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Der Zauberweiher der Neujahrswünsche
Am Rand des kleinen Dorfes Lichtengrund lag ein Weiher, den kaum jemand beachtete. Er war rund wie der Mond, still wie ein Geheimnis und spiegelte den Himmel klarer als jedes Fenster. Die Alten nannten ihn den Zauberweiher, denn so hieß es, dass er in der Silvesternacht die Wünsche der Menschen hören könne. In diesem Jahr war die Luft besonders kalt, und die Sterne funkelten, als hätten sie selbst etwas zu feiern. Kurz vor Mitternacht schlich sich Lina, in einen dicken Schal gehüllt, zum Weiher. Das vergangene Jahr war für sie nicht leicht gewesen, und sie trug viele unausgesprochene Hoffnungen in ihrem Herzen. Der Weiher lag ruhig da, doch als Lina näherkam, begann das Wasser sanft zu leuchten. Kein grelles Licht, sondern ein warmes Schimmern, wie tausend kleine Neujahrslichter unter der Oberfläche. Lina kniete sich hin und flüsterte ihren Wunsch: „Ich wünsche mir Mut für das neue Jahr – und dass die Menschen ein wenig freundlicher zueinander sind.“ Kaum hatte sie ausgesprochen, kräuselte sich das Wasser, und eine leise Stimme schien aus der Tiefe zu kommen: „Ein Wunsch allein verändert wenig. Doch viele Wünsche gemeinsam können die Welt bewegen.“ Nach und nach kamen weitere Dorfbewohner: ein alter Mann, der sich Gesundheit wünschte, ein Kind, das von Abenteuern träumte, eine Frau, die Frieden für ihre Familie hoffte. Jeder Wunsch fiel wie ein kleiner Stern ins Wasser, und mit jedem Wunsch leuchtete der Weiher heller. Als die Kirchenglocke Mitternacht schlug, erhob sich ein feiner Nebel über dem Weiher. Die Stimme kehrte zurück, nun kräftiger: „Tragt eure Wünsche hinaus ins neue Jahr. Hütet sie, handelt nach ihnen – dann werden sie wahr.“ In diesem Moment verlosch das Leuchten, und der Weiher wurde wieder still. Doch etwas hatte sich verändert. Die Menschen lächelten sich an, als hätten sie ein gemeinsames Geheimnis geteilt. Und so begann das neue Jahr in Lichtengrund nicht mit lauten Vorsätzen, sondern mit leisen, ehrlichen Wünschen – und dem Wissen, dass Magie dort entsteht, wo Hoffnung und Handeln zusammenfinden.

A gut's Neues 2026
