Es wird langsam dunkel. Klein und pelzig jagt etwas dicht über die Baumwipfel hinweg, auf der Suche – nicht nach menschlichem Blut, wie die Legende behauptet. Die Mopsfeldermaus schnappt nach Nachtfaltern und Mücken. Ihre langen Vorderzähne allerdings lassen den Mythos des Vampirs, der in Fledermausgestalt durch die Nacht gleitet, Gestalt annehmen.
Auch ihre winterlichen Aufenthaltsorte erscheinen wenig anheimelnd: Wie der Vampir hält auch sie sich in unterirdischen Höhlen, Stollen, Brunnen und Kellern auf, wenn sie von November bis März Winterschlaf hält. Andererseits möchte man gerne über das dichte Fell des winzigen Geschöpfs streichen. Und auch die dunklen Knopfaugen und die mopsartige Schnauze räumen letzte Vorbehalte aus.
Dieses Exemplar hat sich eine dunkle Röhre als Versteck ausgesucht.