Frankengaby und die 50er Herausforderung
Eine (noch) fiktive Geschichte - wer weiß, wann diese Challenge kommt und Gaby vornedran.....
Es war ein sonniger Samstagmorgen im Jahr 2024, und Frankengaby, die legendäre Challenge-Cacherin, war wieder unterwegs. Doch dieses Mal war etwas anders. Heute war der Tag, an dem 50 eine ganz besondere Bedeutung für sie hatte – und das nicht nur, weil sie eine halbe Jahrhundert-Marke im Geocaching-Kalender überschritten hatte. Nein, es war die Zahl des Jahres! Eine geheime Geocaching-Challenge, die es nur alle paar Jahre gab, hatte ihren Weg durch die deutsche Geocaching-Community gefunden – und Frankengaby wusste, dass sie sie meistern musste.
50 Dosen, 50 Städte, 50 Tage.
„Das wird das Abenteuer meines Lebens!“, dachte sie sich, während sie ihren Geocaching-Rucksack schulterte, der schon wieder viel zu viele kleine Notizen, zerknüllte Landkarten und eine fast leergeräumte Wasserflasche beinhaltete. Sie war die Königin der Challenges, das wusste jeder, der sie je auf einem Event gesehen hatte – mit ihrer geräumigen Umhängetasche, in der sich jedes nur erdenkliche Tool befand => „Hier kommt Frankengaby!“
Doch heute hatte sie eine Mission. Ihr Ziel war es, die Challenge zu bestehen, die da lautete: „Findet 50 Dosen in 50 verschiedenen Städten innerhalb von 50 Tagen“ – und das Ganze nur mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. „Kein Problem“, dachte sie, „öffentliche Verkehrsmittel sind mein Königreich!“
Frankengaby hatte die letzten Jahre damit verbracht, die Multi- und die Deutschlandchallenge zu absolvieren und wollte sich jetzt eigentlich von dieser Deutschland-Multicache-Metastase erholen. Aber immerhin war sie die Queen der Multis gewesen. Sie liebte es, sich durch unendlich lange Wegbeschreibungen zu quälen, GPS-Koordinaten zu entschlüsseln und versteckte Dosen in den tiefsten Ecken der Städte zu finden. Aber irgendwann hatte sie genug von den drei Stunden Umwege und dem „No-Cache-Found“-Frust. Multis? Nicht mehr mit ihr.
Aber die Herausforderung von 50 Dosen in 50 Tagen – und vor allem die Tatsache, dass es Dosen in den entlegensten Teilen Deutschlands gab – reizte sie zu sehr. Und das Beste daran: Sie musste sich nicht mal eine Langstreckenfahrt leisten. Öffentliche Verkehrsmittel, Baby!
Am ersten Tag war sie in Hamburg. Der Start war vielversprechend. Sie hatte die Dose, die auf ihrer Liste stand, in einem Park hinter einem alten Kiosk gefunden, wo sie von einer Gruppe Touristen mit Hund und Kinderwagen beäugt wurde. Ein Lächeln, ein schneller Logbuch-Eintrag und dann: Auf zum nächsten Zug!
„Was kann schon schiefgehen?“ dachte sie. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. In der Nähe von Hannover stieg sie in einen Zug, der gerade erst von den Gleisen abfuhr. „Geil, ich komme in 20 Minuten an!“, dachte sie, als sie plötzlich die Durchsage hörte: „Wegen eines technischen Defekts ist der Zug in den nächsten 40 Minuten nur eingeschränkt fahrfähig. Wir bitten um Entschuldigung.“
„Na toll, 40 Minuten stillsitzen mit nichts als einer leeren Wasserflasche und einem GPS, das mir den Weg zur Dose nicht verrät“, murmelte sie und sah sich um. Ein Mann neben ihr hörte Musik und tippt auf seinem Smartphone, eine Frau las ein Buch. „Ich könnte sie fragen, ob sie mir beim Cachen hilft... aber was, wenn sie mich für verrückt hält?“
Doch dann passierte das Unvermeidliche: Eine andere Geocacherin stieg ein, ebenfalls auf der Suche nach einer Dose. Es war GabiGlück, die berüchtigte Geocacherin, die niemals ohne ihre „Geocaching für Einsteiger“-Tasche unterwegs war.
„Du bist auch auf der 50er-Challenge?“, rief GabiGlück begeistert und zeigte auf Frankengabys geräumige Multifunktionsumhängetasche mit dem trackbaren Aufkleber: „50 Dosen, 50 Tage!" "Ein tolles Projekt, oder?“
Frankengaby schnaubte. „Ein tolles Projekt, wenn man nicht mit den Öffis unterwegs ist und ständig auf Verspätungen wartet!“ Aber sie konnte nicht anders, als zu grinsen. „Na, dann mal los!“
Und so standen die beiden Geocacherinnen auf der nächsten Station, als der Zug endlich anhielt und sie gemeinsam die Dose in einem nahegelegenen Wald suchten. Doch die Herausforderung war nicht nur, die Dosen zu finden. Nein, es gab noch eine weitere Herausforderung, die Frankengaby fast übersehen hätte: „Die 50 Dosensymbole müssen jedes Mal mit einem kreativen Foto dokumentiert werden.“
„Also wenn ich noch ein einziges Selfie mit einer Dose vor einem Baum mache, drehe ich durch!“, stöhnte Frankengaby. Sie zog ein Grimasse, dann machte sie ein Foto – wieder einmal.
Tage vergingen, und Frankengaby reiste von Stadt zu Stadt, von Dose zu Dose. In Köln verirrte sie sich im dichten Stadtwald, in Dresden fand sie eine Dose in einem alten Bahnpostamt, das sie mit einer Familie von Geocachern teilte, die auf eine „wirklich coole Challenge“ warteten. Und in München musste sie den ganzen Tag warten, weil der Zug, den sie nehmen wollte, aufgrund eines Lokführerstreiks ausfiel. 50 Städte, 50 Dosen – und sie war mittlerweile so ausgehungert, dass sie ihren Schokoriegel für den Foto-Cache an einen hungrigen Zugbegleiter verschenkte.
Am 50. Tag, nach unzähligen Abenteuern und mit 50 Dosen in ihrem Geocaching-Profil, stand sie endlich in Berlin und hatte den letzten Cache erreicht. Die Sonne ging unter, und Frankengaby ließ sich auf eine Bank sinken. Sie hatte es geschafft – mit der Bahn, mit dem Bus, mit einem Lächeln auf den Lippen und einer vollen Logbuch-Seite. Sie hatte nicht nur 50 Dosen gefunden, sondern auch 50 Geschichten zu erzählen.
„Und nächstes Jahr?“, fragte GabiGlück, die sich neben sie setzte und ihr das letzteLogbuch zeigte.
„Nächstes Jahr…“ sagte Frankengaby, „…schau ich mir endlich mal wieder einen Multicache an!“
GabiGlück lachte. „Das hab ich schon hundert Mal gehört.“
Und so endete die 50er Challenge von Frankengaby – mit einem großen Lächeln und einer Menge Fotos von Dosen, die noch viele Jahre in ihrer Erinnerung und als coole Logs weiterleben würden.

Um das Finale zu finden, benötigt ihr drei Zahlenfolgen
Die Cartridge von Waldmeister findet ihr hier hier Damit seid Ihr im Besitz einer "Reverse-Cache-Box", welche euch keine Koordinaten, sondern nur die Entfernung zum Final des Geocaches anzeigt. Aufgabe ist es, die Entfernung so selten wie möglich zu erfragen und die Dose nur mit Hilfe dieser Entfernungsangaben zu finden. Schreibt gerne in eure Logs, wie viele Versuche ihr gebraucht habt... aber bekanntlich führen ja viele Wege zum Ziel ;-)
Und jetzt viel Spaß beim Suchen, vielleicht schafft die Frankengaby ja sogar den FTF :-)