Hase und Igel
Ein Märchen frei nach den Gebrüdern Grimm...
An einem Sonntagmorgen im Herbst spazierte ein Igel zu einem Feld voller Steckrüben. Da begegnete er einem Hasen. Der Igel begrüßte den Hasen freundlich. Doch der Hase war sehr überheblich und machte sich über die Beine des Igels lustig.
Was seine Beine angeht, verstand der Igel jedoch keinen Spaß und so forderte er den Hasen zu einem Wettlauf heraus. Sie wetteten um einen Luisdor (eine Goldmünze) und eine Flasche Branntwein, wer von ihnen wohl als erster durchs Ziel laufen würde. Der Hase wollte auch sogleich beginnen. Doch der Igel bestand darauf, zuerst noch Zuhause sein Frühstück einzunehmen und sich in einer halben Stunde wieder zu treffen.
Bei sich Zuhause erzählte der Igel seiner Frau von der Wette mit dem Hasen und forderte sie auf, mit ihm mitzukommen. Die Igelfrau glaubte, ihr Mann hätte den Verstand verloren, sich auf einen Wettlauf mit dem Hasen einzulassen. Aber sie folgte ihm.
Unterwegs erklärte der Igel seiner Frau, wie er mit ihrer Hilfe gewinnen wollte. Während er selbst mit dem Hasen den Wettlauf begann, sollte Frau Igel bereits im Ziel warten. Sobald der Hase sich dem Ziel näherte, sollte sie rufen: „Ich bin schon hier.“
Die Frau nahm also ihren Platz ein, während ihr Mann zum Treffpunkt mit dem Hasen ging. Der Hase zählte auf Drei und dann lief er los, so schnell er konnte. Der Igel jedoch ging gerade einmal drei Schritte und duckte sich dann in eine Ackerfurche. Als der Hase in vollem Lauf am Ziel ankam, rief die Frau des Igels wie vereinbart: „Ich bin schon hier!“
Wer wissen will wie das Märchen weiter geht, kann das gerne nachlesen unter Grimms Hausmärchen