällig, die westlich der Ortslage von der alten Dorfstrasse abzweigt.
Hier konnten auch allerschwerste LKW problemlos anfahren und hartnäckig hält sich daher das Gerücht, das hier neben konventioneller Munition auch sog. Sondermunition gelagert wurde, also nukleare Munition für Rohr- und Raketenartillerie.
Das Internet..... Gerüchte......
Offiziell war das Depot von der Grösse und Art der Lagerflächen, der Bewachung und der Sicherungs-Infrastruktur in keinster Weise darauf ausgelegt, Raketensprengköpfe und deren Antriebe oder Technik zu beherbergen. Offiziell....
Zum Cache:
Hier braucht Ihr eine USB-Powerbank.
Dieser Cache führt Euch in die Nähe des oben beschriebenen Objektes.
Dabei handelt es sich um einen Multi aus Start und Ziel mit zwei Zwischenstationen.
Die Strecke inkl. Anmarsch ist gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad machbar, festes Schuhwerk ist sinnvoll.
Begebt Euch an die gelisteten Koordinaten und findet dort ein Objekt, daß sich mit etwas Phantasie einem jungen Rekruten zuordnen lässt, der vielleicht auf "Posten 25" seinerzeit dort Wache ging.
Dieser junge Soldat war wohl recht vergesslich, so hat er nicht nur dieses elementare Teil seiner Ausrüstung einfach im Wald zurückgelassen, sondern hat sich zudem auch noch Notizen gemacht, wo genau seine taktische Kommunikationseinheit (Station 2) zu finden war, mit der er, für den Fall das es "besondere Vorkommnisse" zu melden gab, Verbindung mit den anderen Posten herstellen konnte.
Da die FFSprSt mit einem Schloss versehen ist, hat sich unser vergesslicher "Posten 25" die Kombi dafür sicherlich auch notiert.
Macht Euch auf die Suche nach dieser zweiten Station, benutzt Eure Powerbank und erhaltet hier zwei wichtige Informationen (vierstellige Zahlen) und vielleicht könnt Ihr ihr auch einen Hinweis auf die dritte Station entlocken.
Diese findet Ihr bei N 53.17,-X- und E 10.14,-Y-
Aber spätestens, wenn man an Station 3 das Schloss und sogar die 1. Stufe der Autorisierung mithilfe der Informationen von Station 2 überwunden hat, müsste man sich doch die Frage stellen:
Hat unser "Posten 25" sein Utensil gar nicht aus Schusseligkeit vergessen, sondern etwa ganz bewusst dort für jemanden platziert?
Waren das gar keine Notizen, sondern präzise Hinweise für einen unbekannten Dritten?
Sollte dieser unbekannte Dritte so ganz gezielt das streng geheime und extrem brisante Teil Raketentechnologie finden?,
War "Posten 25" damals vielleicht so etwas was man heutzutage "Whistleblower" nennt und wollte einer Kontaktperson zeigen und so beweisen, daß hier eben doch "Sondermunition" und zugehöriges Equipment gelagert wurde?
Das wäre auf jeden Fall Geheimnisverrat!
Oder haben wir es sogar mit Spionage zu tun?
Und wie steckte "Posten 3" da mit drin?
In jedem Fall seid Ihr da einem ganz grossen Ding auf der Spur. Aber macht Euch selber ein Bild vor Ort.
An Station 2 erhaltet Ihr zwei wichtige vierstellige Zahlen.
Die "Stecker-Zahl" (von oben nach unten gelesen), wobei es sich gezeigt hat, daß die Station als gültige Steckerkombi mehrere Zahlen ausspuckt.
Bis das gefixt ist: Nur Eine der drei möglichen Varianten ist korrekt. Die dritte Ziffer muss eine 4 sein! Bis dahin wird die richtige Zahl zur Sicherheit mit angesagt.
Und die "Rufzeichen-Zahl", (zählt die Rufzeichen), sollten keine Rufzeichen kommen, einfach mal aus- und wieder einschalten.
An Station 3 braucht Ihr beide vierstelligen Zahlen (Stecker-Zahl & Rufzeichen-Zahl) die sich an Station 2 finden lassen, eine Innen (PreCon Autorisation), eine Aussen (Vorhangschloss).
Das Finale öffnet Ihr mit der Summe dieser beiden vierstelligen Zahlen.
Dieser Cache ist für Gehörlose oder Menschen mit beeinträchtigtem Hörsinn nicht lösbar.
Kein Statistikpunkt, kein schneller Petling am Wegesrand.
In der Dose steckt extrem viel Zeit und Mühe, bitte behandelt sie entsprechend pfleglich, auch um dem Nächsten ein gleichwertiges Erlebnis zu bieten. Hinterlasst alles wie vorgefunden und angedacht.
Ihr braucht kein Werkzeug, keine Gewalt, es muss nichts abgebaut werden.
Was Ihr braucht ist eine USB-Powerbank, gesunden Cacherinstinkt und Ihr müsst gut zuhören, alles andere ergibt sich vor Ort.
Lest das Listing!
Die Dose bietet viel Platz auch für größere Travelbugs, Geocoins und blaue Schleifen.
Bitte meldet jegliche Defekte.
Ich helfe gern, schreibt mich an!
WICHTIG:
Ihr bewegt Euch ausserhalb, aber unmittelbar am Rande eines Privatgeländes.
Der Stacheldrahtzaun rührt noch von der ursprünglichen Nutzung her und muss und darf zu keiner Zeit überklettert oder überstiegen werden. Ebenso muss und darf das Privatgelände nicht betreten werden.
Auf dem Grundstück laufen Hunde, die den Eindruck erwecken wenig bis gar keinen Spaß zu verstehen.
Beachtet bitte, daß das Befahren der Waldwege mit Kraftfahrzeugen aller Art nicht erlaubt ist.
Parkmöglichkeiten findet Ihr in den Wegpunkten. Die Anfahrt über Radbruch / Naturerlebniszentrum ist günstiger.
Auch wenn es sich hier um kein ausgewiesenes Schutzgebiet handelt, achtet bitte die Natur und verhaltet Euch minimalinvasiv.
Die Wege müssen jeweils nur wenige Meter verlassen werden.
Hier wird gejagt, zu Eurer eigenen Sicherheit geht die Runde nicht nachts oder in der Dämmerung an!
Ihr cacht unter den aufmerksamen Augen von Reitern, Spaziergängern, Landwirten und nicht zuletzt des Grundstückseigentümers.
Ich wünsche Euch viel Spaß