Schwelmer Tunnel #4: Schichtgrenze
Fragen
In den Nischen Schichtgrenze in den Honselschichten und Grüße vom Old-Red-Kontinent seht ihr das rote Gestein.
1. Zu welcher Schicht gehört das rote Gestein?
2. Was für Klima herrschte zur damaligen Zeit vor? Begründe deine Aussage.
Anhand der Schichtfolge kann man erkennen, wann welches Ereignis (Eintrag der unterschiedlichen Sedimente, Riffwachstum) stattgefunden hat.
3. Nenne uns die Abfolge und begründe sie anhand der Gegebenheiten (Gesteine) vor Ort.
Untersucht die Gesteinssicht vom „Old-Red-Kontinent“ mit einer Lupe.
4. Lassen sich hier Mineralien erkennen? Wenn ja, wie stellen sie sich dar?
Grüße vom Old-Red-Kontinent
In dieser und der nächsten Tunnelnische lassen sich wie auch schon zuvor eine deutliche Schichtgrenze erkennen. Der Unterschied ist aber das man jetzt rötlich gefärbtes Gestein vorfindet. Dieses Gestein besteht aus quarz- und Feldspat reichen Sedimenten, also aus Mineralien, die von dem nördlich gelegenen „Old-Red-Kontinent“ ins Meer gespült.
Der wissenschaftliche Name dieses ehemaligen Kontinents lautet „Laurussisa“. Der Name Laurussia bezieht sich auf die Ausdehnung des Kontinents, der vom östlichen Kanada (Laurentia nach dem St. Lorenzstrom genannt) bis Russland reichte. Der Name „Old-Red-Kontinent“ geht auf die Rotfärbung der meisten Gesteine zurück, die dieser Landmasse entstammen. Dieser Kontinent hatte sich schon in der Zeit des Silurs (vor ca. 420 Millionen Jahren) gebildet.
Die rote Gesteinsfarbe ist eine Folge der Verwitterung bei tropischen Bedingungen. Bei hohen Temperaturen und hohen Niederschlägen wird das Gestein tiefgründig zersetzt. Die leichter löslichen Minerale werden mit dem Niederschlagswasser fortgeführt, wodurch sich Eisen und Aluminium in der Verwitterungsrinde relativ anreichern. Verwitterungsrinden sind dünne Krusten von Mineralen, die sich an freien, der Verwitterung ausgesetzten Flächen eines Gesteins oder an Klüften bilden können. Eisenverbindungen wie das Mineral Hämatit verursachen dann die rote Gesteinsfarbe. Der in der Devonzeit noch spärliche Pflanzenwuchs begünstigte dann die rasche Abtragung und Umlagerung des Gesteins durch die Flüsse.

Bild von der Infotafel des Geo Park Ruhrgebiet
Quellen:
Infotafeln vor Ort
https://www.geopark.ruhr/standorte/geotope/schwelmer-tunnel
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwelmer_Tunnel
https://de.wikipedia.org/wiki/Verwitterungsrinden
Happy Hunting
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