Bereits 1398 wurde ein Rittersitz im Besitz der Freiherren von Künsberg erwähnt. Als 1571 der damalige Eigentümer der Kemenate Hans Friedrich von Künsberg starb, hinterließ er seiner Frau Ursula nicht nur das Anwesen in Schmeilsdorf, sondern auch seine Güter Hain und Wernstein. Ursula heiratete den Vetter ihres verstorbenen Gatten, Georg Siegmund von Künsberg. 1644 zerstörte ein Brand den Rittersitz. Christian Joachim von Künsberg ließ ihn 1647 wieder aufbauen und lebte dort bis zu seinem Tod 1664. Danach entstanden langwierige Erbstreitigkeiten zwischen dessen Witwe und Tochter mit dem angeheirateten Christoph Siegmund von Streitberg zu Veilbronn einerseits und denen von Künsberg auf Wernstein andererseits.
Das Anwesen in Ganerbenbesitz kam 1738 in den alleinigen Besitz Friedrich Erdmanns von Künsberg, der um 1750 das heute bestehende Schloss an der Stelle des alten Rittersitzes errichten ließ. Friedrichs Erbe Ludwig von Künsberg gab 1847 das Anwesen auf und verließ Schmeilsdorf. Der Leerstand setzte dem Gebäude stark zu. Um 1970 wurde es notdürftig renoviert. Anfang des 21. Jahrhunderts wurde das Schloss privat erworben, grundlegend renoviert und als Mehrgenerationenhaus ausgebaut.
Schloss
Das rechteckig angelegte Schloss ist ein schlichter, dreigeschossiger Bau mit sieben auf drei Fensterachsen. Die Südfassade zur Zufahrtsallee hin schmückt ein dreiachsiger Mittelrisalit mit Balkon und flachem Dreiecksgiebel. Das sonst schmucklose Gebäude mit Sandsteingliederung hat ein Mansarddach mit verschiedenen Dachgauben.
Der östliche Zugangsweg zum Schloss führt über eine Brücke mit Torpfeilern aus dem 18./19. Jahrhundert.