Es ist Weihnachten und was gehört dazu – ein Adventskalender
und wie es bei Cachern so ist, sollte das Hobby nicht zu kurz kommen.
Aufgrund der gelungenen Weihnachtsserie in den vergangenen Jahren
und der positiven Rückmeldungen haben sich wieder viele Besitzer bereit erklärt,
eine Fortsetzung mitzuwirken.
Wir freuen uns wieder auf tolle Listings und Versteckideen –
Vielen Dank an alle, die diese Aktion unterstützen und allerseits eine schöne Weihnachtszeit!

2025 Tür 21 🕯️Weihnachten auf dem Land
Schneewittchen

Es war einmal im Winter.
Die Schneeflocken fallen wie Federn vom Himmel.
Eine Königin saß an einem Fenster, das einen schwarzen Rahmen aus Ebenholz hatte und nähte.
Und wie sie so nähte und nach dem Schneeflocken schaute,
stach sie sich mit der Nadel in den Finger.
Drei Tropfen Blut fielen in den Schnee.
Und weil das Rot im Weiß des Schnees so schön aussah,
dachte sie bei sich:
„Ach, hätt ich doch ein Kind so weiß wie Schnee,
so rot wie Blut und so schwarz wie Ebenholz . „
Bald darauf bekam sie ein Töchterlein.
Mit Haut so weiß wie Schnee,
Wangen so rot wie Blut und Haare so schwarz wie Ebenholz.
Es würde darum gehen, Schneewittchen zu nennen.
Das bedeutet Schneeweißchen.
Doch sobald das Kind geboren war, starb die Königin.
Nach einem Jahr der Trauer wurde der König mit einer anderen Frau vermählt .
Sie war schön, aber stolz und hochmütig.
Sie wollten nicht, dass jemand anders als sie am schönsten wäre.
Sie hatte einen wunderbaren Spiegel.
Als sie vor ihm trat, sprich sie:
„Spieglein, Spiegeln an der Wand,
„Wer ist das Schönste im ganzen Land?“
Und der Spiegel antwortete:
„Frau Königin, ihr seid die schönste hier.“
Damit war sie zufrieden, denn sie wußte,
dass der Spiegel immer die Wahrheit sagen musste.
Schneewittchen wuchs heran und wurde immer schöner.
Als sie sieben Jahre alt war,
War sie so schön wie der große Tag selbst und eben noch schöner als die Königin.
Als diese dann wieder einmal ihren Spiegel fragte:
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“
Antwortete dieser:
„Frau Königin, ihr seid die Schönste hier,
aber Schneewittchen ist tausendmal schöner als ihr.“
Da erschrak die Königin und wurde wütend.
Neid und Hochmut wucherte in ihrem Herzen wie Unkraut.
Das ging so lange, bis sie Tag und Nacht keine Ruhe mehr hatte.
Sie rief verzweifelt einen Jäger zu sich und sprach:
„Führe das Kind in den Wald hinaus,
so weit, dass es nicht mehr allein herausfindet.“
Der Jäger gehorchte,
führte Schneewittchen hinaus in den Wald und ließ es dort zurück.
Schneewittchen war nun allein und musste sich selbst helfen.
Obwohl sie über spitze Steine und durch Dornen gehen musste,
schritt sie mutig weiter.
Hauptsache sie kam weg von der bösen Stiefmutter und dem einfältigen Jäger.
Sie versuchte so lange weiter zu laufen, wie sie ihre Füße tragen konnten.
Als es Abend wurde kam sie an ein kleines Häuschen und ging hinein um sich auszuruhen.
In dem Häuschen war alles klein, zierlich und recht winzig.
Dort steht ein weiß gedecktes Tischlein mit sieben Tellerlein,
sieben Löffellein, sieben Messerlein, sieben Gäbelein und sieben Becherlein.
An der Wand waren sieben Bettlein perfekt nebeneinander aufgestellt und mit schneeweißen Laken bezogen.
Schneewittchen, weil sie so hungrig und durstig war,
aß von jedem Tellerlein und trank aus jedem Becherlein.
Und weil sie so müde war, legte sie sich in ein Bettchen und schlief ein.
Als es ganz dunkel geworden war,
kehrten die Bewohner des kleinen Häuschens zurück.
Es waren die sieben Zwerge, die in den Bergen nach Erz gruben.
Sie zündeten ihre sieben Lichtlein an und wie es nun hell im Häuschen wurde sahen sie,
dass jemand dort gewesen sein musste, denn es herrschte eine gewisse Unordnung.
Verwundert schauten sie sich an.
Und sie sprachen nacheinander:
„Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen?“
„Wer hat von meinem Tellerchen gegessen?“
„Wer hat aus meinem Becherchen getrunken?“

Da erblickten sie das schlafende Schneewittchen.
„Oh, ist das ein liebes Kind!“ riefen sie.
Und hatten so große Freude, dass sie es nicht aufweckten,
sondern im Bettlein weiterschlafen ließen.
Als es Morgen war, erwachte Schneewittchen,
und wie es die sieben Zwerge sah, erschrak es ziemlich dolle.
Sie waren freundlich und fragten
„Wie heißt du?“
„Ich heiße Schneewittchen“, antwortete sie.
„Wie bist du in unser Haus gekommen?“ fragten die Zwerge weiter.
Da erzählte sie ihnen, dass ihre Stiefmutter sie nicht mehr bei sich haben wollte
und der Jäger sie im Wald ausgesetzt habe.
Die Zwerge sprachen:
„Wenn du im Haus arbeitest,
Während wir arbeiten sind, kannst du gern bei uns bleiben.
Es soll dir an nichts fehlen.“
„Ja“, sagte Schneewittchen, „ Von Herzen gern.“ und blieb bei ihnen.
Als sich die Zwerge morgens verabschiedeten sagen sie immer:
„Hüte dich vor deiner Stiefmutter und pass gut auf,
die wird bald wissen , dass du hier bist.
Lass ja niemanden hier!

Die Königin dachte, sie sei wieder die Schönste, trat vor ihren Spiegel und sprach:
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das Schönste im ganzen Land?“
Da der Spiegel:
„Frau Königin, ihr seid die schönste hier,
„Aber Schneewittchen über den sieben Bergen
bei den sieben Zwergen ist tausendmal schöner als ihr.“
Da erschrak sie, denn sie wusste,
dass der Spiegel die Wahrheit sagen musste und Schneewittchen noch am Leben war.
Sie zitterte und bebte vor Zorn.
„Schneewittchen soll sterben“, rief sie, „und wenn es mich mein Leben kostet .“

Daraufhin vergiftete sie einen Apfel.
Äußerlich sah er schön aus, mit roten Backen, dass jeder, der ihn erblickte,
Lust darauf bekam, ein Stückchen davon zu essen,
ohne zu wissen das man dann sterben musste.
Als der Apfel fertig war, verkleidete sie sich in eine Bauersfrau
und ging über die sieben Berge zu den sieben Zwergen.
Sie klopfte an, Schneewittchen streckte den Kopf zum Fenster heraus und sprach:
„Ich werde keine Menschen einlassen.“
„Mir auch recht“, antwortete die Bäuerin,
„Ich will ich dir einen Apfel schenken.“
Schneewittchen streckte die Hand hinaus und nahm den Apfel entgegen.
Kaum aber hatte sie einen Bissen davon im Mund, fiel sie auf den Boden.
Da betrachtete es die Königin mit grausigen Blicken und lachte.

Und als sie daheim den Spiegel befragte:
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das schönste im ganzen Land?“
Sagte dieser:
„Frau Königin, ihr seid die schönste im Land.“
Als die Zwerge abends nach Haus kamen,
fanden sie Schneewittchen auf dem Boden liegend.
Sie legen es auf eine Bahre, setzen sich alle sieben daneben und beweinten es.
Sie weinten drei Tage lang.
Als sie es dann begraben wollte,
sah Schneewittchen noch so frisch aus wie ein lebender Mensch.
Sie hatte noch ihre schönen roten Wangen.
Sie sprachen: „Wir können sie nicht einfach in die schwarze Erde versenken“,
und ließen einen durchsichtigen Sarg aus Glas für sie anfertigen,
dass man sie von allen Seiten sehen konnte.
Dann legten sie es hinein und schrieben mit goldenen Buchstaben seinen Namen darauf.
Dann setzt sie den Sarg hinaus auf den Berg.
Einer von ihnen blieb immer dabei und bewachte ihn.
Nun lag Schneewittchen lange Zeit in dem Sarg und sah aus als ob es nur schliefe,
denn es war noch so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so schwarzhaarig wie Ebenholz.
Es geschah, dass sich ein Königssohn im Wald verirrte.
Er sah auf dem Berg den Sarg und das schöne Schneewittchen darin.
Da sprach er zu den Zwergen:
„Lasst mir den Sarg, ich will euch geben, was ihr dafür haben wollt.“
Aber die Zwerge sagten:
„Wir geben ihn nicht für alles Gold der Welt.“
Da sprach er:
„So schenkt ihn mir, denn ich kann nicht mehr leben ohne Schneewittchen zu sehen,
Ich werde sie ehren und hochachten wie mein Liebstes.“
Wie er so sprach, empfanden die guten Zwerge Mitleid mit ihm und gaben ihm den Sarg.
Dabei geschah es, dass sie über einen Strauch stolperten,
und von der Erschütterung fuhr das giftige Apfelstück aus Schneewittchens Hals.
Da öffnete sie die Augen, hob den Deckel vom Sarg und richtete sich auf.
„Ach, wo bin ich denn?“
Rief sie.
Der Königssohn sagte voller Freude:
„Du bist bei mir“,
und erzählte was sich zugetragen hatte.
„Ich habe dich lieber als alles auf der Welt!
Komm mit mir in meines Vaters Schloß.“
Und da auch sie sich in ihn verliebte, ging sie mit ihm.
Ihre Hochzeit wurde mit großer Pracht und Herrlichkeit gefeiert.

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