261. Der Uhlanensprung bei Planschwitz.
(Metr. bear. v. Hager a. a. O. 1. S. 11. Darnach in Gräße, Sagenschatz, Nr. 571.)
Beim Dorfe Planschwitz bei Plauen steigt ein hoher Berg schroff vom Ufer der Elster aus in die Höhe. Im letzten Kriege soll nun ein Uhlane von den Feinden grimmig verfolgt, weil mit der Gegend unbekannt, bis auf den Gipfel dieses Berges gesprengt sein, und als er hinter sich seine Verfolger und sonst keinen Ausweg gesehn, den Tod in der Elster seiner Gefangennahme vorgezogen habe.
Er setzte also mit seinem Rosse kühn in den Fluß hinab; zwar versank das treue Thier in den Fluthen, er aber rettete sich durch Schwimmen glücklich an's andere Ufer.
aus dem Sagenbuch Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und andere alte Überlieferungen im Voigtlande 1867.