Zur Geschichte: In Pechhütten (auch Teeröfen genannt) wurde früher aus Kienstubben oder kienigem Holz Pech und Teer, Terpentinöl und Holzkohle gewonnen. Dieses Handwerk ist vermutlich sehr alt, bereits die Speerspitzen steinzeitlicher Jäger waren mit Baumteer befestigt. Im frühen Mittelalter konnten Teeöfen dann größere Mengen Teer herstellen, märkische Kaufleute verkauften schon im 13. Jahrhundert Pech und Asche bis nach England. Diese Stoffe waren unerlässlich z. B. im Schiffsbau, bei der Schuhproduktion und zum Schmieren hölzerner Achsen, Brücken- und Straßenbau. Die Arbeit des Pechners oder Pichners war schwer und ungesund. In unserer Gegend gab es im 18. Jh. 11 Pechöfen, darunter die bei Birkholz. Die märkische Kiefer eignete sich offenbar besonders gut. Die Pechhütten lagen wegen der Feuer- und Explosionsgefahr außerhalb der Orte, durch diese Abgeschiedenheit waren die Pechnereien Familienbetriebe, die untereinander verschwägert waren.
Die Pechhütte bei Birkholz ist bereits 1747 auf einer Karte vermerkt. Der Kossät Heinrich Humann erhielt 1759 einen Erbpachtvertrag. Seine Spur kann man im hiesigen Kirchenbuch verfolgen. 1775 ist die Hütte in Besitz seines Sohnes Johann Friedrich Humann, der als Invalide der Preußischen Kriege bezeichnet wird und auch die Hermsdorfer Hütte besitzt. Ein späterer Besitzer, Herr von Galle, verkauft den Teerofen 1875 an die Hofkammer. Zu dieser Zeit hatte ein Niedergang der Teeröfen eingesetzt, weil andere Stoffe erfunden worden waren, die leichter herstellbar und besser einsetzbar waren. Auf dem Gelände bestand 1910 eine Försterei, die später abgetragen wurde. Heute ist nur noch zu erahnen, wo sich die Gebäude befunden haben. Alte Eichen fallen ins Auge, die vermutlich auf den Hofplätzen standen.
Mit diesem landschaftlich reizvollen und geschichtlich interessanten Cache wollen wir an das Handwerk der Pechner erinnern und im Besonderen an unsere Vorfahren, die "Pichnerfamilie" Humann. Auf dem schönen Wanderweg durch Wiesen und Wald werdet Ihr mehr Pferden als Menschen begegnen und viele kleine Naturentdeckungen erleben. Birkholz kann mit der Buslinie 725 erreicht werden, Parkmöglichkeiten gibt es an geeigneter Stelle entlang der Dorfstrasse. Der Waldweg darf mit KFZ nicht befahren werden.
Betrachte das Denkmal vor Ort!
XXX= [(BWW der Nachnamen von Ernst und Oskar von der unteren Tafel)-1] x4
YYY= (BWW komplette Namen wie geschrieben der oberen Tafel 1. und 3. Zeile) x4
Die Position des Caches sei N 52 06. XXX E 013 50.YYY