Rastatter Gesandtenmord (1799) – Zusammenfassung
Der Rastatter Gesandtenmord war ein politisch motivierter Mord an französischen Diplomaten am 28. April 1799 in Rastatt. Das Verbrechen gilt als einer der dramatischsten diplomatischen Zwischenfälle zur Zeit der Koalitionskriege nach der Französischen Revolution.
Hintergrund:
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Nach dem Ersten Koalitionskrieg (1792–1797) zwischen Frankreich und mehreren europäischen Monarchien wurde 1797 im Frieden von Campo Formio ein Kongress in Rastatt einberufen.
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Ziel war es, die territoriale Neuordnung Deutschlands zu verhandeln, insbesondere Entschädigungen für deutsche Fürsten, die linksrheinische Gebiete an Frankreich verloren hatten.
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Der Rastatter Kongress begann im November 1797, doch durch zunehmende Spannungen zwischen Frankreich und Österreich kam es zu einem Abbruch der Verhandlungen.
Die Tat:
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Am 28. April 1799 wurden drei französische Gesandte – Jean Debry, Antoine Roberjot und Jean-Baptiste Bonnier – bei der Abreise aus Rastatt von Reitern überfallen.
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Roberjot und Bonnier wurden getötet, Debry schwer verletzt.
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Die Angreifer gehörten vermutlich zu einem österreichischen Husarenregiment.
Folgen und Bedeutung:
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Der Mord wurde als Affront gegen das diplomatische Völkerrecht gesehen.
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Frankreich machte Österreich für die Tat verantwortlich, was die Spannungen weiter verschärfte.
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Der Vorfall trug zur weiteren Eskalation des Zweiten Koalitionskriegs (1799–1802) bei.
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Bis heute sind die genauen Hintergründe und Verantwortlichkeiten nicht vollständig geklärt.
Weitere Informationen: Rastatter Gesandtenmord
An der Stelle, wo die Morde begangen wurden, errichtete die Stadt Rastatt einen Gedenkstein und eine Gedenktafel. Suche hier nach einem Petling.
Bitte auf Muggel achten. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Spielplatz.

Bilderquellen:
Foto im Listing : Liz-Crew
Hintergrundbild: gemeinfrei