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Rinne und Kalktuffquelle bei der Bogenbrücke EarthCache

Hidden : 10/18/2025
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Diese Kalktuffquelle haben vielleicht schon die Römer betrachten können, als sie auf ihren Handelswegen hier vorbei kamen. Wer Lust und Muße hat, sollte sich nicht nur die Kalktuffquelle genauer ansehen, sondern auch die Bogenbrücke aus dem Jahre 1824.

Das Besondere einer Kalktuffquelle mit Rinne: Diese Rinne wächst! Während das kalkhaltige Wasser aus der Quelle austritt, scheidet es beim Fließen stetig Kalk ab. So entsteht ein Bachbett, das sich langsam nach oben aus dem Gelände erhebt – eine sogenannte Steinerne Rinne.

Wie entstehen nun Kalktuffquellen?

Kalktuffquellen können sich nur im Kalk bilden. Als Kalkstein werden Sedimentgesteine bezeichnet, die überwiegend aus Calciumcarbonat (CaCO3) bestehen.

Regenwasser ist durch gelöstes Kohlendioxid leicht sauer und kann beim Versickern im kalkhaltigen Gestein Calciumcarbonat lösen. Dabei entsteht Calciumhydrogencarbonat, das im Grundwasser transportiert wird. Wenn dieses Wasser an der Quelle austritt, ändern sich Temperatur, Druck und CO2-Gehalt. Das gelöste Calciumcarbonat fällt dann wieder aus und bildet feine Kalkschichten auf Steinen, Moosen oder Pflanzen.

So entstehen über lange Zeit poröse, helle Gesteine aus Kalktuff.

Üblicherweise entstehen Kalktuffrinnen bevorzugt bei mäßigem Gefälle mit langsam fließendem Wasser, oft in kleinen Bächen, und können mehrere Meter lang und 10–30 cm mächtig sein.

Abb. Kalktuffquelle mit steinerner Rinne bei mäßigem Gefälle

Das Wachstum von Kalktuffrinnen wird durch eine Kombination aus chemischen, physikalischen und biologischen Faktoren bestimmt, die eng zusammenwirken.

 

Wichtigste Einflussfaktoren

Kohlendioxidgehalt (CO2) im Wasser

Der CO2-Gehalt ist der zentrale Faktor, da Calciumcarbonat (CaCO3) nur in kohlensäurehaltigem Wasser löslich ist. Wenn das Wasser beim Austritt CO2 verliert – etwa durch Erwärmung, Druckabfall oder biologische Aufnahme durch Pflanzen – fällt Kalk aus. Je stärker dieser CO2-Verlust, desto schneller bildet sich Kalktuff.

 

Biologische Aktivität (Moose, Algen, Cyanobakterien)

Pflanzen, insbesondere Starknervenmoose (Palustriella commutata), Cratoneuron und Algen, fördern das Wachstum erheblich. Sie entziehen dem Wasser CO2 für die Photosynthese und beschleunigen so die Kalkausfällung. Gleichzeitig schaffen sie Substrate, auf denen sich neue Kalklagen absetzen können. Diese „lebende Baustelle“ wächst kontinuierlich bergauf.

 

Wassermenge und Fließgeschwindigkeit

Ein mäßig schneller Wasserfluss begünstigt das Wachstum, da er einerseits CO2-Entgasung fördert, andererseits aber Moos- und Algenmatten nicht zerstört. Bei zu starker Strömung werden die Pflanzen abgerissen, bei zu schwacher fehlt die CO2-Abgabe an die Luft.

 

Temperatur und Licht

Höhere Temperaturen verringern die CO2-Löslichkeit im Wasser und fördern dadurch Ausfällung und Wachstum. Gleichzeitig benötigen Moose und Algen ausreichendes Licht für Photosynthese – deshalb sind Kalktuffrinnen meist an offenen, sonnenexponierten Standorten aktiv.

 

Chemische Zusammensetzung des Quellwassers

Der Kalkgehalt (Calciumhydrogencarbonat-Konzentration) hängt vom geologischen Untergrund ab. Quellen aus stark karbonathaltigem Gestein (z. B. Kalkstein oder Dolomit) liefern mehr Material für die Ausfällung und steigern das Wachstum.

 

Gefälle und Morphologie des Geländes

Stärkeres Gefälle erhöht den CO2-Verlust durch turbulente Strömung und beschleunigt damit die Kalkfällung. In flachen Abschnitten ist das Wachstum langsamer, das Gestein aber oft gleichmäßiger.

In steileren Bereichen lagert sich der Kalk an Moospolstern und kleinen Hindernissen ab, wodurch sich oft Sinterstufen und Terrassen bilden.

So hebt sich die Rinne allmählich über das Gelände hinaus.

Abb. Kalktuffquelle mit steinerner Rinne bei großem Gefälle

Quellen: Wikipedia, https://www.lbv.de/naturschutz/lebensraeume-schuetzen/gewässer/quellschutz/kalktuffquellen, https://www.parcs.at/npg/pdf_public/2022/51569_20221123_134917_Bock2022-DieKalktuffquellenFFH-LRT7220.pdf

 

Logaufgabe:

Um den Earthcache loggen zu können beantworte bitte folgende Fragen:

 

1. Entstehung der Kalktuffrinne

Erkläre in eigenen Worten, warum sich das Bachbett der Rinne nicht eintieft wie bei einem normalen Bach, sondern emporwächst.

 

2. Mächtigkeit und Gefälle der Kalktuffrinne

Wie schätzt du die Mächtigkeit der Kalktuffrinne am Anfang und am Ende ein? Wie steil schätzt du das Gefälle ein? Würdest du die Mächtigkeit bei diesem Gefälle vermuten? Wenn ja bzw. nein, wieso?

 

3. Unterschied Kalktuff und umliegendes Kalkgestein

Vergleiche das poröse Material der Rinne mit festem Gestein im Umfeld:

Worin unterscheidet sich der Kalktuff deutlich vom umgebenden Kalkstein – etwa in Farbe, Härte, Porosität oder sichtbaren Strukturen?

 

4. Verpflichtend ist ein Foto beim Header und / oder der Umgebung mit dir persönlich und / oder deinem GPS und / oder einem persönlichen Gegenstand von dir. Dieses Foto hänge an deinen Online Log. Jeder einzelne Log benötigt ein Foto!

Sende mir deine Antworten über mein GC Profil. Danach kannst du sofort loggen. Du benötigst meine Logerlaubnis nicht abzuwarten. Wenn etwas falsch sein sollte, melde ich mich bei dir. Logs ohne Antworten via Messenge Center / Mail und/oder Foto werden gelöscht.

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