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Saline Conow - Earthie für Steinelecker EarthCache

Hidden : 11/18/2024
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Salzquelle Conow


Wir möchten euch hier ein wirklich schnuckeliges und verstecktes Kleinod zeigen. Auf geologischen Pfaden führen wir euch mittels dieses 1938 unter Schutz gestellten Naturdenkmals „Alte Salzquelle Conow-Sülze" sowie des liebevoll gestalteten Miniatur-Gradierwerkes an das Mineral Salz heran.

An der Stelle der EarthCache-Koordinaten befand sich die Saline Conow, die erstmals am 28. August 1307 urkundlich erwähnt wurde und über mehrere Jahrhunderte (mit Unterbrechungen) das begehrte Siedesalz lieferte.



Saline,
Eine Saline ist eine Anlage zur Gewinnung von Speisesalz. Es gibt Siedesalinen und Meerwassersalinen: In Siedesalinen wird Siedesalz durch Verdampfung einer meist unter Tage hergestellten oder aus einer natürlichen Quelle stammenden Sole gewonnen. In Meerwassersalinen hingegen wird Meersalz durch Verdunstung von Meerwasser gewonnen.


Soviel zur einfachen Beschreibung aus Wikipedia.

Geologischer Hintergrund

Vor ca. 250 Mio. Jahren hinterließ das Wasser des ehemaligen Zechsteinmeeres in diesem Gebiet durch Verdunstungen mächtige Salzschichten. Überlagert wurde dieses Salz im Laufe der Erdgeschichte zunächst durch weitere Ablagerungen aus dem Erdmittelalter (Trias/Jura/Kreide) und der Erdneuzeit (Tertiär/Pleistozän). Die Salzschichten stiegen durch den Überlagerungsdruck (Tektonik) aus 4 km Tiefe fast bis an die Oberfläche. Dabei wurden die über dem Salz liegenden jüngeren Schichten steil gestellt bzw. in ihrer ursprünglichen Lage verworfen. Der kegelformig aus dem Untergrund nach oben ragende Salzstock ermöglichte in Verbindung mit dem oberflächennahen bzw. aus der Tiefe aufsteigendem Grundwasser (artesische Quelle) das salzhaltige Wasser dieser Quelle.

Geschichtlicher Hintergrund

Die Saline Conow liegt in Südwestmecklenburg und wurde erstmals 1307 urkundlich erwähnt. Herzog Rudolf I. von Sachsen-Wittenberg schenkte sie den Nonnen des Klosters Eldena. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Saline mehrfach den Besitzer und wurde mehrmals wiederaufgebaut. Im 16. Jahrhundert wurde der Solebrunnen neu errichtet. Die Saline war bis ins 19. Jahrhundert in Betrieb und wurde dann aufgegeben. Heute ist sie ein geologisches Naturdenkmal.

Gradierwerke waren in früheren Zeiten notwendige Bauwerke zur Salzgewinnung. In ihnen wurde das aus Brunnen geförderte salzhaltige Wasser (Sole) vorverdunstet, um die Salzkonzentration in der Sole zu erhöhen. Man nutzte dazu die natürliche Verdunstung durch Sonne und Wind und leitete das geforderte Salzwasser über Schwarzdornäste. Das Astwerk hatte durch die Verzweigungen und Dornen eine große Oberfläche und bot somit viel Verdunstungsfläche. Anschließend wurde die vorverdunstete Sole aus dem Gradierwerk aufgefangen und in großen Pfannen in Siedehäusern erhitzt, um das darin enthaltene Salz zu gewinnen.

Die Gradierwerke waren langgestreckte hohe Bauwerke aus Holz und oft sogar hintereinander angereiht, um eine möglichst hochkonzentrierte Sole zu erhalten. Das verringerte den Brennholzbedarf in den Siedehäusern enorm und verbesserte die Rentabilität der Salzgewinnung erheblich.

Das hier in Miniaturformat dargestellte Gradierwerk soll an der hiesigen Salzquelle als Anschauungsobjekt an die frühere Salzgewinnung an diesem Ort erinnern und zugleich veranschaulichen, wie mühsam die Salzherstellung einmal war.

Per Knopfdruck könnt ihr das Gradierwerk zum "Arbeiten" bringen. Wie es funktioniert, erklärt euch eine Infotafel vor Ort.

Die hier geförderten Salzarten

Der Salzstock Conow wurde von 1912 - 1926 wirtschaftlich genutzt. Die Förderung von Salzen (Kali- und Steinsalzen) erfolgte von vier Sohlen (380m/480m/580m/706m). Das ehemalige Kali- und Steinsalzbergwerk Conow befindet sich 1200 m westlich der Salzquelle.

Kalisalz und Steinsalz sind zwei verschiedene Arten von Salz, die sich in ihrer Zusammensetzung und ihrem Verwendungszweck unterscheiden. Kalisalz sieht meistens weiß aus, kann aber auch rötliche Töne annehmen. Es enthält viele Nährstoffe wie Kalium, die für das Wachstum von Pflanzen wichtig sind. Daher wird Kalisalz häufig als Dünger in der Landwirtschaft verwendet, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern. Dieses Salz wird in speziellen Bergwerken tief unter der Erde abgebaut, wo es in Form von Mineralien vorkommt.

Steinsalz hingegen ist in der Regel weiß oder grau und besteht hauptsächlich aus Natriumchlorid, das wir auch als Speisesalz kennen. Es wird verwendet, um Speisen zu würzen und Lebensmittel zu konservieren. Steinsalz findet man in Salzstöcken tief unter der Erde, oder es wird in Salinen aus Meerwasser gewonnen. Das Salz, das du vielleicht aus dem Salzstreuer auf deinem Tisch kennst, ist oft Steinsalz.

Diese Unterschiede machen Kalisalz und Steinsalz einzigartig in ihrer Nutzung und Herkunft.

Kommen wir jetzt zum Titel dieses Earthies

Durch das Lecken an einem Mineral kann man tatsächlich Unterschiede in der Geschmacksnote wahrnehmen. Ja, man kann einen deutlichen Unterschied schmecken, wenn man an Steinsalz und Kalisalz leckt.

Steinsalz schmeckt rein salzig und Kalisalz hat eine zusätzliche, etwas komplexere Geschmacksnote. Da Steinsalz hauptsächlich aus Natriumchlorid besteht, hat es daher den typischen salzigen Geschmack, den wir auch von Speisesalz kennen. Kalisalz enthält zusätzlich andere Mineralien wie Kalium, die einen leicht bitteren oder metallischen Geschmack verleihen können.

Aber hey... Niemand muss hier an Steinen lecken. Sähe sicher auch komisch aus, vor so einem Stein zu hocken um ihn zu vernaschen. Alles ist natürlich freiwillig. Im Zweifel hilft auch ein angefeuchteter Finger, mit dem man über den Stein streicht und dann an seinem eigenen Finger die Kostprobe vornimmt.

Schaut euch die Steine an, die hier direkt links und rechts am unteren Holzrahmen des Miniatur-Gradierwerks als Dekoration hindrapiert wurden. Sucht euch für die untenstehende Aufgabe ein Exemplar aus, dass besonders "lecker" aussieht, damit ihr herausfinden könnt, um welche Salze es sich hier vor Ort handelt.

Bei der Gelegenheit:
Dies ist ein öffentlich zugängliches Naturdenkmal, das Gelände ist videoüberwacht!



Quellenangaben:
wikipedia.de: Saline Conow
wikipedia: Steinsalz/Kalisalz
Horst-Peter Hann: Grundlagen und Praxis der Gesteinsbestimmung
Infotafel vor Ort
Fotos: eigene


Aufgaben und zu beantwortende Fragen

Jetzt heißt es, mitgemacht und nachgedacht. Ihr benötigt lediglich euren Geschmackssinn und etwas Phantasie. Um diesen Cache zu loggen, beantwortet bitte die folgenden Aufgaben und macht ein Foto.

1. Macht zunächst den oben beschriebenen Geschmackstest an dem von euch ausgesuchten Stein und beschreibt euer gustatorisches Ergebnis.
2. Beschreibt die Struktur und Farbe des direkt am Gradierwerk liegenden Gesteins. Bestätigen eure Beobachtungen eure geschmackliche Einschätzung unter Berücksichtigung der Ausführungen des Listingtextes?
3. Setzt nun das Gradierwerk in Betrieb. Sobald nach ein paar Minuten das Wasser über die obere Wanne läuft und den Reisig heruntertropft, nehmt mit dem Finger eine Kostprobe. Schmeckt es salzig? Welcher Salzart ordnet ihr demnach die Sole zu?
Während der Frostperioden: Meist befindet sich das Gradierwerk vom ersten Frost bis Ostern in der "Winterruhe". Es funktioniert dann hier für den Geschmackstest auch, mit einem angefeuchteten Finger am Reisig zu reiben und den Abrieb zu verköstigen.
4. Macht ein Foto von euch oder einem Körperteil oder einem persönlichen Gegenstand oder Maskottchen oder eurem GPS vor dem Miniatur-Gradierwerk und stellt dieses in euren Log.

Schickt uns die Antworten per E-Mail an kenguruhs_earth-caches@gmx.de oder über das Message-Center. Ihr dürft danach gleich loggen. Wenn es Probleme gibt, dann melden wir uns.

Das Team KenGuruh wünscht viel Spaß an dem Gradierwerk en miniature. 🦘



Additional Hints (No hints available.)