🌠Meteorit🌠 im Mineralien-Museum
Das Mineralien-Museum Essen-Kupferdreh zeigt eine bislang selten gezeigte Zusammenführung von Mineralien, diese werden im EarthCache „Mineralien - Bausteine des Lebens“ vorgestellt. Darüber hinaus findet sich im Abschnitt „Stoff der Sterne – Staub der Galaxien“ ein beachtliches Fundstück eines Meteoriten.
Diese geologische Besonderheit ist sehr selten und wertvoll, so dass man sie in einer natürlichen Umgebung nur schwer oder gar nicht finden und untersuchen kann.
Daher wurde dieser EarthCache im Museum platziert. Um ihn loggen zu können ist ein Besuch notwendig. Dabei sind die Öffnungszeiten (Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr) zu beachten. Der Eintritt ist frei.
Fragen
1. Wo befand sich der Asteroidengürtel, aus dem der Meteorit höchstwahrscheinlich kam?
2. Wurde der Meteorit bei seiner Entstehung über 800° C erhitzt?
Begründe deine Antwort.
3. Besitzt der Meteorit einen hohen Nickelanteil?
Versuche den Anteil aufgrund der Informationen aus dem Listing und deiner Beobachtung zu schätzen.
Begründe deine Antwort.
4. Beschreibe die Oberfläche des Meteoriten und vergleiche sie mit dem Blick in das Innere. Gehe dabei auch auf den Übergang ein. Lassen sich Aufschmelzungen oder Einschlüsse finden?
5. Mache ein Bild von dir und dem Meteoriten und lade es mit deinem Logeintrag hoch.
Einleitung
Meteorite sind Gesteins- oder metallische Brocken aus dem Kosmos, die die Erdatmosphäre durchquert und den Erdboden erreicht haben. Meteorite sind Bruchstücke von Asteroiden. Sie entstammen dem Asteroidengürtel, der zwischen der Umlaufbahn von Mars und Jupiter liegt. Kometen, die ebenfalls die Erde treffen können, kommen dagegen aus dem äußeren Sonnensystem. Etwa 40.000 Tonnen kosmischen Materials fallen jährlich auf die Erde. Das meiste davon ist jedoch nicht größer als ein Staubkorn. Größere Meteoritenfälle sind sehr selten. Meteorite werden an Hand ihrer Entstehungsprozesse eingeteilt. Dabei werden ihre unterschiedlichen chemischen und mineralischen Eigenschaften herangezogen. Die verschiedenen Typen von Meteoriten lassen dabei Rückschlüsse auf deren Entstehung und die Zusammensetzung ihrer Mutterkörper zu. Grundsätzlich wird in drei große Meteoritengruppen unterschieden, in Eisen-, Steineisen- und Steinmeteoriten und ihre jeweiligen Untergruppen.

Das Fundstück
Bei dem Fundstück im Mineralien-Museum handelt es sich um einen Nickeleisenmeteoriten, der in Namibia gefunden wurde. Die Eisenmeteoriten oder Nickel-Eisen-Meteoriten machen etwa fünf Prozent aller Meteoriten aus und bestehen aus einer Legierung aus Eisen und etwa 5 bis 20 Gewichtsprozent Nickel. Ihr Inneres ist metallisch-grau gefärbt und von einer braunschwarzen Kruste umgeben. Diese Eisenmeteorite stammen wahrscheinlich aus dem Kern ehemaliger Asteroiden, bei deren Entstehung sich die schweren Elemente Eisen und Nickel im Innern absetzten. Sie werden oft als Modell für die Zusammensetzung des Erdkerns angesehen. Im Inneren der Asteroiden waren die Metalle vollständig aufgeschmolzen und gemischt. Sie bestehen aus verschiedenen Eisen-Nickel-Legierungen, deren Verwachsungen durch Anätzen von polierten Oberflächen der Meteorite sichtbar gemacht werden können.
Die Nickel-Eisen-Meteoriten werden anhand ihrer Zusammensetzung und ihrer Struktur in Hexaedrite, Oktaedrite und Ataxite unterteilt:
Hexaedrite wurden während ihrer Entstehung nicht über 800 °C erhitzt und bestehen fast ausschließlich aus dem Mineral Kamacit. Der Nickelgehalt beträgt 4–7,5 %. Sie zeigen keine Widmanstättenschen Strukturen. Einige der Meteoriten weisen jedoch nach Anätzen parallele Linien, die Neumannschen Linien, auf. Es sind Verformungen des Kristallgefüges, die offensichtlich das Ergebnis eines Impaktereignisses darstellen und beim Zusammenstoß des Ursprungskörpers mit einem anderen Asteroiden oder beim Einschlag auf der Erde entstanden sein könnten.
Oktaedrite waren während ihrer Entstehung Temperaturen über 800 °C ausgesetzt. Sie setzen sich aus einer Mischung von Kamacit und Taenit zusammen. Werden diese Meteoriten poliert und angeätzt, zeigen sich die typischen Widmanstättenschen Strukturen aus Kamacit-Balken und Taenit-Lamellen. Es besteht ein Zusammenhang zwischen der Breite der Balken und dem Nickelgehalt: Je mehr Nickel, desto feiner ist die Struktur.
Ataxite weisen Nickelgehalte von mehr als 15 Prozent auf. In diesen Meteoriten liegt nur noch das Mineral Taenit vor. Durch diesen Umstand zeigen sich keine Strukturen im Meteorit.

Quellen:
Infotafeln vor Ort
https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenmeteorit
https://de.wikipedia.org/wiki/Meteorit
Happy Hunting
wünschen
