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Felsen mit Schliere EarthCache

Hidden : 4/19/2025
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:







Felsen mit Schliere

Östlich von Schönheide, nahe der Kreuzung der Bundesstraße B 283 und der Staatsstraße S 277, finden wir eine geologisch interessante Stelle, den Felsen mit Schliere. Der hier anstehende Turmalingranit ist durchzogen von einem meterlangen, auffälligen Schlierengang. Seit 1958 ist dieses Naturdenkmal durch einen Beschluss des damaligen Rates des Kreises Aue geschützt.

Zum Lösen des EarthCaches müssen folgende Fragen beantwortet werden:

1) Schau dir den Schlierengang und das umgebende Gestein aus der Nähe an. Welchen auffälligen Unterschied erkennst du?
2) Schätze die Breite des Schlierengangs in Zentimetern sowie dessen Neigung gegenüber der Horizontalen in Grad!
3) Könnten vergleichbare Gänge eine andere Mächtigkeit haben und gegebenenfalls auch annähernd senkrecht verlaufen? Warum ist das so?

Bitte sende mir deine Antworten per E-Mail oder Message Center. Direkt anschließend kannst du diesen EarthCache als FOUND IT loggen. Bitte füge deinem Online-Log ein Vor-Ort-Foto von dir oder einem persönlichen Gegenstand als Anwesenheitsbeweis hinzu!

Der Turmalingranit von Eibenstock ist ein Tiefengestein, welches vor etwa 300 Millionen Jahren gegen Ende der variszischen Gebirgsbildung entstand. Großvolumige Magmen drangen in ältere metamorphe Gesteine der oberen Erdkruste ein und kristallisierten dort. Die Gesteinsschmelzen gelangten nicht an die Oberfläche, sondern bildeten einen tief liegenden Granitstock (Pluton, hier: Westerzgebirgischer Teilpluton). Den beschriebenen Prozess - das Eindringen von Magma in einen bereits existierenden Gesteinskörper - bezeichnen wir als Intrusion.

Turmalingranit ist ein körniges Gemenge aus Feldspaten (Orthoklas und Albit), Quarz und Glimmer. Weitere Bestandteile sind Turmalin und Topas, die nie komplett fehlen. Die Korngrößen schwanken stark, doch grundsätzlich können wir zwei Varietäten unterscheiden: grobkörnig und feinkörnig (letztere mit geringeren Glimmer- und höheren Feldspat- sowie Quarzanteilen). Die Hauptmasse besteht aus grobkörnigem Granit, während der feinkörnige Granit als Ergebnis derselben Intrusionsperiode entweder in schmalen, meist scharf abgegrenzten Schlierengängen vorkommt oder als mächtige, deckenartig ausgebreitete Masse, die mit der Hauptmasse am Rand verschmolzen ist.

Gangartige Intrusionen breiten sich entlang tektonischer Schwächezonen im Gestein aus. Die Gesteine der oberen Erdkruste verhalten sich spröde, sie brechen leicht. Entlang von Rissen und Spalten steigen die unter Druck stehenden magmatischen Schmelzen nach oben. Der Druck sinkt und die in der Schmelze enthaltenen Gase (vor allem Wasser und Kohlenstoffdioxid) werden freigesetzt. Die entstandenen Gänge verlaufen quer oder schräg (diskordant) zum vorhandenen Gesteinsverband, sie kreuzen oder durchschneiden die ursprüngliche Orientierung oder Schichtung der umgebenden Gesteine.



Die Felsformation liegt im Waldgebiet zwischen Eibenstock und Schönheide im westlichen Erzgebirge. Es handelt sich um eine typische Wollsackverwitterung des Eibenstocker Granits. Die Felsformation ist aufgrund ihrer Besonderheit und der Einzigartigkeit ihrer Gesteine ein bedeutsamer geologischer Aufschluss und deshalb als Naturdenkmal ausgewiesen. Seit 1958 ist dieses Naturdenkmal durch einen Beschluss des damaligen Rates des Kreises Aue als ein natürlich entstandenes Landschaftselement unter Naturschutz gestellt und geschützt. Bitte achtet darauf!

Quellen (23.04.2025):

Königlich Sächsisches Finanzministerium (Hrsg.). Erläuterungen zur geologischen Specialkarte des Königreichs Sachsen. Blatt 153: Section Eibenstock nebst Aschberg. Leipzig: W. Engelmann, 1884.

https://geo-umweltpark-vogtland.de/fachinformationen/geologische-einheiten
https://www.geologie.sachsen.de/variszische-plutone-28529.html

Die im Listing veröffentlichten Fotos sind eigene Aufnahmen vom 19.04.2025.


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