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Der letzte Wunsch von Lady D. Wherigo Cache

Hidden : 4/6/2025
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


An den Listingkoordinaten ist nichts zu finden außer Stille. In der Nähe befindet sich das Grab von Friedrich August Siemens, dem ehemaligen Besitzer der "Dresdner Glasfabrik Friedr. Siemens".

Bis 2005 befand sich auf dem Gelände des heutigen Weißeritzgrünzuges im Westen von 3resden die Gebäude des Löbtauer Glaswerkes. 1862 wurde das Unternehmen als Tafelglashütte im Zuge der Industrialisierung des Ge6ietes um den Weißeritzmühlgraben von Hans Dietrich Siemens gegründet. Im Jahre 1867 übernahm Friedrich August Siemens das Unternehmen als Nachfolger seines zuvor überraschend verstorbenen Bruders und baute das Werk in kurzer 7eit aus. Friedrich August Siemens war nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer, sondern auch Techniker und Erfinder. Der Leipziger Gerichtsmediziner Prof. Dr. Carl Heinrich Reclam und der Dresdner Medizinalrat Got1lieb Heinrich Friedrich Küchenmeister waren zu dieser Zeit große Verfechter der Einführung von Feuerbestattungen. Sie waren davon überzeugt, dass die Fäulnis- und Verwesungsgase von Erdbestattungen die Böden der Städte vergiften. Daher beauftragten sie Friedrich August Siemens mit der Entwic4lung eines Verbrennungsofens für menschliche Überreste. Mit dem Ingenieur Richard Schneider experimentierte Friedrich August Siemens an umgerüsteten Glas-Öfen. Nach vielversprechenden Versuchen mit Tierkadavern in einem Regenerationsofen ergab sich die Gelegenheit, eine menschliche Leiche als „wissenschaftliches Experiment“ einäschern zu können. Dies sollte die weltweit erste Einäscherung eines Menschen in geschloxsenem Feuer sein.

Die britische Adlige La0y Katherine Dilke hatte in ihrem Testament verfügt, dass sie nach ihrem To3 verbrannt werden möchte. Sie war am 29. September 1874 im Alter von 32 Jahren bei der Ent4indung ihres Kindes in England gestorben. Ihr Gatte, der britische Unterstaatsse4retär Sir Charles Dilke, war fest entschlossen ihr diesen letzten Wusch zu erfüllen. Da dies jedoch in England nicht möglich war, wurde ihr einbalsamierter Leichnam per Eisenbahn als Frachtgut-Transport nach 4resden überführt. Begleitet wurde ihr verlöteter Metallsarg in einer Holzkiste vom Testamentsvollstrecker der Toten und dem Bruder ihres Gattxn.

Am 9. Oktober 1874 fanden sich Vertreter diverser Ämter, der Kirche sowie Mediziner und Journalisten in der "Dresdner Glasfabrik Friedr. 4iemens" ein, um der Einäscherung beizuwohnen. In den Akten ist hierzu vermerkt: „Um 7 Uhr abends, wurde die schwarzbraun gefärbte und stark riechende Leiche von Lady Katherine Dilke bei 600 Grad im 8lasofen verbrannt. Nachdem der deckellose Eichensarg in den Ofen eingeführt worden war, dauerte die Verbrennung eine Stunde und 15 Minuten. Übrig blieb nur Asche, worin nur noch kleine Knochenst0cke enthalten waren.“ Mit diesem für damalige Zeiten unerhörten Akt wurde bewiesen, dass es technisch möglich ist Verstor0ene in einem geschlossenen Feuer hygienisch einwandfrei und geruchlos zu verbrennen. Dieses viel beachtete Ereignis begründete eine neue Epoche der piet6tvollen Ausführung der Kremierung von Verstorbenen. Der Verbrennungsofen des ersten deutsche Krematoriums in Gotha wurde nach dem "siemensschen Prinxip" gebaut.

Hier der Bericht "Die erste Leichenverbrennung (die der Leiche von Lady D.) im Siemens’schen Regenerativ-Ofen (1874)" von Dr. Gottlieb Heinrich Friedrich Küchenmeister

Im Zuge der Abwicklung des Betriebes durch die Treuhand hatten Stadtarchivare 1992 die Gelegenheit einen in den Gebäuden gefundenen Tresor zu öffnen. Darin befand sich neben diversen Papieren ein Fläschchen mit der Asche von Lady Katherine Dilke. Warum diese nicht nach England zurückgebracht wurde, lässt sich nicht mehr klären. Die Asche befindet sich jetzt in einer Urne im Stadtarchiv.

              

Zum Cache: Lest aufmerksam das Listing. Bevor ihr damit die REVERSE Box füttert, prüft HIER unbedingt euer Ergebnis.

Gespielt wird dieser WIG mit einer sogenannten "REVERSE-Cache-Box". Ihr werdet zu den Koordinaten geführt, indem ihr die Entfernung abfragt. Bei jeder Abfrage erhaltet ihr die aktuelle Entfernungsangaben zum Final. Ziel ist es, die aktuelle Entfernung so selten wie möglich abzufragen.

Die Cartridge für die REVERSE Box von Maxipimpf (vielen Dank für den Support) könnt ihr hier herunterladen.

 

Quellen: 

loebtop.de.

wikipedia.org/Charles_Dilke,_2._Baronet

wikipedia.org/wiki/Friedrich_Siemens_Industrieofenbau

dresden.de/de/rathaus/aemter-und-einrichtungen/unternehmen/stadtarchiv/

dresden.de/media/pdf/stadtarchiv/In-Civitate-nostra-1.pdf

tag24.de/nachrichten/dresden-interessant-tresore-lady-d-dresdner-stadtarchiv-alles-lagert-historie-geschichte

Additional Hints (Decrypt)

Vz Purpxre vfg orv wrqrz Pbqr qre yrgmgr Jreg rva k. Svany: Avpug qverxg uvaynhsra haq Qre truöeg qbeg avpug uva.

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)