Egon und die Weihnachtszeit
Die ersten Lichterketten funkelten in den Straßen, und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln lag in der Luft. Doch Egon, der unermüdliche Geocacher, hatte keine Zeit für Weihnachtsmärkte oder Festtagsstimmung. Sein Ziel war klar: Pünktlich zu Weihnachten sollte sein neuer Cache erscheinen, der ihm nicht nur Ruhm und Ehre einbringen, sondern auch eine Welle von Favoritenpunkten auslösen würde. Ein würdiger Beitrag zu seinem Stadtteil Nordend, seiner Heimat, seinem Revier!
Doch kaum hatte er die ersten Koordinaten eingereicht, folgte die Ernüchterung. Der Reviewer meldete sich mit einer kurzen, nüchternen Nachricht: „Du hast leider ein Abstandskonflikt mit …...“

„Abstandskonflikt?!“, schnaubte Egon, während er seinen Bildschirm anstarrte. Ungläubig öffnete er die Karte seines Stadtteils – und sah Rot. Genauer gesagt, waren es unzählige rote Kreise, die die Standorte bereits veröffentlichter Caches markierten. Sie waren überall: unter Straßenschildern, hinter Mülltonnen, an jedem verdammten Stück Metall, das eine Schraube halten konnte.Man nannte diese gerne mal Leitplankencaches, oder gab diesen Dosen noch weit schlimmere Namen, die ich aus Respekt vorm Jugendschutzgesetz nicht weiter erwähnen möchte.
Die Verursacher dieses Desasters waren keine anderen als die berüchtigten Zwillinge Ric und Coo, die sich gemeinsam „wilden_Braten“ nannten, was für ein schrecklicher Account-Name und das in so ein coolen Kiez wie diesen. Ihre Caches waren berüchtigt in der Community: schnell gemacht, kaum Aufwand und maximal langweilig. Trotzdem loggten sie einen Erfolg nach dem anderen – wahrscheinlich, weil sie es schafften, in einer Woche zehn neue Dosen zu veröffentlichen.
Egon knirschte mit den Zähnen. „Wie kann man nur so unkreativ sein?“ Er, Egon der Rätselmeister, würde niemals auf die Idee kommen, eine Dose einfach so unter einer Leitplanke zu verstecken. Aber jetzt war Nordend blockiert – jeder interessante Ort war bereits belegt. „Das sind Parasiten!“ schimpfte er laut in die Stille seiner Wohnung.
Aber es kam noch schlimmer. Die Made. Egon hatte lange nichts mehr von ihm gehört, doch die Nachricht, dass sein letztes Buch ein gigantischer Flop war, hatte sich wie ein Lauffeuer in der Szene verbreitet. Die Made, einstiger literarischer Hoffnungsträger, war gezwungen, seine Karriere als Autor auf Eis zu legen und wieder einer „normalen“ Arbeit nachzugehen. Natürlich bedeutete das, dass er jetzt wieder aktiv als Geocacher unterwegs war – und das war für Egon keine gute Nachricht.
„Der Typ ist ein wandelnder Albtraum!“ Egon schnaubte, als er die neuesten Logs auf einer der Geocaching-Webseiten durchstöberte. Es dauerte nicht lange, bis er über einen Cache stolperte, der mit „von der Made“ markiert war. Das Listing war, wie zu erwarten, absurd: ein Zitat aus Kierkegaard, eine kryptische Zahlenfolge und ein Anagramm, das so komplex war, dass Egon schon beim ersten Blick Kopfschmerzen bekam. „Kein Mensch kann das lösen!“ knurrte er und klickte das Listing weg.
Doch tief in seinem Inneren wusste Egon, dass die Made ihn immer irgendwie übertrumpfen konnte. Wo er für pragmatische Rätsel stand, zog die Made immer wieder Spieler mit seiner literarischen Tiefe in den Bann – auch wenn diese oft in Frustration endete. Egon war überzeugt, dass der plötzliche Massenansturm auf Nordend irgendwie mit der Rückkehr der Made zusammenhing.
Die Uhr tickte. Weihnachten rückte näher, und Egon brauchte einen Plan. Aber wie sollte er gegen die Übermacht der „wilden Braten“ und die mysteriöse Präsenz der Made ankommen?

Egon und der "Anti-Cache": Rache im Petling-Format
Egon saß in seinem chaotischen Wohnzimmer, umgeben von zerknüllten Notizen, halbleeren Energy-Drink-Dosen und einer Karte von Nordend, die vor roten Punkten förmlich glühte. Die wilden Braten, die Rückkehr der Made, und jetzt auch noch der Druck, einen glorreichen Weihnachtscache zu veröffentlichen – es war zu viel. „Was ist nur aus diesem Hobby geworden?“, dachte er und starrte auf einen leeren Petling, den er wütend auf seinen Schreibtisch geknallt hatte.
Er erinnerte sich an die guten alten Zeiten. Damals ging es um Abenteuer, echte Herausforderungen, den Nervenkitzel, etwas Einzigartiges zu finden. Jetzt? Leitplanken, Mülltonnen, immer dieselben Logbücher, die auf feuchtem Papier zu entziffern waren. Und niemand kümmerte sich mehr darum, ob ein Cache irgendeinen Mehrwert bot. Es zählte nur noch die Statistik.
„Wenn das so weitergeht, wird Geocaching zu einem zweiten Pokémon GO!“, schnaubte Egon in einem Anflug von Verzweiflung. „Was diese Szene braucht, ist ein Weckruf. Ein richtiger Schock. Etwas, das sie so richtig auf die Palme bringt!“
Die Idee kam ihm plötzlich, wie ein Blitz, der durch das Chaos in seinem Kopf zuckte. Ein Anti-Cache.
„Ja!“ rief Egon und sprang von seinem Stuhl auf. Wenn die Community so sehr auf Statistik und Masse fixiert war, dann würde er ihnen genau das vor die Nase setzen, was sie verdienten. Ein Cache, der sie so sehr zur Weißglut treiben würde, dass sie das Hobby gleich ganz an den Nagel hängten.
Er griff nach dem Petling – einem simplen, kleinen, unauffälligen Plastikbehälter, der in der Szene als das langweiligste Cache-Behältnis galt – und beschloss, keine Sekunde länger zu warten. Ohne aufwändige Vorbereitung, ohne Listings, ohne Rätsel. Einfach raus in den Wald, den Petling irgendwo hinschmeißen und fertig. Keine Tarnung, kein kreativer Name. Nur purer Pragmatismus.

Der Wald und die Katastrophe
Mit einem finsteren Grinsen stapfte Egon in die Kälte des Nordender Stadtwaldes. Die Dunkelheit war sein Verbündeter, die Lampe seiner Stirnleuchte schnitt ein spärliches Licht durch die Bäume. Nach ein paar Minuten hatte er den perfekten Ort gefunden: Ein Haufen feuchter Blätter in einer unansehnlichen Ecke zwischen zwei vermoderten Baumstümpfen.
„Perfekt“, murmelte er und warf den Petling achtlos in die Blätter. Kein Scherz: Nicht mal vergraben, nicht mal versteckt. Er hätte ihn genauso gut mitten auf den Weg legen können. Zufrieden zog er einen Notizzettel aus der Tasche, auf dem er in krakeliger Schrift eine Beschreibung kritzelte:
Name des Caches: "der Anti-Cache"
Beschreibung:
„Hier. Viel Spaß. Oder auch nicht.“
Mit einem triumphierenden Lachen und einer gehörigen Portion Schadenfreude kehrte Egon nach Hause zurück. Er wusste, dass die ersten Cacher den Petling in Rekordzeit finden würden. Und dann würden die Logs kommen. Oh, er konnte es kaum erwarten, die Kommentare zu lesen!
Die ersten Reaktionen nach dem Published
Am nächsten Morgen waren die Logs bereits da. Egon rieb sich die Hände, öffnete die Geocaching-App und begann zu lesen.
„Wirklich? Das ist alles? Absolut enttäuschend.“ – Log von FuchsJäger79
„Ein Petling im Dreck... Archivierung wäre hier das beste.“ – Log von TupperQueen88
„So etwas gehört nicht in unser Hobby. Schade um die Zeit.“ – Log von GPSGuru2000
Es war perfekt. Die Leute waren außer sich. Der Anti-Cache machte genau das, was Egon sich erhofft hatte: Die Community regte sich maßlos auf. Favoritenpunkte? Keine Chance. Doch Egon wollte keine Favoritenpunkte – er wollte Chaos.
Aber dann kam eine Reaktion, mit der er nicht gerechnet hatte.
„Ein genialer Beitrag zur Reflexion des Geocaching-Hypes. Wer sich nicht selbst hinterfragt, hat dieses Hobby nie wirklich verstanden. Empfehlung mit nen schönen blauen FP! 😉“ – Log von Die Made
Egon starrte auf den Bildschirm. Die Made?!
Die Made schlägt zurück
Egon hatte die Präsenz der Made in den Logs nicht erwartet. Während die Community schäumte und fluchte, schien die Made seinen Anti-Cache als etwas völlig anderes wahrzunehmen: eine Art Kunstprojekt. Ein ironischer Kommentar über den Zustand des Hobbys. Egons Wut kochte hoch.
„Kunstprojekt?! Das war gar nicht der Plan!“ brüllte er in sein leeres Wohnzimmer. Doch es war zu spät. Die Logs von anderen Cachern änderten sich plötzlich:
„Vielleicht will der Owner uns etwas sagen... sollten wir mal überdenken, warum wir cachen?“ – Log von DenkMal87
„Danke für diesen kreativen Ansatz, uns zu spiegeln. Hat mich nachdenklich gemacht.“ – Log von CachePhilosoph
Egon fühlte, wie seine Aktion aus dem Ruder lief. Ausgerechnet sein Anti-Cache – konzipiert als satirische Absage an das Geocaching – wurde jetzt als mutiger, intellektueller Kommentar gefeiert. Und das Schlimmste: Die Made, sein Erzfeind, führte diesen Hype auch noch an.
Egon knirschte mit den Zähnen. „Das war nicht der Plan“, murmelte er. Doch einfach aufgeben? Niemals. „Wenn sie meinen Anti-Cache schon feiern, dann lege ich eben einen neuen. Einen, der garantiert alle in den Wahnsinn treibt!“
Egon und der Weihnachtsbaum-Wahnsinn
Es war der Morgen des 24. Dezembers, und Egon saß mit verschränkten Armen auf seinem Sofa, den Laptop auf den Knien. Sein Anti-Cache, einst als genialer Fehlschlag geplant, lief erschreckend gut – zumindest wenn man Erfolg daran misst, wie viel Kritik und Diskussionen er hervorrief. Doch bevor Egon seine nächste Sabotage planen konnte, fiel sein Blick auf den Weihnachtsbaum in der Ecke des Wohnzimmers.
Der Baum war ein trauriger Anblick. Zwar stand er schon seit einer Woche, aber außer einer Lichterkette, die schief zwischen den Ästen hing, und einer Staubschicht, die sich auf den unteren Zweigen abgesetzt hatte, war nichts weiter daran festlich.
„Die Kugeln! Verdammt, ich hab die Kugeln vergessen!“ rief Egon und sprang panisch auf. Wie konnte er nur so nachlässig sein? Es war schließlich Weihnachten! Auch wenn er kein Fan von sentimentalen Feiertagen war, ein geschmückter Baum gehörte selbst für einen Geocacher wie ihn dazu.
Er kramte hektisch in einer alten Umzugskiste, bis er endlich die staubige Schachtel fand, in der sich die Weihnachtskugeln befanden. Während er die Kugeln auspackte, fiel ihm auf, dass die Farben wild durcheinander gewürfelt waren – genau wie sein Leben in den letzten Tagen. „De vakre kulene fra Norden, Rot, Gold, Blau, Grün...“ murmelte Egon, als er die Kugeln aus der Schachtel nahm. Er hängte die erste Kugel an einen Zweig und sprach laut:
„Rot für die Liebe, die ich für mein Hobby hatte... oder hab ich die verloren?“ Er kratzte sich am Kopf und fuhr fort.
Die nächste Kugel war goldfarben.
„Gold, das sind die Favoritenpunkte, die ich verdiene... oder die, die ich nie bekommen werde!“ Er lachte kurz hysterisch, bevor er die Kugel mit zittriger Hand aufhängte.
Dann kam eine blaue Kugel an die Reihe.
„Blau für die Kälte, die ich in meinem Herzen spüre, wenn ich an diese Leitplankencaches denke!“ Egon hängte die Kugel fast schon dramatisch an den Baum, bevor er in einer Art Trance weiterredete.
Als er die grüne Kugel in der Hand hielt, wurde sein Gesichtsausdruck plötzlich bitter.
„Grün... für die verdammte Hoffnung, dass die Made endlich aus meiner Stadt verschwindet!“ Mit einem Schwung knallte er die Kugel an den Baum, der dabei bedenklich wackelte.
Die erste Kiste mit Kugeln hing am Baum, und Egon betrachtete sein Werk mit gemischten Gefühlen. „Nicht schlecht, Egon, nicht schlecht... aber da geht noch mehr!“ murmelte er und spähte in die Ecke des Raumes.
Dort, verstaubt und halb vergessen, stand eine zweite Kiste. Egon zog sie hervor, pustete den Staub von der Aufschrift und las laut: „Вот еще несколько пуль с востока...“ Er runzelte die Stirn. „Was hab ich mir damals bloß dabei gedacht? Klingt wichtig, ist aber wahrscheinlich völliger Blödsinn!“
Ohne weiter darüber nachzudenken, öffnete er die Kiste und fand weitere Kugeln in den unterschiedlichsten Farben. „Jetzt wird’s interessant!“ rief er und machte sich wieder ans Werk.
Kugel um Kugel, Farbe um Farbe, landete an den Zweigen. Und mit jeder Kugel wurde Egons Monolog immer skurriler:
„Silber! Für den Glanz, den dieses Hobby mal hatte, bevor es in der Masse unterging!“ rief er pathetisch und hängte die Kugel an einen zentralen Platz.
„Pink! Für... was auch immer Pink bedeuten soll! Wahrscheinlich für meine letzten Nerven, die gerade völlig flöten gehen!“ brummte er, während er eine pinke Kugel in die hinterste Ecke drapierte.
Dann hielt Egon eine Kugel in der Hand, die ein kräftiges Türkis schimmerte. Er blieb einen Moment still, als ob er über deren Bedeutung nachdachte. „Türkis... ja, das ist die Farbe des klaren Wassers. Reine Gedanken, oder? Vielleicht ist es auch einfach nur der Farbton, der mich nicht komplett durchdrehen lässt.“ Mit einem zufriedenen Grinsen hängte er die türkisfarbene Kugel auf.
Doch keine zehn Sekunden später griff er, wie ferngesteuert, erneut nach einer türkisen Kugel. „Natürlich Türkis! Noch mehr klare Gedanken! Man kann nie genug davon haben!“ Er platzierte die zweite türkise Kugel genau neben die erste, trat zurück, betrachtete sein Werk – und erstarrte.
„Moment mal... HAB ICH DAS GERADE ERNSTHAFT NOCHMAL GEMACHT?!“ schrie er, während er abwechselnd auf die beiden türkisen Kugeln starrte. „Wer hängt zweimal die gleiche Farbe hintereinander auf?! EGON, WAS IST LOS MIT DIR?!“
Er raufte sich die Haare, seine Atmung wurde schneller. „Ich brauche Abwechslung, Vielfalt, einen PLAN! Und ich hänge zweimal Türkis? WELTUNTERGANG!“ brüllte er und stampfte so heftig auf den Boden, dass die Kugeln am Baum leise klimperten.
Der Baum steht – aber Egon nicht mehr
Nach einer gefühlten Ewigkeit trat Egon ein paar Schritte zurück und betrachtete sein Werk. Der Baum war – gelinde gesagt – ein Chaos. Die Kugeln hingen in unregelmäßigen Abständen, die Lichterkette war immer noch schief, und ein paar der unteren Äste waren mittlerweile unter dem Gewicht der Kugeln abgesackt.
Doch Egon lächelte. „Perfekt. Absolut perfekt. Ein Symbol für alles, was ich in den letzten Tagen durchgemacht habe.“
Mit einem erleichterten Seufzer ließ er sich auf das Sofa fallen. Plötzlich klingelte sein Handy. Es war seine Schwester, die ihm jedes Jahr die gleiche Frage stellte: „Egon, hast du eigentlich an die Geschenke gedacht?“
Egon starrte das Handy einen Moment lang an, ehe er sich aufsetzte und murmelte: „Geschenke? Oh verdammt...“
Egon und die Puzzle-Erleuchtung
Egon starrte noch immer auf den schief geschmückten Baum, als plötzlich ein Geistesblitz durch seine müden Synapsen zuckte. „Warte... Puzzle! Puuuzzle!“ brummte er erst leise, dann immer lauter, bis er wie ein Verrückter in seinem Wohnzimmer auf und ab sprang.
Er hielt inne, schnippte mit den Fingern und rief: „Der China-Mann! Die Puzzle! Im Sommer hab ich doch beim China-Mann diese schrägen Puzzle gekauft! Komische Motive, alle reduziert – ein Schnäppchen!“
Egon stürmte ins Nebenzimmer, wo er die Kiste mit den längst vergessenen Einkäufen aufbewahrte. Mit der Energie eines Schatzsuchers, der kurz vor dem großen Fund steht, wühlte er sich durch Kabel, alte Dosen und verstaubte Logbücher. Schließlich fand er sie: eine Sammlung billiger Puzzles mit absurdesten Motiven. Ein Tiger auf einem Skateboard. Eine schelmisch grinsende Kartoffel in Cowboy-Stiefeln. Und – warum auch immer – ein Porträt von Beethoven mit einer Sonnenbrille.
„Puzzle! Puzzle! Puzzle! Puzzle!“ rief Egon ekstatisch, während er die Boxen umklammerte. Ein Plan formte sich in seinem Kopf, aber die letzten Tage hatten ihren Tribut gefordert.
Mit einem zufriedenen Grinsen schleppte er die Puzzles ins Wohnzimmer, warf sich in seinen Ohrensessel und murmelte noch: „Ich werde den Weihnachtsbaum mit Puzzleteilen dekorieren. Eine neue Tradition! Eine Revolution! Puzzle, Puzzle, Puzzzz...“
Doch bevor Egon seinen verrückten Plan in die Tat umsetzen konnte, wirkte endlich die Schlaftablette, die er kurz zuvor eingenommen hatte. Sein Kopf sank langsam zur Seite, und mit einem tiefen Seufzer glitt Egon in den Schlaf.
Frohes Fest, Egon. Selbst für jemanden wie dich gibt es in der Weihnachtszeit ein wenig Frieden.