Die Neue Bahnhofstraße in Berlin-Friedrichshain erstreckt sich vom S-Bahnhof Ostkreuz bis zur Weserstraße und bildet eine zentrale Achse im östlichen Stadtteil. Ursprünglich als Industriegasse bekannt, hat sie sich seit den 1990er Jahren zu einem lebendigen und kreativen Kiez entwickelt.
Die Straße erhielt ihren Namen im Jahr 1905 und war zunächst ein bedeutender Standort für die Industriegeschichte Berlins. Besonders hervorzuheben ist das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude der Knorr-Bremse AG an den Hausnummern 9–17. Dieses imposante rote Backsteingebäude wurde zwischen 1913 und 1916 erbaut und zeugt von der Architektur der frühen Industriezeit.
Mit dem Fall der Berliner Mauer und dem damit verbundenen Umbruch begann auch in der Neuen Bahnhofstraße ein Wandel. In den 1990er Jahren siedelten sich erste Cafés und Hostels an, was den Beginn der Entwicklung zum heutigen Szeneviertel markierte. Heute ist die Gegend geprägt von einer Mischung aus Altbauten, sanierten Fabrikgebäuden und modernen Neubauten.
In unmittelbarer Nähe befindet sich das RAW-Gelände, ein ehemaliges Reichsbahnausbesserungswerk, das heute als kulturelles Zentrum dient. Hier finden sich Ateliers, Clubs, Galerien und Veranstaltungsräume, die das kreative Flair des Viertels unterstreichen
Die Neue Bahnhofstraße profitiert von einer hervorragenden Verkehrsanbindung. Der S-Bahnhof Ostkreuz, einer der größten Umsteigebahnhöfe Deutschlands, liegt direkt vor der Tür. Zudem ist die Umgebung gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden, was die Lage sowohl für Bewohner als auch für Gewerbetreibende attraktiv macht.
Die Neue Bahnhofstraße in Berlin-Friedrichshain ist ein lebendiges Beispiel für den Wandel eines Stadtteils von industriellen Wurzeln hin zu einem kreativen und urbanen Zentrum. Mit ihrer Mischung aus Geschichte, Kultur und moderner Infrastruktur bietet sie sowohl für Anwohner als auch für Besucher einen einzigartigen Einblick in das Berliner Leben.