Der Platz, der einst mein Herz gewann
Dort, wo die Wiese grün und weit,
verbrachte ich so manche Zeit.
Ein Fußballplatz, mein kleines Reich,
mit Freunden, Lachen – sorglos, weich.
Die Tore krumm, der Boden rau,
doch war er mir so lieb und schlau.
Zum Geburtstag gab’s dort frohes Treiben,
Geschenke, Kuchen, Kinderschreien.
Die Bäume luden stumm zum Spiel,
ihr Astwerk unser Hochgefühl.
Wir kletterten, als wär's ein Thron,
hoch überm Platz, fast wie ein Lohn.
Im Winter, wenn der Schnee dort lag,
ward aus dem Feld ein Rodelhang.
Mit kalten Nasen, roten Wangen,
ließ ich mich juchzend talwärts bangen.
Und heute noch, mit meinem Hund,
zieh ich dort Kreise, Stunde um Stund.
Doch anders ist der Platz geworden,
verblasst in Jahren, still verborgen.
Die Linien weg, das Gras verwachsen,
kein Schuss, kein Ruf, kein Jubelklatschen.
Er lebt nur noch in meinem Sinn –
ein Stück von mir, das ich dort bin.
Pinzette empfohlen.
Mit freundlichen Grüßen.