Basalt
Unter Basalt wird ein basisches (SiO2-armes) Ergussgestein verstanden, welches vor allem aus einer Mischung von Calcium-Eisen-Magnesium-Silikaten (Pyroxene) und calcium- und natriumreichem Feldspat (Plagioklas) besteht und oftmals Einsprenglinge in Form von Olivin aufweist. Basalt wird auch als vulkanisches Äquivalent zum Gabbro (Plutonit) gesehen, da beide die gleiche chemische Zusammensetzung besitzen. Der Unterschied liegt jedoch in der Auskristallisierung der beiden Gesteine. Während der Gabbro tief in der Erdkruste aus Magma sehr langsam auskristallisierte, konnte der Basalt durch Austritt der Magma an der Erdoberfläche rasch erstarren und somit bei der Aufschmelzung des Erdmantels entstehen. Beim Austritt des Magma an die Erdoberfläche oder im Ozean beträgt die Temperatur in der Regel zwischen 900 °C und 1200 °C. Dabei ist das Magma oftmals nicht zu 100% flüssig, sondern es befinden sich häufig auch Einschlüsse (Xenocryst) von Mineralen oder ganzen Gesteinen (Xenolith) mit einem höheren Schmelzpunkt darin, die beim Aufstieg mitgerissen wurden.
Die Farbgebung von Basalt ist für gewöhnlich dunkelgrau bis schwarz. Er kann jedoch blau, graublau, dunkelgrau oder schwarz schimmern, was je nach Zusammensetzung der gesteinsbildenden Gemengteile (Minerale) zu Unterschieden führt. Basalt besteht zum größten Teil aus einer feinkörnigen homogenen Grundmasse, welche aus vielen kleinen dunklen Kristallen besteht. Gröbere Einsprenglinge sind eher selten zu finden. Je nach Basaltvarietäten kann dies mal mehr, mal weniger sein. Basalt zeigt in einigen Fällen auch ferromagnetische Eigenschaften, wenn geringe Anteile von Magnetit enthalten sind.

Die Textur von Basalt
Die Textur von Basalt – also das Gefüge und die Anordnung seiner Mineralbestandteile – hängt stark von den Abkühlungsbedingungen und dem Gasgehalt der Lava ab. Unterschiedliche Texturen geben Hinweise auf die Entstehungsgeschichte des Gesteins und die Umgebungsbedingungen, unter denen es erstarrt ist. Von feinkörnigem, homogenen Gestein bis hin zu porösen, blasigen oder kristallreichen Varianten zeigt Basalt eine große Vielfalt an Ausprägungen, die in der Geologie wichtige Informationen liefern.
1. Aphanitischer Basalt (feinkörnig)
Eigenschaften
Körnigkeit: Sehr feinkörnig, Kristalle sind mit bloßem Auge nicht sichtbar.
Farbe: Meist dunkelgrau bis schwarz.
Mineralien: Enthält häufig Plagioklas, Pyroxen und manchmal Olivin, aber in sehr kleinen Kristallen.
Besonderheiten
- Sehr homogene und glatte Textur.
- Kommt oft in Lavaflüssen vor, die schnell an der Oberfläche abgekühlt sind.
Entstehung
Schnelle Abkühlung: Diese Textur bildet sich, wenn das Magma schnell an der Oberfläche abkühlt, sodass die Minerale keine Zeit haben, große Kristalle zu bilden. Häufig ist dies bei Lavaflüssen der Fall, die schnell erstarren.
2. Vesikulärer Basalt (mit schönen Poren)
Eigenschaften
Körnigkeit: Grobporös bis teilweise glasig, mit vielen Gasblasen (Vesikel).
Farbe: Meist dunkelgrau bis schwarz, mit einem glänzenden Aussehen durch das Glas.
Poren: Die Poren oder Blasen sind deutlich sichtbar und können unterschiedliche Größen haben.
Besonderheiten
Porenbildung: Die Blasen entstehen durch eingeschlossene Gase, die während des Abkühlungsprozesses entweichen und Hohlräume hinterlassen.
- Es gibt auch eine schöne Textur, da die Poren oft gleichmäßig und ästhetisch verteilt sind.
Entstehung
Gasreiches Magma: Diese Textur entsteht, wenn das Lava magmatisch sehr gasreich ist, insbesondere beim raschen Ausstoß von Lava, die beim Abkühlen Gase wie CO₂ oder H₂O freisetzt. Dies führt zur Bildung der typischen Blasenstruktur.
3. Amygdaloidaler Basalt (mit grünen Olivin-Einschlüssen)
Eigenschaften
Körnigkeit: Grobkörnig bis mittelgrob, oft mit sichtbaren mineralischen Einschlüssen.
Farbe: Dunkelgrau bis schwarz mit grünen bis olivgrünen Einsprenglingen.
Einschlüsse: Olivin ist häufig und bildet grüne Kristalle oder Einschlüsse.
Poren: In den Vesikeln (Löchern) befinden sich sekundäre Mineralien, wie z.B. Quarz, Calcit oder Olivin.
Besonderheiten
Sekundäre Mineralbildung: Die Poren, die ursprünglich durch Gase entstanden, sind später durch Mineralien wie Olivin oder andere Sekundärminerale gefüllt worden.
- Die grünen Olivin-Einschlüsse machen diese Textur besonders auffällig und verleihen dem Basalt eine schöne Variation in der Farbe.
Entstehung
Gasreiche Lava mit Mineralablagerung: Diese Textur entsteht, wenn Lava Vesikel bildet, die später durch Mineralien (insbesondere Olivin) ersetzt werden, oft durch Prozesse der Zementierung und Mineralbildung aus Lösungen in den Blasen.
4. Porphyritischer Basalt (mit rosa/rötlichen Kristallen)
Eigenschaften
Körnigkeit: Grobkörnige Kristalle (Porphyroblasten) in einer feineren Matrix.
Farbe: Dunkelgrau bis schwarz mit rötlichen oder rosafarbenen Kristallen.
Kristalle: Großflächige Kristalle von Plagioklas, Pyroxen oder sogar Olivin, die sich von der feinkörnigen Matrix abheben.
Besonderheiten
Porphyrische Textur: Die auffälligen, größeren Kristalle (z.B. rötliche Plagioklas oder Olivin) sind in einer feineren Matrix eingebettet.
- Die rötlichen oder rosafarbenen Kristalle sind oft Plagioklas oder manchmal auch Pyroxen, die in einer kleinen, dunkleren Grundmasse eingebettet sind.
Entstehung
Langsame Abkühlung mit anschließender schneller Abkühlung: Zunächst kristallisieren größere Mineralien (z.B. Plagioklas) langsam im Magmareservoir, bevor das Magma an die Oberfläche gelangt und schnell abkühlt. Dies führt zu einer feinkörnigen Matrix um die größeren Kristalle, die die typische porphyrische Textur ergibt.
Zusammenfassung der Entstehung
Aphanitischer Basalt bildet sich bei schneller Abkühlung an der Oberfläche, was zu einer feinkörnigen Textur führt.
Vesikulärer Basalt entsteht durch gasreiches Magma, bei dem die Gasblasen beim Abkühlen eingeschlossen werden und die typische poröse Struktur erzeugen.
Amygdaloidaler Basalt zeigt die Bildung von sekundären Mineralien in den Vesikeln (Blasen), wie z.B. Olivin.
Porphyritischer Basalt entsteht durch eine langsame Kristallisation von großen Mineralien im tiefen Magmareservoir, gefolgt von einer schnelleren Abkühlung an der Oberfläche.
Jede dieser Texturen spiegelt die spezifischen physikalischen und chemischen Bedingungen während des Abkühlungs- und Kristallisationsprozesses wider.
