Gaunerstück (Ein fiktives Werk)

Diese Erzählung ist ein vollständig fiktives Werk. Alle beschriebenen Personen, Orte und Ereignisse sind frei erfunden oder dienen lediglich als erzählerisches Elemente dieses Rätsels.
Am späten Nachmittag des 21. Juni 2004, gegen 16:47 Uhr, erreichte die Polizei Geithain die Meldung, dass ein Teenager einer älteren Dame in Geithain‑West eine goldene Uhr und mehrere Schmuckstücke entrissen habe, während ein Nachbar den Vorfall beobachtete und sofort die Verfolgung aufnahm. Der Zeuge sah, wie der Junge die Beute im Vorbeilaufen an Johann übergab, der sich bereits in Bewegung befand und ohne anzuhalten weiterlief, bevor er die Gegenstände – ebenfalls im Weitergehen – an Gotthold weiterreichte, der wiederum schon eine Straße weiter war, als er sie an Friedrich übergab, sodass dem Nachbarn schlagartig klar wurde, dass er einer präzisen abgestimmten Kette von Jugendlichen folgte, die ihre Fluchtroute offensichtlich im Voraus geplant hatten. Während die ersten beiden Beteiligten längst in verschiedene Richtungen verschwunden waren, führte Friedrich Weg den Nachbarn weiter entlang des Geländes, auf dem sich noch heute eine Schule befindet, und endete schließlich an der Kreuzung nahe der zweiten Schule, die es dort heute im Westen des Viertels gibt, wo Friedrich aus seinem Blickfeld verschwand.
Bevor Friedrich endgültig aus dem Blickfeld verschwand, konnte der Nachbar noch erkennen, wie die Beute an einen weiteren Teenager gelangte, der eine Jacke mit dem auffälligen Schriftzug „Deutschland vereint“ trug und sich bereits in östliche Richtung entfernte. Offenbar musste Friedrich in diesem Moment unbemerkt mit dem Fahrrad an dem Jungen vorbeigefahren sein, denn ein Stück weiter sah der Nachbar plötzlich, wie Friedrich die gestohlenen Gegenstände wieder an sich nahm, als wäre dies ein genau abgestimmter Teil des Plans. Ohne zu zögern, übergab Friedrich die Beute anschließend an Heinrich, der sie im Weiterlaufen sofort an Louis weiterreichte, wodurch die Verfolgung für den Nachbarn immer verworrener wurde und die Struktur der Gruppe zunehmend ausgeklügelt wirkte.
Louis’ Fluchtweg führte ihn schließlich in Richtung des Krankenhauses, wo sich zu dieser Zeit – wie dort üblich – mehrere ältere Bewohner des Viertels aufhielten, während seine Großmutter das Geschehen aus dem Haus beobachtete, in dem sie gemeinsam mit anderen Bewohnern lebte. Noch bevor Louis bemerkte, dass die Polizei bereits informiert worden war und in der Nähe wartete, versuchte er, über den kleinen Park neben dem Haus zu entkommen, doch genau dort wurde er von den Beamten gestellt, die seine hastigen Bewegungen längst im Blick hatten. Vor den Augen seiner Großmutter und der umstehenden Personen, die fassungslos verfolgten, wie sich die Ereignisse überschlugen, wurde die Beute sichergestellt und die an diesem Tag erkannten Beteiligten – Johann, Gotthold, Friedrich, Heinrich, Louis sowie der zunächst flüchtige Teenager – nacheinander in ein bereitstehendes Polizeifahrzeug gesetzt, mit dem die Beamten anschließend davonfuhren.
Alle Beteiligten gingen zunächst davon aus, dass die Ereignisse des Tages mit der Festnahme der Jugendlichen beendet wären, doch um 18:42 Uhr erreichte die Leitstelle ein weiterer Notruf: Das Polizeifahrzeug, das die Teenager transportierte, war auf einer abgelegenen Strecke plötzlich von der Straße gedrängt worden. Noch bevor die Beamten reagieren konnten, hatten Unbekannte die Türen aufgerissen, die Beute an sich genommen und die Jugendlichen laufen lassen, als wären sie nur Mittel zum Zweck gewesen. Augenzeugen berichteten später, die Täter seien in einer blauen Wartburg geflohen, der mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Geithain davonraste und nach wenigen Sekunden hinter einer Kurve verschwand.
Das gesuchte Fahrzeug tauchte im Verlauf des Abends mehrfach an unterschiedlichen Stellen auf und wurde von verschiedenen Bürgern gemeldet. Zunächst wurde es auf der Straße in Richtung Altenburg gesehen, später meldete ein weiterer Hinweisgeber, es habe sich anschließend in Richtung Grimma bewegt, als wolle der Fahrer gezielt Verwirrung stiften. Ein weiterer Zeuge, der durch den inzwischen laufenden Großaufruf an die Bevölkerung aufmerksam geworden war, entdeckte die blaue Wartburg schließlich in der Nähe der Eisenbahnstrecke, wo er kurz anhielt. Er beobachtete, wie das Fahrzeug wenig später wieder anfuhr und schließlich in Richtung Colditz abbog.
Die Polizei hatte sich inzwischen auf einer schmalen Straße positioniert, die aus Richtung Bruchheim führte, in der Hoffnung, das gesuchte Fahrzeug dort abfangen zu können. Doch die Täter änderten plötzlich ihre Route und wichen nach Dresden aus, woraufhin die Beamten sofort die Verfolgung aufnahmen und versuchten, den Abstand zu verringern. Als das Tatfahrzeug schließlich versuchte, in Richtung Penig abzubiegen, entschieden sich die Polizisten zum Zugriff: Sie rammten die blaue Wartburg seitlich, sodass er nicht wie geplant im rechten Winkel abbiegen konnte, sondern im 45‑Grad‑Winkel über die Fahrbahn geschoben wurde und mit voller Wucht in das gegenüberliegende Grundstück krachte. Dort, wo sich zu dieser Zeit typischerweise mehrere Autofahrer aufhielten, löste der Aufprall einen Großbrand aus, bei dem einige der anwesenden Personen, der flüchtende Täter sowie zwei Beamte ihr Leben verloren; einzig die gestohlene Uhr und der Schmuck aus Gold blieben unzerstört.
Um das Finale zu erreichen, das nur wenige Schritte vom Schauplatz der misslungenen Polizeiaktion entfernt liegt, musst du jene Orte erkennen, an denen die Täter am Ende gefasst wurden.
A = Wo wurde der letzte der Teenager mit der Beute gestellt (12 Buchstaben)?
B = Was ist am 21. Juni 2004 in Flammen aufgegangen, als die Polizei versuchte, das Fluchtfahrzeug zu stoppen (10 Buchstaben) ?
Wenn du genauer wissen willst, wo der Final liegt, suche ihn bei:
N 51° 03.053 E 012° 42. Buchstabenwortwert von A * Iterierte QS des Buchstabenwortwerts von B + Buchstabenwortwert von B + QS des Buchstabenwortwerts von A * QS des Buchstabenwortwerts von B - Iterierte QS des Buchstabenwortwerts von B