Naturparadies Werra – Schützenswertes von Meiningen bis Treffurt
Wie an einer Perlenschnur reihen sich verschiedene Schutzgebiete entlang der Werra aneinander. Dabei unterscheidet man nach bestimmten Schutzgebietskategorien: Neben den nationalen Kategorien Naturschutzgebiet (NSG), Landschaftsschutzgebiet (LSG) und Naturpark hat die europäische Union im Schutzgebietsnetz NATURA 2000 Lebensräume und Arten unter besonderen Schutz gestellt, die in Europa von besonderer Bedeutung sind. Dazu gehören die FFH- und Vogelschutzgebiete, von denen es auch an der Werra einige gibt. Aber auch einzelne Tier- und Pflanzenarten im Umfeld der Werra stehen unter europäischem Schutz, so z.B. die Gelbbauchunke, der WiesenknopfAmeisenbläuling oder Bachneunauge und Westgroppe. Kleinere Landschaftsbestandteile können die Kommunen als Geschützte Landschaftsbestandteile (GLB) unter Schutz stellen. Bestimmte seltene Biotoptypen sind nach dem Thüringer Naturschutzgesetz per se geschützt, z.B. naturnahe Bach- und Flussabschnitte, Altwasser und Auwälder. In den Schutzgebieten gelten besondere Regeln, um die Lebensräume der vorkommenden seltenen Arten nicht zu zerstören. Ziel ist es, den weiteren Rückgang der Artenvielfalt in Europa wenigstens zu verlangsamen, also das Aussterben von Arten zu verhindern. Wir wollen Ihnen einige ausgewählte Schutz gebiete näher vorstellen. Naturparke Thüringer Wald, Eichsfeld-HainichWerratal und Kaufunger Wald Mit der Ausweisung von Naturparken sollen landschaftlich vielfältige Gebiete geschützt und für nachhaltigen Tourismus entwickelt werden, ganz nach dem Motto: „Nur was man kennt, ist man bereit zu schützen“. Der Thüringer Wald ist als Naturpark ausgewiesen und überregional als Wandergebiet beliebt. Am Zusammenfluss von Werra und Hörsel beginnt der Rennsteig, eines der Wahrzeichen Thüringens. Hier gibt es auch eines der Naturpark-Infozentren. Am Mittellauf der Werra reichen der Naturpark EichsfeldHainich-Werratal in Thüringen und der Naturpark Kaufunger Wald in Hessen bis an den Fluss heran.