Hier ein Auszug aus einem Beitrag der
Frankfurter Allgemeine mit dem Titel:
Der Siegeszug der KI erfordert mehr Rechenzentren
Von Inga Janović erschienen am 22.09.2025
Frankfurt ist einer der wichtigsten Standorte
Es gilt, einen Titel zu verteidigen: Bezogen auf die Rechenzentrumskapazitäten für Datenverarbeitung, -speicherung und den digitalen Austausch ist Deutschland aktuell die Nummer eins in der Europäischen Union und Frankfurt der wichtigste Standort: Rund 2000 Rechenzentren stehen im gesamten Land. Und von den fünf wichtigsten Kernmärkten für sogenannte Colocation-Anbieter – Frankfurt, London, Amsterdam, Paris und Dublin (zusammengefasst als FLAPD) – ist die Stadt am Main nach der britischen Hauptstadt der zweitgrößte. Gut 1 Gigawatt der insgesamt 3,7 Gigawatt Rechenkapazität in den fünf Regionen stehen in Rhein-Main. Die Betreiber, die die Gebäude errichten und dann entweder im Ganzen oder segmentweise an Cloud- und Plattformbetreiber, Industrieunternehmen, Onlinehändler oder Telekommunikationsanbieter vermieten, sind zumeist internationale, mehrheitlich amerikanische Konzerne.
Ein Gigawatt ist viel: Die meisten der deutschen Atomkraftwerke hatten Nettoleistungen von etwa 1,3 bis 1,4 Gigawatt. Liefen sie noch, würde eines bald allein für die Datacenter im Raum Frankfurt arbeiten. Dort ist die Rechenzentrumskapazität zuletzt um 20 Prozent im Jahr gewachsen, wie Dirk Turek berichtet, der für die Datacenter-Sparte des Immobiliendienstleisters CBRE als stellvertretender Forschungsdirektor tätig ist. Er prognostiziert für die nächsten Jahre den Bedarf von einem weiteren Gigawatt Rechenkapazität – verteilt aufs ganze Land.
Die Anzahl der Rechenzentren am Standort Frankfurt hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Hotspots für Data Center in Frankfurt sind insbesondere der Osten von Frankfurt, Sossenheim, das Gallus. Streng genommen beschränkt sich die Entwicklung von Rechenzentren auch nicht nur auf das Stadtgebiet von Frankfurt am Main selbst. In der gesamten Rhein-Main-Region entstehen Cluster für Rechenzentren, wobei diese stets die Nähe zum DE-CIX (dem weltweit größten Internet-Peering-Point) der sich in Frankfurt befindet bevorzugen.
Genau genommen beschränkt sich die Entwicklung von Rechenzentren auch nicht nur auf das Stadtgebiet von Frankfurt am Main selbst. In der gesamten Rhein-Main-Region entstehen Cluster für Rechenzentren, wobei diese stets die Nähe zum DE-CIX bevorzugen. Da der Platz und die Energieversorgung in Frankfurt an seine Grenzen kommt wird nun in benachbarten Kreisen bzw. Kommunen zum Beispiel in der Wetterau mit Bad Vilbel und Karben und dem Main-Kinzig-Kreis mit Hanau und Schöneck nach geeigneten Flächen gesucht.
