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Findling aus den Ötztaler Alpen 🇦🇹 EarthCache

Hidden : 6/8/2025
Difficulty:
1 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Glimmerschiefer mit Granaten im Ötztal ist ein faszinierendes Beispiel für die komplexen geologischen Prozesse, die die Alpenregion geprägt haben.

Vor etwa 500 Millionen Jahren bildeten sich im Gebiet des heutigen Ötztals einige der Gesteine, die heute an der Oberfläche sichtbar sind oder als Findling in Seefeld/Tirol liegen. Damals gehörten diese Gesteine noch zur tieferen Erdkruste oder lagen auf dem Meeresboden eines alten Ozeans. Über die Jahrmillionen hinweg wurden sie durch tektonische Bewegungen stark in die Höhe gehoben. Zwischen 100 und 30 Millionen Jahren vor heute kollidierten die Kontinente Europas und Afrikas, was zu einer massiven Gebirgsbildung führte. Diese Kollisionen schoben die Gesteine in die Höhe und führten zu den heutigen Alpen.

Ein häufig vorkommendes Gestein im Ötztal ist der Glimmerschiefer. Dieser entstand durch die Metamorphose von Ablagerungsgesteinen bei Temperaturen zwischen 300 und 650 °C. Dabei wurden ursprüngliche Sediment- oder magmatische Gesteine umgewandelt. Die Hauptbestandteile des Glimmerschiefers sind Quarz, Glimmer (ein schimmerndes Mineral, das dem Gestein seinen Namen gibt, in farbloser, brauner, silberner oder schwarzer Farbe) sowie weitere Minerale, die im Gelände sichtbar sind. Die Metamorphose führte dazu, dass die Mineralien in blättriger Form umkristallisierten, was dem Gestein seine typische schieferartige Struktur verleiht.

Besonders interessant sind die im Glimmerschiefer eingebetteten Granate. Diese auffällig rot bis rostbraun gefärbten Minerale sind mittelhart (auf einer Skala von 1 bis 10 etwa 6 bis 7) und können mehr als 10 cm groß werden. Die hier sichtbaren Granate sind etwa 340 bis 330 Millionen Jahre alt und zeugen von einer sehr langen geologischen Geschichte. Sie entstanden ebenfalls unter metamorphen Bedingungen, bei hohen Temperaturen zwischen 570 und 640 °C und Druckverhältnissen von 6 bis 7 kbar. Solche Bedingungen treten typischerweise bei der Gebirgsbildung auf, wie sie bei der Alpenentstehung zu beobachten ist.

Da die Granate an den Koordinaten nur aus einer einzigen Richtung betrachtet werden können, hier ein Beispiel von Almandin – der weltweit am häufigsten vorkommenden Granatart – aus dem Ötztal:



Fragen:
1) Wie viele Granate siehst du im geschliffenen Areal? Sind es weniger als 10 Granate, 10 bis 30 Granate oder mehr als 30 Granate?
2) Betrachte die Granate und beschreibe deren Farbe, Form und Größe.
3) Wie erklärst du die unterschiedlichen Größen der Granate sowie deren Farbe?

Quellen:
www.naturpark-oetztal.at; www.steine-und-minerale.de; www.mineralienatlas.de; www.wikipedia.de

Additional Hints (No hints available.)