Angelcaches sind doof.
Wenn wir angelcachenderweise unterwegs sind, muss die bedauernswerte Frau h. ständig dieses unhandliche Ding schleppen, denn ich (wer sonst?) muss uns ja GPS-gesteuert durch die Wildnis zum Cache lotsen. Am Angelcache angekommen, muss Frau h. das Gerät ausfahren, dabei ständig das Ziel im Auge haben - und aus physikalisch-statischen Gründen gerät sie dabei natürlich ins Hohlkreuz, was nicht angenehm ist! Zum Glück hat sie mich stets dabei, und ich feuere sie bei der Arbeit geradezu an und lockere ihre Stimmung gerne mit heiteren Zwischenrufen auf: „Sei froh, dass du nicht noch kürzer bist, sonst müsstest du noch ein Segment mehr aktivieren!“
Ganz schlimm: Angelpowertrails. Da muss Frau h. dann 20, 30 oder gar 55mal die Angel ausfahren, dabei unentwegt das Ziel anvisieren, die Dose einholen, das Logbuch signieren - und dann alles wieder zurück. Spätestens nach dem fünften Cache habe ich dann auch keinen Bock mehr auf Anfeuern und Bespaßen. Und am Ende des Cachetages sind dann nicht nur Nacken, Schulter und Lendenwirbelsäule in desolatem Zustand (bei Frau h.), sondern auch die Stimmung ist im Keller (bei Frau h., jedenfalls).
Also: Frau h. findet Angelcaches doof, und ich mag sie auch nicht. Die Angelcaches.
Gute Nachricht für alle Geocacher (m/w/d), die zwar gerne angeln, aber nicht so richtig und wie oben beschrieben: Hier gibt es nun einen Angelcache, für den Ihr keine Angel benötigt! Ihr müsst auch nicht kilometerweit durch die Botanik latschen, um den Cache zu kriegen – direkt nebenan ist Platz für ein Cachemobil!*
Genug geschwätzt – auf geht’s! Schärft den Blick und holt euch den Fisch! Happy Hunting!
*Falls Ihr Ärger mit dem Bauern kriegt, weil Ihr ihm und John Deere mit Eurem SUV den Weg blockiert, ist das euer Problem!