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Auf der Suche nach dem Franzosenschatz Mystery Cache

Hidden : 1/1/2026
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:


Dies ist unser erster Mystery Cache! Und für den Anfang wollten wir es mal einfach machen - den Schwierigkeitsgrad steigern können wir dann nach und nach! Viel Spass beim Lesen und Rätseln.

Hier beginnt also die Geschichte:

Die Sage des Franzosenschatzes

Als das französische Heer über die Napoleonstrasse zog, vergruben Soldaten im «Chüegraben» unter einer mächtigen Eiche einen Schatz. Zwei Männer versuchten später eines Nachts, den Schatz zu heben. Doch als es zwölf Uhr schlug, mussten sie Pickel und Schaufel fallen lassen, und sie rannten entsetzt davon, weil ein französischer Soldat aus der Grube emporstieg.

Bei der Sage um den Franzosenschatz handelt es sich um eine Geschichtssage. Das klassische Merkmal von Geschichtssagen besteht darin, dass sie auf einem konkreten historischen Ereignis beruhen, dass aber grosse Teile der Geschichte darum herum frei erfunden worden sind. Anhand der vorliegenden Sage lässt sich das sehr gut darstellen. Beginnen wir mit den geschichtlichen Tatsachen.

Bis 1792 gehörte die Landvogtei Birseck mit den Gemeinden Arlesheim, Reinach, Oberwil, Therwil, Ettingen, Allschwil und Schönenbuch zum Fürstbistum Basel und somit zum deutschen Reich. Im Zuge der französischen Revolution besetzten die Revolutionsarmeen die nicht eidgenössischen Teile des Fürstbistums, und es kam zur Ausrufung der Raurachischen Republik. In diesem kurzlebigen Gebilde, das am 23. März 1793 aufgelöst und in die Französische Republik eingegliedert wurde, gehörte Oberwil zum Kanton Reinach mit der gleichnamigen Hauptstadt, der noch bis ins Jahr 1800 Bestand hatte. Bis zur zur Befreiung der Gemeinden des ehemaligen Fürstbistums im Jahr 1814 gehörte Oberwil zu Frankreich, und es ist sehr gut möglich, dass der Akt dieser Befreiung am Ursprung unserer Oberwiler Sage rund um den ominösen Franzosenschatz im Chüegrabe steht, wie anhand der zum Teil sehr genau datierten geschichtlichen Ereignisse aufgezeigt werden soll.

Nach der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813, bei der die französische Armee nach dreitägiger Schlacht einer Allianz aus Österreich, Preussen, Russland und Schweden unterlag, wurden die Truppen Napoleons immer weiter nach Westen zurückgedrängt. Bei diesem Rückzug der Franzosen über den Rhein geriet die Region Basel in den Brennpunkt der Ereignisse. Am 21. Dezember marschierten 80‘000 Soldaten der alliierten Truppen über die Rheinbrücke von Basel, nachdem Fürst von Metternich die eidgenössischen Parlamentäre nach längerem Verhandeln von der Aussichtlosigkeit einer Verteidigung der Stadt hatte überzeugen können. Das letzte Hindernis für einen Marsch der Alliierten durch die Schweiz mitten in Frankreichs Herz war somit frei. Aus der Sage vom Franzosenschatz erfährt, dass das französische Heer via Napoleonstrasse in die Allme gelangt war und dort lagerte. Wer einen Schatz versteckt, tut dies angesichts einer akuten Bedrohung mit der Absicht, die Wertgegenstände später, wenn sich die Lage beruhigt hat, wieder zu holen. Allein die Tatsache, dass ein Schatz vergraben wurde, deutet darauf hin, dass irgendetwas Unvorhergesehenes geschehen war. Erhärtet wird diese Vermutung durch den Satz: «Als das Lager plötzlich abgebrochen werden musste…» Von 1793-1813 gab es nur ein Ereignis, welches französische Truppen im Leimental, welches damals französisches Staatsgebiet und seit langer Zeit befriedet war, dazu gebracht haben könnte, ein Lagerfluchtartig aufzugeben: Der Einmarsch alliierter Truppen in die Nordwestschweiz.

Am Morgen des 21. Dezember 1813 hatte die neutrale Stadt Basel den Alliierten die Tore geöffnet und ihnen damit den raschen Vormarsch ins nahe Elsass ermöglicht. Bayerische Truppen wurden zur Eroberung. der kleineren befestigten Plätze im Oberelsass entsandt. Dazu zählte unter anderem die stark befestigte Landskron. Am 23. Dezember trafen die Bayrischen Abteilungen um 14.00 Uhr auf einer Anhöhe oberhalb Mariasteins ein und begannen mit der Belagerung, die sie am 26. Dezember erfolgreich abschlossen. Man kann davon ausgehen, dass sich die bayerischen Truppen nach ihrer Ankunft in Basel frühestens am 22. Dezember in Richtung Mariastein in Marsch setzten. Das französische Heer war seit der Niederlage bei Leipzig am 19. Oktober permanent auf dem Rückzug. Der Rückzug eines geschlagenen Heeres läuft nicht geordnet ab, wenn die siegreichen Truppen den Verlierern auf den Fersen sind. Vermutlich ging bei den Franzosen alles drunter und drüber, und die Soldaten waren erschöpft und deprimiert. Es ist denkbar, dass sich die französischen Soldaten in ihrem Lager in den Allmen für den Moment sicher fühlten, weil den Alliierten am Rhein der Durchzug durch Basel zuerst verwehrt, und erst nach zähen Verhandlungen, dann aber relativ plötzlich, gewährt wurde. Die Kunde von einer heranmarschierenden feindlichen Truppe könnte sie ziemlich unvorbereitet getroffen haben und zu einer überstürzten Flucht geführt haben. Ein ideales Szenario für verzweifelte Menschen, die Staatsgelder verwahren und plötzlich die Chance erhalten, das ihnen anvertraute Gut unauffällig verschwinden zu lassen und in einer Kiste im Wald zu vergraben, wo das Geld vielleicht jetzt noch liegt – und das seit dem 22. oder 23. Dezember 1813.
(Quelle: z Oberwil underwäggs Sagen und Geschichten)

Die folgende Geschichtssage und die historischen Eckdaten enthalten alle Hinweise, die du zur Lösung brauchst. Löse die vier Teilaufgaben und setze die erhaltenen Zahlen wie unten beschrieben zusammen:

N 47° 31.ABC
E 007° 31.DEF

Die Aufgaben

  1. Die Verbündeten
    Im Text wird die Allianz genannt, die der französischen Niederlage bei Leipzig folgte.
    > Zähle die genannten Länder. Das Ergebnis ist A.
  2. Der Tag des Durchzuges
    Der Text berichtet, dass die alliierten Truppen am (Datum) über die Rheinbrücke marschierten.
    > Nimm die Einerstelle dieses Tages. Das Ergebnis ist B.
  3. Die Dauer der Zugehörigkeit
    Oberwil wurde im Jahr xxxx Frankreich zugeschlagen und erst im Jahre xxxx befreit.
    > Berechne die Differenz beider Jahreszahlen und nimm die Einerstelle des Ergebnisses. Das ist C.

  4. Das dreistellige Rätsel
    In der Sage sind die Gemeinden der Landvogtei Birseck aufgezählt. Ausserdem heisst es, die Männer mussten um xx Uhr fliehen.
    > Zähle die genannten Gemeinden (das ergibt G). Bildet dann die dreistellige Zahl DEF = G × 100 + Uhrzeit.

Zusammensetzen: Die ersten drei Ergebnisse ergeben zusammen ABC. Die vierte Aufgabe liefert die dreistellige Zahl DEF.

Gib die resultierenden Koordinaten im GeoChecker ein. Viel Erfolg – und denk daran: Le chemin est le but.


Hinweis des Owners: Beim Loggen bitte diskret vorgehen.

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