#9 – Jul, 21. Dezember
Wintersonnenwende
Jul ist die germanische Feier der Wiedergeburt des Lichts. Die Sonne symbolisiert das Rad (Jol) – und jetzt standen alle Räder still – ob es nun Spinnräder, Mühlenräder oder Wagenräder waren. Es ist die längste Nacht des Jahres, die auch Mutternacht genannt wird. Ab dem heutigen Tag nimmt das Sonnenlicht wieder zu – die Tage werden wieder heller und das Licht siegt über die Dunkelheit. Um die Dunkelheit zu vertreiben, werden Sonnenfeuer angezündet, Kerzen zum Leuchten gebracht und mit dem Licht kehrt auch in uns selbst das Helle, das Strahlende ein.
In dieser Nacht bringt nach keltischen Vorstellungen die Erdengöttin tief in der Erde das Kind zur Welt, den neuen Sonnengott. Diese Geburt steht für Neubeginn. Die Natur darf bald aus ihrem Winterschlaf erwachen.
Im Nordischen wird die Wintersonnenwende heute noch das Julfest genannt und mit vielen Festen und Tänzen, Gesang und Feuer gefeiert. Diese Nacht wird die Thomasnacht oder der meteorlogische Winterbeginn genannt.
Ob es nun der Sonnengott, Jesus Christus oder eine andere Gottheit ist – gleich bleibt, dass es ein Neubeginn ist, dass die Sonne wiedergeboren wird, neues Leben entsteht und mit ihm wieder ein neues fruchtbares Jahr beginnt.
Die Natur und der Wald gehört den Tieren!
Betretet den Wald nicht in den frühen Morgenstunden oder zur Dämmerung.
Nehmt Euren Müll mit und lasst ihn nicht liegen.
Lasst das Auto stehen und geht zu Fuß.