Bildnachweis: August Kotzsch (?): Loschwitz mit Standseilbahn und Grundstraße, nach 1895 - gemeinfrei
Die Dresdner Standseilbahn ist neben der Schwebebahn eine der zwei Dresdner Bergbahnen. Seit 1895 verbindet sie die Stadtteile Loschwitz und Weißer Hirsch miteinander. Dabei wird zwischen der Berg- und der Talstation ein Höhenunterschied von 87 Metern überwunden.
Schon 1873 gab es erste Planungen zum Bau einer Bahn, die jedoch wegen einer zu geringen Nutzungserwartung nicht umgesetzt wurden. Mit dem Bau des Lahmannschen Sanatoriums auf dem Weißen Hirsch veränderte sich die Lage - eine bessere Verkehrsanbindung des international bekannten Kurorts wurde nötig. Die geplante Schmalspurbahn, die von Dresden-Neustadt über den Weißen Hirsch bis Dürröhrsdorf führen sollte, wurde schließlich verworfen. 1893 wurde die Baugenehmigung für die Standseilbahn erteilt. Nach nur 11 Monaten Bauzeit wurde sie am 26. Oktober 1895 mit Dampfbetrieb eröffnet, die Baukosten betrugen 800.000 Mark.
Bildnachweis: Paul Wolff <1876>, : Dresden, Standseilbahn, Blick von der Grundstraße auf die Standseilbahn, 1900/1940 - gemeinfrei
Die eingleisige Strecke ist 547 m lang bei einer Spurweite von 1000 mm. Es gibt zwei Tunnel und ein Viadukt. Der Burgbergtunnel (96 m lang) schließt sich gleich an die Talstation an. Etwa in der Streckenmitte befindet sich das 102 m lange Gerüstviadukt mit Ausweichstelle, an der sich die bergwärts und talwärts fahrenden Wagen begegnen. Kurz vor der Bergstation folgt dann noch der 54 m lange Prinzeß-Louisa-Tunnel.
In den ersten fünf Jahren wurde neben Personen- auch Güterverkehr durchgeführt: Kohle und Baustoffe bergauf, Fäkalien bergab. Letzteres war auf Grund der Geruchsbelästigung aber nur nachts erlaubt. Auch Pferde und Ochsen konnten transportiert werden.
Heute ist die Standseilbahn ein bei Touristen beliebtes Ziel, aber auch von Anwohnern wird sie regelmäßig genutzt. Sie wird heute von den Dresdner Verkehrsbetrieben betrieben.
Eine Fahrt dauert etwa fünf Minuten und ist täglich von 6:30 Uhr bzw. 9:00 Uhr (Wochenende) bis etwa 20:30 Uhr alle zehn bis 15 Minuten möglich. Im Frühling und Herbst findet jedes Jahr eine zweiwöchige Revision statt. Inzwischen ist die vierte Wagengeneration im Einsatz. Auch Fahrräder und Rollstühle können in den stufenförmig gestalteten Abteilen mitgenommen werden.
Mit gültiger Fahrkarte kann man so bequem zum Cache anreisen! (Natürlich ist die Dose auch zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichbar.)
LesHommesSauvages wünschen viel Spaß!