DDR 1 #07 – Eisweg, Abzweig Döschnitz
Die Döschnitzer Runde
Der Döschnitzer Fabrikbesitzer Oskar Mohr wurde 1834 in Mellenbach geboren. Sein Vater war als Fuhr- und Handelsmann gut gestellt und mit Thüringer Olidäten regelmäßig bis Hamburg unterwegs. Im Gutshaus Aschau, das der Vater später erworben hatte, verbrachte Oskar Mohr seine Kindheit. Nach dem Abitur am Gymnasium Fridericianum Rudolstadt, studierte er Rechtswissenschaften in Jena, Halle und Leipzig. Bald nach dem Studium eröffnete er als gesuchter und angesehener Rechtsanwalt seine Kanzlei in Rudolstadt, ehe er sich in Döschnitz niederließ.
Oskar Mohr war ein leidenschaftlicher Garten- und Naturfreund und betrieb mit Freude Imkerei. Er legte zwischen Mörlaer Hohle, Mörlagraben und Hain in Rudolstadt seine große Apfelplantage an. Dem Grafen Zeppelin, mit dem er eng befreundet war, schickte er alljährlich eine Kiste mit den schönsten Äpfeln aus Rudolstadt von Mohrs Berg.
(Quelle:“ Festschrift zum 750jährigen Jubiläum des Ortes Döschnitz“)