Böse Wetter sind im Bergbau schädliche Gasgemische. Diese entstehen durch die Vermischung der Atemluft mit Gasen, die entweder aufgrund ihrer toxischen Eigenschaften oder aufgrund der Verdrängung von Sauerstoff für den Menschen schädlich sind.
Da selbst ein kurzer Aufenthalt in bösen Wettern für den Bergmann tödlich sein kann, ist eine wirksame Früherkennung von bösen Wettern sehr wichtig] Dazu setzten die Bergleute anfangs nach einem Grubenbrand oder einer Schlagwetterexplosion Kanarienvögel ein. Die Vögel wurden in einem speziellen tragbaren Käfig mitgeführt, um eventuell noch vorhandenes Kohlenstoffmonoxid zu erkennen. Im Erzbergbau nahmen die Bergleute ihre Kanarienvögel auch während der normalen Schicht mit in die Grube. Hörte der Vogel plötzlich auf zu singen, werteten die Bergleute dies als Warnsignal und verließen die Stollen. In einzelnen Fällen wurden auch Mäuse Untertage zur Früherkennung von Kohlenstoffmonoxid eingesetzt. Da Mäuse zehnmal schneller der Wirkung des Kohlenstoffmonoxids erliegen, wurden die Tiere in Käfigen vereinzelt in den verdächtigen Grubenbauen gehalten. Da die Tiere aber nicht überall zur Hand waren und die Methode umständlich war, konnte sie sich nicht durchsetzen. Im modernen Bergbau werden spezielle auf das jeweilige Gas abgestimmte Messgeräte zur Früherkennung eingesetzt.
Quelle: Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6se_Wetter