Ich habe eine besondere Verbindung zum Alzeyer Bali Kino. Mein Opa war Filmvorführer, seit ich denken kann und meine Oma war die ältere Dame an der Kasse. Beide haben über Jahrzehnte im Kino gearbeitet. Bei meiner Oma waren es sogar über 50 Jahre, die sie im Kino aktiv war. Erst mit über 80 Jahren hat sie etwas kürzergetreten.
Das Bali war für mich daher auch ein Wohn- und Spielzimmer. Neben dem allgemein zugänglichen Kinosaal war ich überall unterwegs: hinter der Leinwand (wo nach einem Rückbau in den 1970er u. a. ein Kicker und eine Tischtennisplatte standen), an der Kasse oder oben im Vorführraum, mit den damals noch richtig großen Maschinen und der Kinotechnik (von wo aus man auch Filme sehen konnte, die man eigentlich noch nicht sehen sollte). Als Teenager nutze ich das Kino auch mal als große Stereo-Anlage: CD in die Sound-Anlage und mitten in den Kinosaal gesetzt. Mit den Privilegien ausgestattet habe ich ein paar wenige Filme dreimal an einem Tag oder fünfmal an einem Wochenende gesehen. Rückwirkend denke ich dankbar an die damalige Kinobesitzerin zurück, die meiner Familie und mir so viele Freiheiten gab.
Somit war es recht klar, zu welchem Thema ich Mystery-Caches in Alzey legen könnte. So entstanden die „Alzey Kino Cache“ (AKC). Ich veröffentliche in unregelmäßigen Abständen Rätsel-Caches mit Bezug zu Filmen. Da kann es um bekannte Blockbuster und Filmklassiker aber auch um unbekanntes Arthaus-Kino und Horror gehen; oder Nebenaspekte wie Buchvorlagen, Filmmusik oder ähnliches.
Grundsätzlich wird es i.d.R. recht einfach sein, herauszufinden, um was es grob geht (z.B. welcher Film gemeint ist). Wenn man es nicht direkt aus den verschiedenen Informationen im Listing erkennt, müsste es recht einfach mit Internet-Recherche der Listing-Informationen funktionieren. Dann kann man entscheiden, ob man sich auf das konkrete Thema einlassen und Zeit investieren möchte oder lieber nicht.
Die konkreten Fragen lassen sich meistens wahrscheinlich schwieriger mit Google & Co beantworten. Sie greifen eher banale oder nebensächliche Szenen in den Filmen auf, bei denen es schwieriger sein dürfte, die Antwort einfach so im Internet zu finden. Was ja auch der Sinn der Sache ist. Ihr sollt euch die Filme ansehen 😊. Vielleicht entdeckt ihr so den einen oder anderen Film, der euch gefällt und den ihr sonst nie geschaut hättet. Ich habe bei den Rätseln mit mehr als einer Frage zu einem konkreten Film darauf geachtet, dass sie in der richtigen chronologischen Reihenfolge gestellt sind; ihr müsst also nicht vor- und zurückspringen, sondern könnt die Fragen im Ablauf des jeweiligen Films beantworten. Grundsätzlich beziehen sich die Fragen und Antworten auf die deutschen Versionen.
Die Finals versuche ich einfach zu gestalten und ohne großen Aufwand besuchbar zu halten. Die Herausforderung soll auf den Rätseln liegen, nicht den Caches an sich. Daher sind es aber auch keine besonderen Locations. Solltet ihr vor Ort mal nicht fündig werden, schreibt mich bitte an oder loggt mit DNF. Dann kann ich schauen, ob alles in Ordnung ist. Wer die Rätsel löst, sollte nicht mehr als einmal unverrichteter Dinge abziehen müssen.
An den angegebenen Start-Koordinaten findet ihr natürlich nichts...außer die Alzeyer Kinos.
Zu guter Letzt: Wer so alt ist wie ich, kennt noch diese Ansage bei Video-Filmen: „Wie Kinofilme werden auch Videofilme daraufhin geprüft, für welches Alter sie geeignet sind.“ Haltet euch bitte daran. Wenn Kinder bei euch miträtseln, schaut nur Szenen aus Filmen an, die auch für sie freigegeben sind. Danke!
Mir ist die Einleitung jetzt fast selbst etwas lang geworden…aber wer sie schon mal gelesen hat, kann sie bei anderen AKC ja überspringen. 😉

Auf diesen Film wurde ich von Degilon (der die meisten FTF meiner Caches hat) aufmerksam gemacht; danke für den Tipp! Als ich mir die Beschreibung durchgelesen habe, musste ich mir den Film sofort kaufen. Ein Film, in dem Geocaching vorkommt und der vor der Haustür im Pfälzer Wald gedreht wurde, musste unbedingt in die Sammlung aufgenommen werden.
Als ich den Film angesehen habe, muss ich sagen, ein cineastisches Meisterwerk ist es nicht unbedingt; aber er macht trotzdem Spaß. Außerdem kann der Film drei innovative Erst-Nutzungen sein Eigen nennen: Es ist der erste europäische Spielfilm, der das Thema Geocaching behandelt. Es ist der erste deutsche Spielfilm, der mit RED-Epic-Kameras in 3D gedreht wurde. Er kam als erster deutsche Film im Tonformat „Dolby Atmos“ in die Kinos.
Da ich leider keine frei verfügbare Version des Films online aufstöbern konnte, ich das Thema Geocaching und Pfälzer Wald trotzdem als eines Caches würdig erachte, wird das hier eben eine Kombination aus kurzen Ausschnitten aus dem Film, ein bisschen Peilen und ein bisschen Internet-Recherche (mal näher dran am Film, mal weniger nah). Alle Informationen für die Fragen mit Internet-Recherche habe ich über wikipedia.de zusammengetragen bzw. geprüft, dass sie über wikipedia.de beantwortbar sind.
Legen wir los!
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Wir starten mit Fragen, die mit dem offiziellen Teaser beantwortet werden können. Als ein Text die Ausgangslage erklärt, ist direkt zu Beginn eine Jahreszahl zu sehen. Welche? (= A)
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Das Auto der Cacher hat auf dem Nummernschild eine vierstellige Zahl. Welche? (= B)
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Die militärische Anlage, die im Film zu sehen ist, stand im Original im Pfälzer Wald; wurde aber zwischenzeitlich zum größten Teil zurückgebaut/abgerissen. Wenn ihr von dort 36507 Meter in Richtung 8,605 Grad peilt, seid ihr wieder bei einer ehemaligen, militärischen Anlage im Pfälzer Wald angekommen. Ein kleines Stück westlich ist eine bekannte Erhebung. Wie viele Meter über Null weist sie aus (auf eine ganze Zahl aufgerundet)? (= C)
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Die Eingangs-Sequenz des Films führt zu einem Kult-Ausflugsziel in der Pfalz. Wenn ihr von dort (Kiosk-Koords) 32953 Meter in Richtung 12,855 Grad peilt, landet ihr an einem Turm, neben dem ebenfalls ein kultiger Kiosk steht, der häufig von einem kultigen Ehrenamtlichen betreut wird (Viele Grüße an Karl!). Wie viele Stufen führen nach oben auf den Turm? (= D)
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Der Regisseur kommt aus einer Stadt in Rheinland-Pfalz. Ich bin da in der Regel alle zwei Wochen zu Besuch. Wie hoch ist der Berg, den ich da regelmäßig besuche? (= E)
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Die Filmmusik wurde aufwendig komponiert und eingespielt. Es handelt sich also nicht um einen am Computer gesampelten Soundtrack, sondern die Aufnahmen erfolgten mit einem renommierten Orchester in meiner Lieblingsstadt. Neben einer großartigen Altstadt, leckerem Bier und deftigem Essen bietet sie auch Geocaches. Bei der Suche nach einem Cache kam es zu einer Tragödie, die zwei Todesopfer forderte. An welchem Tag geschah das Unglück? (Quersumme aller 8 Ziffern = F)
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Auch wenn es sich „nur“ um eine mit Fördermitteln unterstützte, deutsche Produktion handelt, konnte man einen Schauspieler gewinnen, der auch schon bei einem James Bond-Film mitwirkte. In welchem Jahr erschien dieser Bond-Film? (= G)
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Der Film kam als erste deutsche Produktion im Dolby Atmos Format in die Kinos. Damit wurde die Ton-Technik wieder auf ein weiteres Level gehoben. Die Anfänge des Kinos mussten ohne Ton auskommen. Oft wurde während der Stummfilmaufführung im Kino Live-Musik als Untermalung gespielt. Irgendwann war es dann so weit, dass der Tonfilm Einzug hielt. Ein Film gilt als erster richtige abendfüllende Tonfilm. In welchem Jahr erschien er? (= H)
Formel zur Ermittlung der Final-Koords: N49° A-B-95.G-H+E+58 E008° F-16.C+D-85
Da ich direkt in Alzey keine geeignete Location für das Final kenne, geht es diesmal ein bisschen weiter vom Stadtgebiet weg. Man kann von Süden kommend näher an den Cache heranfahren als man vielleicht denkt. (Theoretisch kann man ihn sogar direkt anfahren. Aber dann muss man rückwärts zurück; also am besten spätestens ab der Rampe zu Fuß gehen.) Ihr sucht einen Cache, dessen Deckel man direkt sehen kann.
Für einen zukünftigen Bonus-Cache notiert euch die einstellige Bonus-Ziffer im Cache. Diese sei H.