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Steinzeit-Torpedo EarthCache

Hidden : 8/3/2025
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:




Steinzeit Torpedo
Nautiloide zum Draufsteigen
MountainNinja´s Cache Nr. 347
 - Earthcache Nr. 36

 

📌 Was liegt hier unter deinen Füßen?

Du stehst vor einem spektakulär erhaltenen Fossil eines Nautiloiden – einem urzeitlichen Meeresräuber aus der Gruppe der Kopffüßer (Cephalopoda). Anders als ihre spiralförmig eingerollten Verwandten, die Ammoniten, hatten viele Nautiloiden ein gerades, torpedoähnliches Gehäuse.

🧬 Fossilbeschreibung – was genau siehst du hier?

Fossiltyp: Gehört vermutlich zur Gruppe der Trematoceratidae oder Pseudorthocerida 
Form: Gerade, längliches Gehäuse mit segmentierten Kammern
Kammern: Sichtbar als halbkreisförmige, helle Bögen die Septa (Trennwände)
Struktur: Das Tier lebte nur in der letzten Kammer – der Rest diente als Auftriebskammer
Länge: Über 30 cm – fast vollständig erhalten
Gestein: Hallstätter Kalk
Farbe: Helles Fossilmaterial hebt sich deutlich vom rotbraunen Gestein ab

🌊 Lebensweise der Nautiloiden

Die Trematoceratidae sind eine Familie geradschaliger Nautiloiden, die in der späten Trias (besonders Norium und Rhaetium, also vor etwa 227 bis 201 Millionen Jahre) weit verbreitet waren – und damit genau in die Zeit der Hallstätter Fazies und auch des Adneter Kalksteins passen.

Die Pseudorthocerida sind ebenfalls eine Ordnung ausgestorbener geradschaliger Nautiloiden, die von der späten Unterdevon-Zeit bis in die späte Trias vorkamen – und damit zeitlich deutlich länger überlebten als die klassischen Orthoceratidae. Gerade weil sie die Trias noch erreichten, tauchen sie auch in Fossilgesellschaften der Hallstätter Fazies auf.

Häufig werden Fossilien geradschaliger Nautiloiden irrtümlich der Gattung „Orthoceras“ zugeschrieben, obwohl präzise Identifikation nur durch innere Strukturmerkmale möglich ist (typischen Siphonaufbau oder kammerbezogenen Merkmale).

Bei diesem Fossil wären weitere Analysen notwendig – speziell der Siphonansatz, Innenstrukturen und Kammeranordnung – um es sicher zuzuordnen. Man sieht hier zwar sehr schön das geradlinige Gehäuse und die angeschnittenen Kammern  – doch nicht die Lage des – für den Orthoceras typische enge, zentral liegende orthoanische Sipho.

Ein orthoanischer Sipho bezeichnet bei Nautiloiden eine ganz bestimmte Bauform der Siphonsegmente – also der röhrenförmigen Abschnitte, die den Siphon durch die Kammern hindurch bilden.
Die Form dieser Siphonsegmente ist ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von Orthoceratidae, Pseudorthocerida und anderen Nautiloiden.

Bei Trematoceratidae (späte Trias, Adneter Kalk) sind die Segmente oft orthoanisch.
Ein orthoanischer Sipho deutet auf eine eher „primitive“ Bauform hin, wie sie schon im Paläozoikum üblich war, aber in der Trias noch vereinzelt vorkam.

Viele geradschalige Nautiloiden in alten Sammlungen wurden pauschal als Orthoceras deklariert. Eine genaue Identifikation ohne zusätzliche Analyse (typischen Siphonaufbau oder kammerbezogenen Merkmalen von Orthoceras) bleibt deshalb unsicher.

🔍 Wie kam das Fossil in den Hallstätter Kalk?

Der Hallstätter Kalk (oft fälschlich auch „Hallstätter Marmor“ genannt) ist ein feinkörniger, oft rötlicher bis grauer mikritischer Kalkstein, der sich in der späten Triaszeit (vor etwa 220 Millionen Jahren) in einem tiefmarinen, meist ruhigen Meeresbecken gebildet hat – dem sogenannten Hallstätter Becken. In diesen Becken lagerten sich über lange Zeiträume tonige und kalkige Feinsedimente ab, oft durch Absenkungsprozesse und unter Sauerstoffmangel – ideale Bedingungen für die Erhaltung von Fossilien.

Das Gehäuse eines gestorbenen Nautiloiden (oder eines ähnlichen Kopffüßers) sank auf den Meeresgrund und wurde dort relativ schnell von feinem Kalkschlamm überdeckt. In der folgenden Diagenese – dem geologischen Prozess, bei dem lose Sedimente durch Druck, Temperatur und chemische Umwandlungen zu festem Gestein werden – wurde das Gehäuse mit dem umgebenden Kalkstein verfestigt.

Die Kammern des Fossils sind heute oft mit kristallinem Calcit oder Sediment gefüllt, was sie im Gestein heller hervortreten lässt. Diese kontrastreiche Erhaltung macht Fossilien im Hallstätter Kalk besonders eindrucksvoll sichtbar – vor allem bei frischen Anschliffen oder Politurflächen.

📸 Deine Aufgaben vor Ort:

    1. Wie viele Kammern kannst du bei diesem Fossil zählen?

    2. Welche Farbe hat das Fossilmaterial im Vergleich zum Gestein?

    3. Wie lang ist das Fossil in etwa? 

    4. Warum ist das Fossil heller als das umgebende Gestein?

    5. In welcher Kammer lebte das Tier?

    6. Mache ein Foto mit Deinem Schuh neben dem Fossil!(ACHTUNG: Im Winter kann das Fossil durch eine Matte verdeckt sein!

"Die Vergangenheit ist nicht nur in Museen – sie liegt Dir hier zu Füßen."

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