Hinweis zum Cache:
Der Cache befindet sich nicht auf dem Kirchengelände – bitte respektiert diesen historischen Ort und seine Besucher. Beobachtet eure Umgebung gut und achtet auf Muggel.
Bitte meidet insbesondere folgende Zeiten für die Suche, um Gottesdienste nicht zu stören:
- Sonntags um 10:00 Uhr (Hauptgottesdienst)
- Mittwochs um 19:00 Uhr (Abendandacht)
Viel Spaß beim Suchen – und beim Eintauchen in die Geschichte!
Geocache-Beschreibung: Dorfkirche Stahnsdorf
Willkommen an einem geschichtsträchtigen Ort! Dieser Geocache führt dich zur Dorfkirche in Stahnsdorf, einer der ältesten Sakralbauten der Mark Brandenburg. Sie wurde vermutlich zwischen 1200 und 1230 erbaut und beeindruckt noch heute mit ihrer spätromanischen Architektur.
Die Kirche besteht aus einem rechteckigen Kirchenschiff, einem stark eingezogenen Rechteckchor und einer halbrunden Apsis. Besonders bemerkenswert ist das präzise Mauerwerk aus sorgfältig behauenen Feldsteinen – ein echtes Meisterwerk mittelalterlicher Handwerkskunst!
Ein massiver Westturm war ursprünglich nicht vorgesehen. Stattdessen wurde 1779 ein verbretterter Dachturm aufgesetzt, der zwei Glocken beherbergt. Die kleinere Bronzeglocke stammt aus der Zeit um 1500 und trägt eine lateinische Inschrift: „O König der Herrlichkeit, Christus, komm mit Frieden!“
Stahnsdorf wurde erstmals 1264 urkundlich erwähnt. Die Dorfkirche war damals das Zentrum eines weitläufigen Pfarrsprengels, zu dem auch Kleinmachnow und Sputendorf gehörten. Ab 1435 übernahm die Familie von Hake das Patronat. Otto von Hake war 1590 der letzte dieser Familie, der hier beigesetzt wurde – seine Grabplatte vor dem Altar ist noch erhalten.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Kirche stark beschädigt, aber 1696 aufwendig wieder instand gesetzt. Dabei entstand unter anderem die kleine Sakristei auf der Nordseite.
Im Inneren findest du einen spätgotischen Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert mit kunstvoll geschnitzten Heiligenfiguren. Eine Figur der Anna Selbdritt, eine barocke Kanzel mit Sternenhimmel am Schalldeckel und ein Taufbecken aus dem 16. Jahrhundert runden das eindrucksvolle Bild ab.
Heute ist die Kirche nicht nur ein Ort der Andacht, sondern auch ein beliebter Konzertsaal – ihre Akustik ist hervorragend. Von Pfingsten bis September ist sie sonntags von 14 bis 17 Uhr auch für Besucher geöffnet.