Eine Expedition im urbanen Untergrund mit Aussicht auf einen Tradi.
Extrem horizontal
Schon aus der Ferne wirkt der Ort harmlos: Eine gewöhnliche Brücke überspannt unscheinbar ihren Untergrund. Doch wer näherkommt, erkennt schnell, dass sich hier ein verborgenes Reich unter Beton und Stahl auftut. Tief unter der Fahrbahn, zwischen Widerlagern und Schatten, wartet das Ziel – gut geschützt vor Wind, Wetter und neugierigen Blicken.
Der Einstieg erfolgt horizontal. Auf den ersten Metern wird klar: Dies ist kein Spaziergang, sondern eine kriechende Annäherung. Der Weg führt flach unter der Brücke entlang, der Untergrund ist hart, kühl und gelegentlich feucht. Fortbewegung erfolgt ausschließlich in Bodennähe - vorzugsweise in horizontaler Lage.
Geeignete Kleidung ist zwingend erforderlich: robuste Hosen, abriebfeste Jacken und idealerweise Knieschoner. Eine Stirnlampe sorgt für Orientierung im dämmrigen Halbdunkel. Cacher mit ausgeprägter Platzangst sollten spätestens hier innehalten und sich ehrlich fragen, ob sie diese Expedition fortsetzen möchten. Ein Umdrehen ist nicht überall problemlos möglich.
Mit zunehmender Entfernung vom Tageslicht wird die Umgebung enger, leiser und dunkler. Die Geräusche von oben – dumpfes Rollen, fernes Dröhnen – erinnern daran, dass sich das Leben nur wenige Meter über dem eigenen Kopf ungestört fortsetzt. Hier ist Suchinstinkt und Geduld gefragt.
Im Zielbereich angekommen, ist Bewegungsfreiheit weiterhin stark eingeschränkt. Ruhige Atmung, bedachte Bewegungen und ein kontrollierter Rückzug sind entscheidend für eine sichere Rückkehr ans Tageslicht.
Wichtig: Jeder handelt eigenverantwortlich. Kein Cache der Welt – schon gar nicht dieser – ist es wert, Panik oder Verletzungen zu riskieren. Wer sich unsicher fühlt oder Platzangst verspürt, sollte den Versuch abbrechen.
Gutes Gelingen! 🧭