Fragen:
1. Zwei der sechs Säulen bestehen nicht aus Granit, sondern aus welchem Material?
2. Guckt euch die Granitsäulen genauer an.
Um welche Art von Gesteineinschluss oder Gesteinseinschlüssen handelt es sich hier, wenn vorhanden?
Begründe deine Aussage.
3. Fühlt die Oberflächen vom Granit und dem Einschluss / den Einschlüssen :
Wie unterscheiden sich die Oberflächen in der Rauheit ?
Welche Farbunterschiede fallen euch auf ?
4. Macht ein Foto von euch oder eurem GPS Gerät vor den Säulen und ladet es eurem Log mit hoch. Logs ohne Foto erfüllen die Logbedingung nicht und werden gelöscht.
Eure Antworten auf meine Fragen
erbitte ich an die E-Mail-Adresse: rh-geo@web.de oder über Telegram
Logs ohne die Beantwortung der Fragen -
das ist ein fundametaler
Bestandteil von Erthcaches! -
sind ungültig.
Ich werde sie nach einer Schonfrist löschen!
Kurz zum Ort:
Das romanische, nach Petri benannte Südportal, gehört zu den ältesten Gebäudeteilen der Domkirche und stammt aus der Zeit um 1180. Es ist damit das älteste Portal in Schleswig. Beim Bau wurde ein ungewöhnlicher Materialmix eingesetzt und dabei auch Elemente vom Vorgängerbau verwendet: Es besteht aus heimischem Granit, rotem Sandstein aus Schonen, grauem Kalkstein aus Gotland und Tuff aus dem Rheinland.
Nun zum Thema:
Granit ist ein magmatisches Gestein, das tief in der Erdkruste entsteht – meist in über zwei Kilometern Tiefe. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Tiefengestein oder Plutonit. Es entsteht, wenn Gesteinsschmelzen (Magmen) langsam abkühlen und auskristallisieren. Anders als bei Vulkangesteinen gelangt das Magma hier nicht an die Erdoberfläche, sondern bleibt im Erdinneren und bildet große Gesteinskörper.
Typisch für Granit ist seine relativ grobkörnige Struktur. Er besteht überwiegend aus drei Hauptbestandteilen: Feldspat, Quarz und Glimmer. Diese Kombination lässt sich leicht mit dem Merksatz „Feldspat, Quarz und Glimmer – die drei vergess’ ich nimmer“ einprägen. Neben diesen Hauptmineralen sind auch dunklere Bestandteile (mafische Minerale), wie etwa Biotit, enthalten. Chemisch und mineralogisch entspricht Granit dem vulkanischen Gestein Rhyolith.
Granit tritt in der Regel als massiger, kompakter Gesteinskörper auf, der durch senkrechte und waagerechte Risse (Klüfte) in würfel- oder quaderartige Blöcke zerbrechen kann. In einigen Fällen – besonders im oberen Bereich der Gesteinskörper – ist er auch schichtartig-plattig aufgebaut.
Die Schmelztemperatur von granitischem Magma liegt bei normalem Druck bei etwa 960 °C. Wenn jedoch viel Wasser oder andere Fluide im Magma enthalten sind, kann diese Temperatur deutlich sinken – bis auf etwa 650 °C.
Granite entstehen in den meisten Fällen nicht aus Material des Erdmantels, sondern aus aufgeschmolzenem Material der unteren Erdkruste. Für die Entstehung von Magmakammern muss mit Zeiträumen von 10 bis 15 Millionen Jahren gerechnet werden.
Es gibt unterschiedliche Arten von Einschlüssen im Granit:
Xenolith
Fremdgesteinseinschluß, in einem Magmatit ein Einschluß beliebiger Größe, der in keinem genetischen Zusammenhang zu seinem Wirtsgestein steht. Xenolithe stellen in der Regel Material dar, das beim Magmenaufstieg aus dem Nebengestein mitgerissen wird. Ihre Erhaltung im Wirtsgestein ist auf Faktoren zurückzuführen wie rasche Abkühlung (im Fall von Xenolithen in Vulkaniten) oder wesentlich höherer Schmelzpunkt als der Magmatit (z.B. gabbroide Einschlüsse in einem Granit).
Beispiele für xenolithische Einschlüsse:

Einsprenglinge (Antekristen)
In magmatischen Gesteinen können größere Kristalle vorkommen, die man mit bloßem Auge erkennen kann. Diese sogenannten Einsprenglinge befinden sich in einer feineren, oft glasigen oder mikrokristallinen Grundmasse. Dieses typische Erscheinungsbild bezeichnet man als porphyrisches Gefüge. Wenn solche größeren Kristalle aus einem anderen Magma stammen, das sich noch nicht ganz verfestigt hatte, und durch das Vermischen verschiedener Magmen in die Gesteinsschmelze gelangt sind, spricht man von Antekristen – einem Begriff, der auf das lateinische Wort „ante“ für „vorher“ zurückgeht.
Beispiel für Einsprenglinge:

Mafischer Einschluss
mafisch, Bezeichnung für die dunkel gefärbten Silikate - vor allem die Mg-Fe-Silikate (daher der Name) in magmatischen Gesteinen: Glimmer, Pyroxen, Amphibol, Olivin
Beispiel für mafische Einschlüsse:

Quellen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Granit?wprov=sfla1
https:/de.wikipedia.org/wiki/Xenolith?wprov=sfla1
Quellen der Fotos:
https://de.wikipedia.org/wiki/Xenolith?wprov=sfla1
https://de.wikipedia.org/wiki/Einsprengling#%3A%7E%3Atext%3DEinsprenglinge_sind_makroskopisch_sichtbare_Kristalle%2Cwird_als_porphyrisches_Gef%C3%BCge_bezeichnet.?wprov=sfla1