KGCoJ - das steht für "Kein GC ohne Jena", denn in Jena, als Stadt der Wissenschaften, sind viele Dinge, ohne die Geocaching nicht möglich oder nur halb so lustig wäre, erfunden oder erdacht worden. Daran soll diese kleine Reihe erinnern. Denn wer hätte gedacht, daß die erste UKW-Übertragung durch Prof. Abraham Esau zwischen Jena und Kahla im Jahr 1925 auch unserem Hobby einige Möglichkeiten eröffnen würde.

🔎 Operation „UKW – Die letzte Frequenz“
Prolog – Jena, 1925
Professor Abraham Esau hastete durch die schmalen Flure seines Labors. Hinter ihm vibrierten die UKW-Generatoren wie ferne Herzschläge. Seine neueste Entwicklung – ein Kontaktmodul, das nur auf eine bestimmte Nahfeldfrequenz reagierte – war kurz davor, in die falschen Hände zu geraten.
Er presste einen kleinen Metallbehälter an sich, in dem die wichtigsten Erkenntnisse seines UKW-Projekts lagen. Codename: ALPHA-WELLE.
Er wusste, dass Spione hinter ihm her waren. Ein Name fiel immer wieder in den Berichten:
„Nachtkrähe“ – ein Agent ohne Gesicht.
In letzter Sekunde gelang es Esau, den Behälter zu verschließen und die Kontaktfrequenz zu codieren.
Dann bestieg er den nächsten Zug, verschwand spurlos, der Krieg riss ihn mitsamt seinem Projekt mit sich. Die Alpha-Welle galt als verloren. (Jedoch scheint die lange Beschäftigung mit Wellen auch etwas mit seinem Gehirn gemacht zu haben: er schloß sich einer menschenverachtenden Ideologie an)
Kapitel II – Jena, Gegenwart
Die Geschichte beginnt erneut, als bei Umbauarbeiten nahe der alten Forschungsstätten ein alter Metallkasten auftaucht. Doch diesmal bleibt es nicht bei einer harmlosen Entdeckung. Am selben Abend wird im Forschungsarchiv eingebrochen. Ein Mann in dunkler Kleidung, hochspezialisierte Ausrüstung, Identität unbekannt. Er nimmt nichts – außer einer vergilbten Akte mit Esaus Namen.
Codename des Täters laut Überwachungssystem: „Nachtkrähe II“, eine moderne Fortsetzung der alten Agentenlinie.
Kurz darauf beginnt ein Wettlauf. Mehrere Sichtungen eines Unbekannten in der Umgebung des Fundortes. Funksprüche werden abgefangen. verzerrt klingende Stimmen, verschlüsselte Codes, Signale lokaler Störsender. Jemand versucht, die damals verlorene Technologie wieder nutzbar zu machen.
Ein internes Schreiben gelangt an dich:
„Die Alpha-Welle ist aktiv. Der Behälter reagiert noch immer auf das ursprüngliche Nahfeldsignal.
Der Feind kennt die Koordinaten. Sie müssen schneller sein.“
– Abteilung F, Jena
Diese Warnung erscheint dir zunächst kryptisch. Doch der nächste Satz macht alles klar:
„Der Behälter lässt sich nur mit moderner NFC-Technik entriegeln.“
Die Frequenz, die Esau damals erfand, entspricht zufällig heutigen NFC-Impulsen. Nachtkrähe II jagt genau diese Kapsel. Und du bist der Einzige, der sie vorher erreichen kann.
🎧 Dein Auftrag – Jetzt
1. Finde das Versteck
Die Koordinaten führen dich zu dem Ort, an dem der Behälter gesichert wurde – jetzt getarnt als Geocache.
2. Sichere die Alpha-Welle
Der Behälter reagiert nur auf die korrekte Nahfeldfrequenz. Für alle anderen bleibt er versiegelt. Nur mit NFC kannst du ihn öffnen. Dein Smartphone ist damit deine neue Geheimdienstausrüstung.
3. Bleib unbemerkt
Gerüchte besagen, dass Nachtkrähe II noch in der Gegend ist. Vielleicht beobachtet er die Zugänge. Vielleicht wartet er auf jemanden, der das Signal auslöst. Vielleicht ist er näher, als du glaubst. Nutze den Schutz der Dunkelheit!
Du öffnest die Kapsel – und wer weiß, ob du allein bist, wenn sich der Mechanismus löst.
📍 Vor Ort
Du findest:
- die Alpha-Welle-Replik, getreu Esaus Sicherungsdesign
- ein verdecktes NFC-Kontaktfeld, das dir weitere Informationen gibt und die Verriegelung auslöst
- eine innere Kammer, in der der Logeintrag wartet
Wenn du die richtige Frequenz erzeugst, bekommst du Anweisungen und der Behälter entriegelt sich fast lautlos – ein letztes Echo von Esaus verschollener Forschung.
🕵️ Viel Erfolg, Agent/in! Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie sendet ein Signal – und du bist der Einzige, der es empfangen kann.