Noch bevor der Nebel sich hob, lag über der Weide eine gespannte Stille. Der Stallbursche trat durch das feuchte Gras und hängte fünf Halfter über seinen Arm. In der Ferne hob Blacky den Kopf. Der schwarze Hengst, kräftig gebaut und mit glänzendem Fell, stand am Zaun und wartete fast, als wüsste er, dass heute kein gewöhnlicher Tag war.
„Na, mein Junge, auf geht’s“, murmelte der Pfleger, als er Blacky das Halfter anlegte. Es war die Nummer eins, sein Rennhalfter – nur für besondere Anlässe. Blacky schnaubte leise, scharrte drei Mal mit dem Huf und folgte brav zum Transporter. Kein Zögern, kein Widerstand – nur gespannte Erwartung.
Die Fahrt zur Dortmunder Rennbahn war ruhig. Null Autos kamen ihnen auf der schmalen Landstraße entgegen, nur Nebel und die fernen Silhouetten der Tribünen, die langsam aus dem Grau auftauchten.
Angekommen auf dem Gelände herrschte hektisches Treiben. Sieben Pferde wurden bereits gesattelt, die Luft vibrierte vor Energie. Der Trainer legte Blacky die Hand auf den Hals. „Heute ist dein Tag“, sagte er, so wie er es seit einem Jahr vor jedem Training getan hatte.
In der Meldeliste stand die Nummer acht neben Blackys Namen. Eine Zahl, die für viele Reiter schwer, für den Trainer jedoch verheißungsvoll klang. Auf der Bahn war die Stimmung elektrisierend. Aus den Lautsprechern ertönte Musik, über der Tribüne flatterten sieben Fahnen im Wind.
Beim Aufgalopp zeigte Blacky, was in ihm steckte. Drei kraftvolle Sprünge, dann ein ruhiger Rhythmus – präzise, wie aus dem Lehrbuch. Der Jockey beugte sich vor, legte eine Hand auf den Hals des Pferdes. Auf der Satteldecke leuchtete deutlich die eins.
Noch vier Minuten bis zum Start. Die Sonne brach durch die Wolken, das Publikum rückte die Hüte zurecht, und in den Boxen herrschte null Bewegung. Alle warteten. Nur Blacky tänzelte leicht, als könne er den Start kaum erwarten.
Dann fiel das Signal. Die Tore öffneten sich, Sand spritzte auf, und mit vier mächtigen Galoppsprüngen setzte sich Blacky sofort in Führung. Er flog über die Bahn, leichtfüßig und zielstrebig. Hinter ihm drängten die Verfolger, doch er ließ keinen Zweifel: Dies war sein Rennen.
Auf der Zielgeraden wurde es laut. Das Publikum stand, die Spannung war greifbar. Noch ein paar Meter – dann schoss Blacky über die Linie. Sieg! Ein klarer, verdienter Triumph.
Der Trainer rannte auf die Bahn, jubelnd, Tränen in den Augen. „Das war Blacky!“, rief er. „Vom Weidehengst zum Champion – was für ein Rennen!“
Und so endete der Tag, an dem ein Pferd, das am Morgen noch zwischen Gras und Nebel stand, auf der Dortmunder Rennbahn Geschichte schrieb.
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Beim Zurückbauen bitte beachten, dass die Bügel der Schlösser nur durch die weiß markierten Löcher passen (oben das obere Loch und unten das untere Loch).
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