Zwischen Stahl und Stein – Die Geschichte einer Basilika
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Ein Turm über der Stadt
Wer in Rheine unterwegs ist, sieht sie früh – lange bevor man die Ems erreicht.
Hoch über den Dächern steht der gewaltige Westturm der St.-Antonius-Basilika,
102,5 Meter hoch, der höchste Kirchturm im ganzen Münsterland.
Er wirkt, als wolle er jedem Besucher sagen: Hier bin ich, seit über hundert Jahren,
und ich erzähle dir etwas, wenn du einen Moment lang zuhörst.
Vom Plan zum Bauwerk
Der Bau der Basilika begann um die Wende zum 20. Jahrhundert.
Man entschied sich für einen neoromanischen Stil – breit, kraftvoll,
angelehnt an die großen Dome der Kaiserzeit.
Als man 1904 die Kirche weihte, war der Turm noch nicht vollendet,
und die ersten Glocken, die hier erklangen, waren nur geliehen:
drei Bronzeglocken aus der traditionsreichen Gießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher.
Sie hingen provisorisch in einem Turmstumpf und kündigten dennoch das Leben der neuen Gemeinde an.
Glocken im Krieg
Doch Geschichte hinterlässt Spuren.
Während des Ersten Weltkriegs wurden zwei dieser Glocken eingezogen und später eingeschmolzen.
Die Basilika verstummte – für kurze Zeit.
Der Klang des Stahls
Erst 1919 bekam sie ihr neues Geläut, das noch heute zu hören ist.
Diesmal entschied man sich aus der Not der Zeit heraus für ein ungewöhnliches Material: Stahl.
Die sieben großen Glocken wurden in der Buderus-Eisengießerei in Wetzlar gefertigt
und 1921 geweiht. Viele Besucher staunen bis heute,
wie voll und charakteristisch Stahlglocken klingen können, wenn sie gut gearbeitet sind.
Klang und Raum
Innen wirkt die Basilika weit und klar.
Seit 1984 steht auf der Westempore die große Orgel mit ihren 54 Registern,
ein Instrument, das den Raum mit eindrucksvoller Klangfülle füllt
und zu den Höhepunkten der Ausstattung zählt.
Unter dem Chor – die Krypta
Unter dem Chor der St. Antonius-Basilika liegt die Krypta – ein Ort, den viele erst bei Führungen entdecken. Hier bewahrt die Gemeinde ihr Archiv mit liturgischen Stücken, Dokumenten und Zeugnissen aus der Geschichte der Kirche.
lJeden Winter wird hier die große Weihnachtskrippe aufgebaut.Diese Tradition reicht weiter zurück, als es die Akten zeigen – erst seit 1981 wird sie kontinuierlich dokumentiert.
Die Krippe gehört heute zu den bekanntesten der Region und wird Jahr für Jahr neu gestaltet und liebevoll gepflegt.
Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
So steht die Basilika zwischen Vergangenheit und Gegenwart:
hoch aufragend, hörbar im ganzen Viertel,
und voller Geschichten, die sich nicht auf Legenden verlassen müssen.
Wer an ihr vorbeigeht, sieht vielleicht nur Stein.
Wer stehen bleibt, hört Stahl, Holz, Stimmen –
und ein Stück Rheiner Geschichte.
https://de.wikipedia.org/wiki/St.-Antonius-Basilika_(Rheine)

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