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🏞️ Beschreibung
Mit seinem tosendem Wasser und seiner eindrucksvollen Breite gilt der Grawa-Wasserfall als einer der schönsten Wasserfälle Tirols – und er ist der breiteste Wasserfall der Ostalpen.
Doch was macht ihn so besonders? Warum stürzt das Wasser hier nicht in einem schmalen Strahl in die Tiefe, sondern verteilt sich fächerförmig über eine fast 100 Meter breite Felswand?
Die Antwort darauf liegt tief im Gestein verborgen – in der Struktur des Untergrunds.
🪨 Geologischer Hintergrund
Das Stubaital wird von zwei großen geologischen Einheiten geprägt:
Im Norden liegt die Stubaier Kalkkette, im Süden die Zentralalpen aus Gneisen und Glimmerschiefern. Der Grawa-Wasserfall liegt bereits im Zentralalpenbereich, genauer gesagt auf Paragneis und Amphibolit – metamorphe Gesteine, die unter hohem Druck und großer Hitze aus ehemaligen Sedimentgesteinen entstanden sind.
Diese Gesteine zeigen oft eine deutliche Bänderung oder Schieferung: feine Lagen aus hellen und dunklen Mineralen wechseln sich ab.
Beim Grawa verlaufen diese Schichten schräg zur Talachse – und genau das beeinflusst, wie das Wasser fließt!
Durch die unterschiedlichen Härten der Gesteinslagen nutzt das Wasser bevorzugt die weicheren Schichten als Abflussbahn. Dadurch „fächert“ sich der Wasserfall auf – ähnlich wie ein breiter Vorhang aus vielen einzelnen Strömen.
Die Erosionskraft des Wassers greift zusätzlich dort an, wo das Gestein stärker zerklüftet ist, was das charakteristische, unregelmäßige Erscheinungsbild noch verstärkt.
🌊 Entstehung der Wasserfallstufe
Nach der letzten Eiszeit floss das Schmelzwasser des Sulzenauferners durch das heutige Ruetztal.
Der Gletscher hatte das Tal stark ausgeschürft und glättete die Felsen – doch an dieser Stelle blieb eine Härtestufe zurück.
Das härtere, widerständige Gestein bremste die Erosion, sodass das Wasser seitdem über diese Stufe stürzt – der Grawa-Wasserfall war geboren.
Heute wird er vom Schmelzwasser des Sulzenauferners gespeist. Je nach Jahreszeit und Tageszeit variiert seine Wassermenge deutlich, was seine Form und Geräuschkulisse ständig verändert.
📍 Aufgaben
Bitte beantworte die folgenden Fragen vor Ort.
Die Antworten findest du durch genaue Beobachtung am Wasserfall und mit etwas Nachdenken ĂĽber die Beschreibungen oben.
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Struktur des Gesteins:
Schau dir die Felsen an, ĂĽber die das Wasser flieĂźt (am besten mit Fernglas oder von der Plattform).
Wie würdest du die Oberfläche beschreiben?
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A) glatt und einheitlich
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B) geschichtet oder gebändert
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C) blockig mit vielen Kanten
→ Welche Variante passt am besten, und was könnte das über die Gesteinsart aussagen?
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Form des Wasserfalls:
Beobachte den Verlauf des Wassers.
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Erosion in Aktion:
Suche nach Spuren der Erosion am FuĂź des Wasserfalls (z. B. glatte Felsen, Auskolkungen, abgebrochene GesteinsstĂĽcke).
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Beschreibe, was du siehst.
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Wo wirkt die Erosionskraft deiner Meinung nach am stärksten – oben, mittig oder unten?
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Pflichtfoto:
Mach ein Foto von dir (oder deinem GPS) auf der Aussichtsplattform, mit dem Wasserfall im Hintergrund.
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🌍 EarthCache Listing:
🏞️ Description
With its thundering water and impressive width, the Grawa Waterfall is considered one of the most beautiful waterfalls in Tyrol – and it is the widest waterfall in the Eastern Alps.
But what makes it so unique? Why does the water not plunge down in a narrow stream but spread out like a huge, fan-shaped curtain?
The answer lies deep within the rocks.
🪨 Geological background
The Stubai Valley is shaped by two major geological units:
To the north lies the Stubai Limestone Alps, and to the south the Central Alps, which consist mainly of gneisses and mica schists.
The Grawa Waterfall is already located within the Central Alps, on paragneiss and amphibolite – metamorphic rocks that formed under high pressure and temperature from former sedimentary layers.
These rocks often show a distinct foliation or banding, where light and dark mineral layers alternate.
At the Grawa Waterfall, these layers run diagonally to the valley axis – and that structural orientation controls how the water flows.
Because the water erodes the softer layers more easily, it spreads out across the surface, forming the wide fan shape that makes this waterfall so famous.
Cracks and joints in the rock further guide the flow, creating the irregular and fascinating appearance we see today.
🌊 Formation of the waterfall step
After the last Ice Age, meltwater from the Sulzenau Glacier (Sulzenauferner) carved its way through the present Ruetz Valley.
The glacier had eroded and polished the bedrock, but here it encountered a resistant rock layer that slowed the erosion.
This harder layer remained as a step in the valley floor – and over it, the Grawa Waterfall still plunges today.
Its water originates mainly from glacier melt. Depending on the season and temperature, the amount of water can vary greatly, changing the sound, width, and shape of the waterfall.
📍 Tasks
Please visit the site and answer the following questions based on your own observations at the waterfall.
You can find all answers on site through careful viewing and reasoning.
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Rock structure:
Observe the rock surface where the water flows down (best from the viewing platform or with binoculars).
How would you describe it?
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Shape of the waterfall:
Look at how the water descends.
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Erosion in action:
Examine the area at the base of the waterfall.
Can you see signs of erosion (e.g., smoothed rock, potholes, broken rock pieces)?
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Describe what you notice.
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Where do you think the erosive force is strongest – at the top, in the middle, or at the bottom?
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Mandatory photo:
Take a photo of yourself (or your GPS device) on the viewing platform with the waterfall in the background.
📚 Quellen
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Geologische Karte der Republik Ă–sterreich, Blatt 147 (Neustift im Stubaital)
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Tiroler Umweltanwaltschaft: „Wilde Wasser – Geologie des Stubaitals“, Broschüre 2019
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Stubai Tourismusverband, WildeWasserWeg-Infotafeln vor Ort (Sulzenauhütte – Grawa-Wasserfall)
Teile des Listings wurden unter Verwendung von KI-Tools (ChatGPT) erstellt und vom Owner geprĂĽft.
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