Geschichte Erleben Teil 2 / Gedenkanlage Wietstock 1813
đ Hintergrund
Am 22. August 1813 wurde es rund um Wietstock laut, hier stieĂen französische und sĂ€chsische Truppen auf preuĂische Einheiten, die den Ăbergang und das Dorf tapfer verteidigten. Die Gefechte waren Teil der KĂ€mpfe vor der Schlacht bei GroĂbeeren, die nur einen Tag spĂ€ter stattfand.
SpÀter entstand an diesem Ort die Gedenkanlage Wietstock, um an die Ereignisse und Gefallenen zu erinnern.
Sie ist bis heute ein wichtiger Erinnerungsort, ein StĂŒck lebendige Geschichte mitten im GrĂŒnen. đż
Quellen:
â Die Geschichte der Nordarmee
â Ortschronik Wietstock
â ArchĂ€ologie in Sachsen-Anhalt â Sonderband 24 (2016)
đ§ Der Cache
Keine Hilfsmittel nötig. Der Deckel lÀsst sich leichtgÀnging entfernen, bitte seit vorsichtigt und sucht nur wenn es hell ist.
Kein Graben, kein Klettern
Bitte respektvoll verhalten â nicht auf oder in der Anlage suchen
Die Dose ist auĂerhalb des Denkmals, leider etwas weiter weg. Direkt an der Gedenkanlage war es leider, auf Grund der Abstandsregeln, nicht möglich, diesen zu platzieren.
âš Coinserie âGeschichte Erleben â
Zu dieser Cacheserie habe ich eine kleine (1â6) erstellt.
In jedem Cache liegt normalerweise ein Teil der Serie â im ersten Cache die Nr. 1, im zweiten Cache die Nr. 2 usw.
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Die Coins sind als kleines Extra gedacht â bitte seht sie nicht als festen Bestandteil des Listings.
â»ïž Hinweise
CITO willkommen â helft mit, den Ort sauber zu halten.
Nachts bitte meiden (Anwohner + WĂŒrde des Ortes).
Familienfreundlich, aber kein Spielplatz.
Achtet auf Muggels â besonders bei gutem Wetter.
FTF - Team Chanride, 20.10.2025
STF - Knospi76,      22.10.2025
TTF - kabetago,      25.10.2025
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Etwas mehr Geschichtlicher Hintergrund:
Das Gefecht bei Wietstock 1813: Taktische Niederlage und strategischer Teilerfolg
Der Verlauf des Gefechts: Von der Verzögerung zur RĂŒckzugsnot
Das Gefecht bei Wietstock ereignete sich am 22. August 1813 als Vorhut der gröĂeren Operationen der napoleonischen "Berlin-Armee" unter Marschall Nicolas Oudinot. Nach dem Ende des Waffenstillstands von PlĂ€switz am 11. August rĂŒckten französische und sĂ€chsische Truppen â insgesamt etwa 75.000 Mann im Korps von Oudinot und Reynier â von Luckau aus nordwĂ€rts, um Berlin zu erobern und die Alliierten in der Mark Brandenburg zu zerschlagen. Ihr Ziel: Die drei NutheĂŒbergĂ€nge bei Wietstock, Thyrow und JĂŒhnsdorf zu erzwingen, um die Verteidigungslinien der Nordarmee (PreuĂen, Russen und Schweden unter Kronprinz Karl Johann) zu durchbrechen.
Die preuĂische Vorhut, bestehend aus der Brigade des Generalmajors Adolf Friedrich von Oppen (ca. 3.000â4.000 Mann, darunter Dragoner- und Landwehrkavallerie des III. Armeekorps unter Friedrich Wilhelm BĂŒlow), war bei Wietstock positioniert. Auf den Wietstocker Schanzen â alten Befestigungen aus dem SiebenjĂ€hrigen Krieg â hielten Beobachtungsposten Wache. Als französische Tirailleurs (SchĂŒtzen) unter General Jean-Louis Reynier (VII. Korps, mit sĂ€chsischen Divisionen) den Nuthegraben ĂŒberschritten, entbrannte der Kampf. Oppen reagierte prompt: Seine Kavallerie â einschlieĂlich Einheiten wie dem 2. WestpreuĂischen Dragoner-Regiment â startete drei Attacken gegen die ĂŒberlegenen französischen Linien, die durch Artillerie und Infanterie verstĂ€rkt waren.
Der Nahkampf war erbittert. PreuĂische GeschĂŒtze setzten Wietstock in Brand, um den Franzosen Deckung zu nehmen, was den Ort in eine Flammenhölle verwandelte. Dennoch scheiterten die Angriffe: Nach vergeblichen SĂ€bel- und LanzenstöĂen mussten die PreuĂen den Damm und die Schanzen kampflos rĂ€umen. Oppen leitete einen geordneten RĂŒckzug nach GroĂbeeren ein, wo BĂŒlows HauptkrĂ€fte (ĂŒber 30.000 Mann) versammelt waren. Die Dauer des Gefechts, sechs Stunden, unterstreicht den Widerstand: Schwache preuĂische KrĂ€fte hielten eine numerisch ĂŒberlegene Ăbermacht auf, ohne vollstĂ€ndig zu zerbrechen.
Taktische Niederlage, aber strategischer Teilerfolg: Verluste und Bedeutung
Taktisch war es eine klare Niederlage fĂŒr die Alliierten. Die PreuĂen verloren etwa 350 Mann (Tote und Verwundete) sowie 200 Pferde, wĂ€hrend die Franzosen rund 800 Opfer zu beklagen hatten â eine Relation, die den preuĂischen Heroismus unterstreicht, aber den RĂŒckzug nicht aufwiegen konnte. Graf zu Dohna fiel in diesen Stunden, wie zuvor geschildert, wahrscheinlich in einem der Kavallerieangriffe; Otto von Dargitz, als erfahrener Offizier, half bei der Deckung des RĂŒckzugs. Die Franzosen ĂŒberschritten den Nuthegraben und drangen vor, doch die Verzögerung war entscheidend: Statt einen schnellen Durchbruch zu erzielen, verloren Reyniers Truppen Schwung und Zeit. BĂŒlow nutzte dies, um seine Positionen zu festigen und VerstĂ€rkungen (u. a. von Tauentzien) heranzuziehen.
Diese "Pyrrhus-Sieg" der Franzosen ebnete den Weg fĂŒr den entscheidenden Schlag am 23. August bei GroĂbeeren. Reynier, ermutigt vom Erfolg bei Wietstock, rĂŒckte isoliert vor â ein Fehler, den BĂŒlow ausnutzte. In der Schlacht eroberten die PreuĂen zunĂ€chst GroĂbeeren zurĂŒck, warfen die Sachsen unter General Sahr zurĂŒck und verjagten die französische Kavallerie. Oudinot versuchte einen Konterangriff, scheiterte jedoch; in der Nacht zog er sich nach Wittenberg zurĂŒck. Verluste: Franzosen/Sachsen ca. 3.000 (inkl. 1.500 Gefangener) und 14 GeschĂŒtze; Alliierte rund 1.100. Berlin war gerettet, die französische Herrschaft in Brandenburg gebrochen,ein Wendepunkt, der zur Völkerschlacht bei Leipzig fĂŒhrte.
Ohne die heldenhafte Verzögerung bei Wietstock hĂ€tte Reynier frĂŒher mit Oudinot und Bertrand (IV. Korps) koordiniert; stattdessen kĂ€mpfte er allein und wurde zermalmt. So wurde die Niederlage zu einem "strategischen Teilerfolg": Sie kostete Leben, stĂ€rkte aber die Moral und ebnete den Sieg.
VermÀchtnis: Von der lokalen GedenkstÀtte zur nationalen ErzÀhlung
Heute erinnert in Wietstock eine GedenkstĂ€tte, an die Gefallenen, darunter Dohna. Ausstellungen wie "Erinnerung is'n Dorf â Wietstock 1813" im Ludwigsfelder Museum beleuchten nicht nur den Kampf, sondern auch die sich wandelnde Erinnerungskultur: Von preuĂischem Heroenkult ĂŒber DDR-Propaganda bis zur heutigen lokalen Historiografie. Diese Nuancen mahnen: Geschichte ist kein Schwarz-WeiĂ, sondern ein Mosaik aus Verlust und Vorteil.
Offiziere wie Dohna und Dargitz opferten sich nicht umsonst. Die Allianz "verlor" Wietstock, gewann aber GroĂbeeren â und damit PreuĂens Freiheit.

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