Skip to content

Geochronologie in der Wolfsschlucht EarthCache

Hidden : 7/2/2025
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Geochronologie in der Wolfsschlucht

Die Geochronologie ist die Wissenschaft, die untersucht, wann genau bestimmte Ereignisse in der Erdgeschichte stattgefunden haben – zum Beispiel, wann Vulkane ausgebrochen sind oder Gesteine entstanden. Mithilfe von Spuren wie Fossilien oder besonderen chemischen Stoffen in Gesteinen können Forschende die Vergangenheit der Erde zeitlich genau einordnen – manchmal sogar bis auf die Jahreszeit genau.

Hier in der "Wolfsschlucht" im Brohltal kann man sehr gut anhand von Gesteinen zwei verschiedene Erdzeitalter erkennen und etwas darüber lernen.Aufgrund der Lagerungsverhältnisse der Gesteinsschichten lässt sich eine relative, zeitliche Zuordnung ableiten. Eine absolute, zeitliche Zuordnung liefern Methoden der Geochronologie, die ihr in diesem Earthcache auch näher kennenlernen werdet

Dieser Ort ist einzigartig und liegt in einer geologisch sehr interessanten Gegend, genauer gesagt in einer der jüngsten Landschaften Mitteleuropas. Bei diesem Earthcache erfahrt ihr mehr darüber!

Obere Schicht: 13.000 Jahre alt.

 Vor etwa 12.800 Jahren bebte hier die Erde: Der Ausbruch des Laacher See Vulkans war eine der gewaltigsten Naturkatastrophen, die Mitteleuropa je erlebt hat. Eine solche Explosion hinterlässt Spuren – und genau diese könnt ihr hier vor Ort eindrucksvoll sehen.

Schichten aus Asche (auch Trass genannt) liegen waagerecht auf dem steilen Devon-Schiefer. Sie entstanden, als während des Ausbruchs des Laacher-See-Vulkans die Eruptionssäule kollabierte und Glutlawinen sich bildeten, die mit etwa 400 Grad Celsius das Glees- und Tönissteinertal hinunterraste. Im Brohltal erreichen die Ablagerungen eine Mächtigkeit von bis zu 60 Metern. Trass ist ein vulkanisches Glas, das bedeutet, dass es nach seinem Auswurf aus dem Vulkankrater zu schnell abkühlte, um eine nennenswerte Kristallbildung zu ermöglichen. Es stimmt sowohl chemisch als auch genetisch mit dem Bims überein, der in der Umgebung häufig als vulkanisches Produkt zu finden ist. Der äußerlich feststellbare Unterschied: Trass ist massig und ungeschichtet, im Gegensatz zu Bims.

Dieses Gestein ist das Ergebnis sogenannter pyroklastischer Ströme – das sind glühend heiße Lawinen aus Gas, Asche und Gesteinsbruchstücken, die mit atemberaubender Geschwindigkeit die Berghänge und Täler hinabgerast sind. Diese Ströme entstanden, als die gewaltige Eruptionssäule des Vulkans in sich zusammenbrach – ein Moment roher Naturgewalt.

Was heute wie eine helle, unscheinbare Wand aussieht, ist in Wahrheit ein faszinierendes Archiv der Katastrophe: Schicht für Schicht haben sich hier mehrere verschiedene pyroklastische Ströme abgelagert. Jede dieser Lagen erzählt eine eigene Geschichte – erkennbar durch ihre Zusammensetzung aus feiner Asche, zerriebenem Gestein und unterschiedlich großen Bruchstücken.

Ganz unten beginnt jede Einheit mit einer feinen Staubschicht – der Moment, in dem der Strom den Boden berührte. Darüber folgt eine Schicht voller Gesteinstrümmer, die zeigt, wie gewaltsam das Material durch die Landschaft geschleudert wurde. Im oberen Bereich beruhigt sich das Bild wieder – weniger Trümmer, mehr feine Ablagerung.

Je näher man dem ehemaligen Vulkanschlot kommt, desto dicker und wuchtiger sind diese Ablagerungen. In größerer Entfernung hingegen wirken sie fast filigran – nur wenige Zentimeter dünn, ein fernes Echo der Katastrophe.

Aufgrund der Erosion sind uns heute die Gesteinsschichten in der Wolfsschlucht im Brohltal aufgeschlossen.
An einigen Stellen kann man auch die Lagerungsverhältnisse der Gesteinsschichten sehr gut erkennen. So werden die Sandsteine und Tonschiefer des Unteren Devons diskordant von den Ablagerungen der pyroklastischen Ströme überlagert.
Durch die tektonischen Bewegungen, wurden die Sandsteine und Tonschiefer gefaltet und aufgerichtet, sodass sie heute nahezu senkrecht stehen.
Die jüngeren vulkanischen Ablagerungen liegen nahezu waagerecht darüber. In der Geologie nennt man solche Lagerungsverhältnisse der Gesteinsschichten zueinander eine Diskordanz.

 

Untere Schicht: 350 Millionen Jahre alt


Schiefer aus dem (Unter-)Devon. Schiefer ist ein Sedimentgestein, das aus Ablagerungen in einem breiten Flachmeer entstanden ist. Der hohe Druck sorgte für eine gleichmäßige Ausrichtung der einzelnen Tonplättchen und führte zur Entstehung der typischen „schieferigen“ Struktur, die aus einzelnen Schichten besteht. Im Brohltal hat der Schiefer eine Mächtigkeit von etwa 5000 Metern.

Nicht selten finden sich in beiden Gesteinsschichten Einschlüsse von Tieren oder Pflanzen. Mit den Methoden der Geochronologie lassen sich anhand dessen Kenntnisse über die damalige Flora und Fauna gewinnen und im weiteren Schritt dann der Zeitpunkt eines Ereignisses, z.B. eines Vulkanausbruchs, recht genau, bis auf die Jahreszeit, bestimmen.
 

Um diesen Earthcache zu loggen, erledigt die folgenden Aufgaben und schickt eure Antworten an pfadi1991@outlook.de:

  1. Schätzt die Dicke und Breite der beiden freigelegten Schichten, die ihr an den oben genannten Koordinaten sehen könnt.

  2.  Stellt Vermutungen darüber an, warum hier eine Schlucht entstanden ist

  3. Nennt je eine typische menschliche Nutzung von Tuff und Schiefer.

  4. Was denkt ihr, warum kann man anhand von Einschlüssen hier im Gestein recht genau sagen, zu welcher Jahreszeit der Vulkanausbruch stattfand? Vielleicht findet ihr sogar selber solche Einschlüsse und könnt anhand dessen eigene Vermutungen anstellen

  5. Macht ein Foto von euch, eurem GPS oder einem persönlichen Gegenstand an den oben genannten Koordinaten und fügt es eurem Log hinzu

Weitere Informationen findet ihr auf Infotafeln vor Ort

Sobald Ihr die E-Mail verschickt habt, könnt Ihr sofort loggen, ich melde mich nur, wenn etwas nicht passt

 

Additional Hints (No hints available.)