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Conglomerate - Construction Material Of Salzburg EarthCache

Hidden : 7/1/2025
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


 

Translation
 

 

Germanische Version

 
So validierst du dein "Found it"-Log

Begebe dich zu den angegebenen Koordinaten und beobachte die Felswand. Etwas weiter unten findest du eine Tafel mit weiteren Informationen.

1. Beobachten Sie die Felswand: Welche Korngröße dominiert (Feinsand, Kies, Geröll, Blöcke)?

2. Erscheint das Gestein stark oder schwach zementiert und verdichtet? Wie hat das den Einsatz als Baumaterial beeinflusst?

3. Sind die sichtbaren Schichten horizontal, geneigt oder unregelmäßig? Was lässt sich daraus über das Ablagerungsmilieu ableiten?

Verpflichtend:

4. Machen Sie ein Foto von sich oder Ihrem GPS mit der Felswand im Hintergrund – ohne Antworten preiszugeben. Das Foto muss vom GZ aus (oben!) gemacht werden, nicht von unten!

Achtung: Die Koordinaten liegen dort oben auf dem Berg, nicht hier unten! (aktualisiert am 08.07.2025)

 
Geologisches Thema

Sie stehen vor einem beeindruckenden Aufschluss von glazialem Konglomerat – einem Sedimentgestein, das eine wesentliche Rolle beim Aufbau der Stadt Salzburg seit der Römerzeit gespielt hat.

Dieses Konglomerat besteht aus Flusskies, der mit Kalk zementiert wurde. Es entstand während des Mindel/Riss-Interglazials vor etwa 350.000 Jahren, als der Salzachgletscher zu schmelzen begann. Dabei bildeten sich Schmelzwasserseen, in denen sich die von

Gletscherbächen transportierten Sedimente ablagerten und später verfestigten.
Hügel wie der Mönchsberg, Rainberg und Kapuzinerberg bestehen aus diesem Gestein. Nach dem vollständigen Abschmelzen des Gletschers blieben diese verfestigten Ablagerungen als sogenannte Kames-Hügel (Inselberge) zurück und wurden im Laufe der Zeit durch Erosion und menschliche Tätigkeit geformt.

 

 
Historische Bedeutung:

- Konglomerat war seit der Römerzeit ein beliebtes Baumaterial für Häuser, Kirchen und Festungsanlagen in Salzburg.

- Der letzte Steinbruch in der Stadt wurde 1948 wegen des Aufkommens von Beton geschlossen.

- Das bekannte „Sigmundstor“ wurde 1764–1767 in den Mönchsberg gehauen, da ein direkter Felsschnitt zu teuer gewesen wäre.

 
Konglomerate: Definition und Entstehung

Konglomerate sind eine Art klastisches Sedimentgestein, das aus Fragmenten anderer Gesteine (so genannten Klasten) besteht, die einen Durchmesser von mehr als 2 Millimetern aufweisen. Diese Klasten sind durch ein feinkörnigeres Material – die sogenannte Matrix – miteinander verbunden und wurden anschließend durch Kompaktion und Zementation zu festem Gestein lithifiziert.

 
Klasten:

Sie sind meist gerundet oder subgerundet und variieren in der Größe von Kies bis hin zu größeren Blöcken.

 
Matrix:

Sie kann sandig, tonig oder durch Minerale wie Calcit, Siliziumdioxid oder Eisenoxide zementiert sein.

 
Zusammensetzung:
Die Klasten stammen oft aus verschiedenen Ausgangsgesteinen wie Quarzit, Kalkstein, Sandstein, Schiefer usw.
 
Klassifikation:

Ortokonglomerat: geringe Matrix, Klasten dominieren.

Parakonglomerat: reichlich Matrix, in die Klasten eingebettet sind.

 
 

Monomiktisch: Klasten bestehen aus nur einem einzigen Gesteinstyp.

Polymiktisch: Klasten stammen aus verschiedenen Gesteinstypen.

 

Alluviales Konglomerat: durch Flüsse transportiert.

Glazifluviales Konglomerat: durch Gletscher und Schmelzwasser transportiert.

 
 
Vergleich zwischen Zusammensetzung von Klasten und Matrix:

Intraformationelle Konglomerate: Diese enthalten eine intrabasinale Matrix, das heißt: Die Klasten stammen aus der gleichen sedimentären Gesteinseinheit, aus der auch die Matrix besteht. Sie wurden also innerhalb des Ablagerungsbeckens durch Erosion und erneute Ablagerung desselben Materials gebildet.

Extraformationelle Konglomerate: Diese stammen aus Quellgebieten außerhalb des Ablagerungsraums. Detritisches Material wird aus entfernten Regionen transportiert und in einem neuen Becken abgelagert. Die Klasten unterscheiden sich deutlich in ihrer Zusammensetzung von der Matrix und gelten als exotisch, da sie nicht aus der Erosion der Matrix selbst stammen.

 
 
Entstehung von Konglomeraten (sedimentärer Prozess)

Während des Känozoikums, insbesondere im Miozän, führte die tektonische Hebung des Kantabrischen Gebirges zur Entstehung von Flusssystemen, die große Mengen grobkörnigen Sediments ablagerten.

Lithologie:

polymiktisches Ortokonglomerat mit eisenhaltiger Matrix in einem Schwemmfächer-Milieu (alluvialer Fächer).

a) Verwitterung und Erosion: Vorgelagerte Gesteine werden durch Wasser, Wind, Eis und Temperaturveränderungen abgetragen. Dabei entstehen große Gesteinsfragmente.

b) Transport: Die Klasten werden durch Wasserströmungen (Flüsse, Sturzbäche, Gezeiten), Gletscher oder gravitative Massenbewegungen transportiert.Rundlichere Klasten deuten auf längeren Transport durch Wasser hin, bei dem die Ecken abgeschliffen werden.

c) Ablagerung: Erfolgt, wenn die Transportenergie nachlässt – z. B. beim Austritt eines Flusses aus einem Gebirgstal in eine Ebene. Größere und schwerere Fragmente werden zuerst abgelagert.

d) Kompaktion und Zementation (Diagenese): Mit der Zeit lagern sich weitere

Sedimentschichten ab. Durch deren Gewicht wird das Material kompaktiert. Im Grundwasser gelöste Minerale wie Siliziumdioxid, Calcit oder Eisenoxide zementieren die Klasten – es entsteht ein festes Gestein.

 

 
 

English Version

 
How To Log your "Found it".

1. Observe the outcrop wall. What is the predominant grain size of visible fragments (fine sand, gravel, pebbles, blocks)?

2. Does the rock appear strongly or weakly cemented and compacted? How could this have influenced its use as a building material?

3. Look at the visible layers. Are they horizontal, inclined, or irregular? What does this suggest about the depositional environment?

Mandatory:

4.Take a photo of yourself or your GPS in the the GZ with the wall visible in the background – without revealing answers.

ATENTION: The coordinates are on the mountain up there, not down here! (updated 2025/07/08)

 
Geologisches Thema

You are standing in front of an impressive outcrop of glacial conglomerate – a sedimentary rock that played a key role in the construction of Salzburg since Roman times.
This conglomerate is composed of river gravel cemented with calcium carbonate, and it originated during the Mindel/Riss Interglacial around 350,000 years ago. It formed as the Salzach Glacier melted, creating meltwater lakes where sediments from glacial streams were deposited and later lithified.

Hills such as the Mönchsberg, Rainberg, and Kapuzinerberg are composed of this type of rock. After the glacier fully melted, these hardened deposits remained as “kames hills” and were shaped over time by river erosion and human activity, such as quarrying.

 

 
Historical importance:

- Conglomerate was widely used as building material since Roman times and featured in homes, churches, and fortifications in Salzburg.

- The last city quarry closed in 1948 with the rise of concrete.

- The famous “Sigmundstor” was carved through Mönchsberg in 1764–1767 as an alternative to a costly rock cut.

 
Conglomerates: Definition and Formation

Conglomerates are a type of clastic sedimentary rock composed of fragments of other rocks (known as clasts) that are larger than 2 millimeters in diameter. These clasts are bound together by a finer-grained material — the so-called matrix — and have been lithified into solid rock through compaction and cementation.

 
Clasts:
They are usually rounded or sub-rounded and range in size from gravel to larger blocks.
 
Matrix:
It can be sandy, clayey, or cemented by minerals such as calcite, silica, or iron oxides.
 
Composition:
The clasts often originate from a variety of source rocks such as quartzite, limestone, sandstone, slate, etc.
 
Classification:
Orthoconglomerate: sparse matrix, clasts are dominant.

Paraconglomerate: abundant matrix, with clasts embedded within it.

 
 

Monomictic: Clasts consist of only one single rock type.

Polymictic: Clasts originate from various rock types.

 

Alluvial conglomerate: Transported by rivers.

Glaciofluvial conglomerate: Transported by glaciers and meltwater.

 
 
Comparison between the Composition of Clasts and Matrix:

Intraformational Conglomerates: These contain an intra-basinal matrix, meaning that the clasts originate from the same sedimentary rock unit as the matrix itself. They are formed within the depositional basin through erosion and redeposition of the same material.

Extraformational Conglomerates: These originate from source areas outside the depositional basin. Detrital material is transported from distant regions and deposited in a new basin.

The clasts differ significantly in composition from the matrix and are considered exotic, as they do not result from erosion of the matrix material.

 
 
Formation of Conglomerates (sedimentary process)
 
During the Cenozoic, particularly in the Miocene, the tectonic uplift of the Cantabrian Mountains led to the development of river systems that deposited large amounts of coarse-grained sediment.

Lithology:

polymictic orthoconglomerate with an iron-rich matrix, deposited in an alluvial fan environment.

a) Weathering and Erosion: Pre-existing rocks are broken down by water, wind, ice, and temperature changes. This process produces large rock fragments.

b) Transport: The clasts are transported by water currents (rivers, torrents, tides), glaciers, or gravitational mass movements. Rounded clasts indicate prolonged transport by water, during which their edges are smoothed.

c) Deposition: Occurs when the energy of the transport medium decreases – for example, when a river exits a mountain valley into a plain. Larger and heavier fragments are deposited first.

d) Compaction and Cementation (Diagenesis): Over time, more layers of sediment accumulate. The weight of the overlying layers compacts the material. Minerals dissolved in groundwater – such as silica, calcite, or iron oxides – cement the clasts together, forming a solid rock.

 

 
 

Additional Hints (Decrypt)

Npughat: Qvr Xbbeqvangra yvrtra qbeg bora nhs qrz Oret, avpug uvre hagra! NGRAGVBA: Gur pbbeqvangrf ner ba gur zbhagnva hc gurer, abg qbja urer!

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)