Die Jannowitzer Kunstwiese ist eines der bedeutendsten agrarhistorischen Denkmäler.
Das Gut des Grafen Gersdorff bei Hermsdorf gilt als die Wiege des osteuropäischen Kunstwiesenbaus. Aufgeschüttete Rundbögen, in denen sich die Feuchtigkeit über Rieselrinnen gleichmäßig ausbreiten kann, wurden über Verteilungsgräben mit dem Schwarzwasser künstlich getränkt. Dem natürlichen Gefälle folgend wurde das Wasser mittels kleiner Bewässerungsgräben auf die niedriger liegenden Dammkronen und überschüssiges Nass schließlich zurück ins Schwarzwasser geleitet. So sicherte der Wiesenbauer unabhängig von feuchter oder trockener Witterung durch ein kluges Be- und Entwässerungssystem auf der Gersdorffschen Wiese beste Heuerträge, die vor allem in den Ställen der Herrschaft auf Schloss Lipsa benötigt wurden.