
Schlossinsel mit Reaissanceschloss am Rodewischer Park

Von der Wasserburg zur Schlossinsel
Die Geschichte der Anlage beginnt im späten 13. Jahrhundert mit dem Bau einer Wasserburg, die den Namen "Burg Göltzsch" trug. Archäologische Ausgrabungen in den 1930er-Jahren legten die Grundmauern dieser sogenannten "Festen Hauses" frei, einer 21 x 21 Meter großen Ringwallanlage, die von einem sieben Meter breiten Wassergraben umgeben war. Die Funde aus dieser Zeit – von Alltagsgegenständen bis hin zu Waffen – sind heute im Museum Göltzsch zu sehen.
Im 16. Jahrhundert wurde die ursprüngliche Wasserburg zu einem Renaissance-Schlösschen umgebaut, das zum Rittergut Obergöltzsch gehörte. Dieses Rittergut, das durch Erbteilungen entstand, wechselte im Laufe der Jahrhunderte häufig den Besitzer.
Die Adelsfamilien, darunter die Edlen von der Planitz, wohnten zunächst im Schlösschen, bezogen später aber ein neues Herrenhaus auf demselben Gelände.
Vom Rittergut zum Stadtpark
Im Jahr 1911 kaufte die Stadt Rodewisch das Rittergut Obergöltzsch. Ein Teil des ehemaligen Wassergrabens wurde in den 1920er-Jahren zu einem Gondelteich umgestaltet. Dieser Schritt veränderte die Anlage grundlegend und verwandelte sie in einen beliebten Stadtpark. Dabei entstand auch der heutige Name "Schlossinsel".
Das historische Renaissance-Schlösschen, das in den 1960er-Jahren aufwendig saniert wurde, dient heute als Veranstaltungsort. Die erhaltenen Grundmauern der alten Wasserburg sind als archäologisches Freilichtdenkmal zugänglich und erinnern an die mittelalterlichen Ursprünge der Anlage. Das ehemalige Herrenhaus beherbergt das Museum Göltzsch, das die Geschichte der Region und der Burg beleuchtet.

Zum Geocache: An den angebenen Koordinaten befindet sich eine Sitzmöglichkeit, daran befindet sich der Petling.
