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Kalksteinfalten EarthCache

Hidden : 1/1/2026
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


source: lumenlearning.com

⚠️ WICHTIGE SICHERHEITSINFORMATION – BITTE ZUERST LESEN

  • Dieser EarthCache darf ausschließlich von den angegebenen Ankerkoordinaten beobachtet werden.
  • Kein Betreten der Felswand, kein Klettern, kein Verlassen der Straße!
  • Die Falte ist nicht zugänglich. Steinschlaggefahr und Verkehr beachten.

Um diesen EarthCache zu loggen, beantworte bitte folgende Fragen, indem du dich auf den Text im Listing und deine Beobachtungen vor Ort beziehst:

  1. Stelle dich an die EarthCache-Koordinaten und beobachte die gefalteten Kalksteinschichten.
    a) Neigt sich die Falte nach links oder nach rechts?
    b) Sind die Faltenarme symmetrisch oder asymmetrisch?
  2. Sind die Gesteinsschichten an dieser Stelle horizontal, vertikal oder gefaltet? Beschreibe was du siehst.
  3. Welche tektonische Kraft hat diese Felsen aufgrund der Faltung beeinflusst?
  4. Warum haben sich die Gesteinsschichten deiner Meinung nach gebogen und nicht gebrochen? Wähle die beste Erklärung basierend auf deine Beobachtungen.
  5. Nimm ein Foto, indem du die Falte mit deiner Hand oder einen anderen persönlichen Gegenstand abdeckst, und lade es zusammen mit deinem Log hoch. Bitte nicht die gesamte Felswand fotografieren!

Log-Anleitung: Log diesen Cache als „Gefunden“ und schicke mir deine Antworten über das GC-Nachrichtencenter. Ich melde mich bei dir falls es Probleme geben sollte.

🇩🇪  Geologischer Hintergrund

Du stehst vor einem spektakulären gefalteten Kalksteinfelsen, der tief im Erdinneren entstanden ist und später in die Alpen aufgeschoben wurde. Die hier sichtbaren Gesteinsschichten wurden ursprünglich vor Millionen von Jahren als horizontale Meeresablagerungen abgelagert, als dieses Gebiet von einem warmen, flachen Meer bedeckt war.

Während der Entstehung der Alpen wurden diese Sedimentschichten durch immense tektonische Kräfte zusammengedrückt (Kräfte, die durch die Bewegung der Erdplatten entstehen). Anstatt zu brechen, verhielten sich die Gesteine plastisch und wurden zu engen, wellenförmigen Strukturen, sogenannten Falten, gebogen. Diese Falten dokumentieren deutlich die Richtung und Intensität der Druckkräfte, die den Alpengebirgsgürtel geformt haben.

Diese Aufschüttung ist besonders wertvoll, weil:

  • Die Faltung vom Boden aus deutlich sichtbar ist
  • Einzelne Kalksteinschichten kontinuierlich verfolgt werden können
  • Sowohl konvexe als auch konkave Faltenformen vorhanden sind

Heute hat die Erosion das darüber liegende Material abgetragen und diesen natürlichen Querschnitt durch die Erdkruste hinterlassen – so können wir die in Stein geschriebene geologische Geschichte lesen.

Ablagerung des Kalksteins

Vor rund 200-100 Millionen Jahren lag dieses Gebiet unter einem warmen Meer.
Dort lagerten sich:

  • Kalkschlamm (aus Schalen von Meerestieren)
  • sowie feine Klastika (sehr kleine Gesteinspartikel)

schichtweise ab. Diese Schichten wurden später zu Kalkstein und Mergel verfestigt.

Über Millionen von Jahren hinweg verwandelten Vergraben, Verdichtung und Zementierung diese Sedimente in festes Karbonatgestein, wobei die Schichtflächen erhalten blieben, die heute die sichtbaren Streifen der Klippe bilden.

Regionale Lage

  • Die Felsen rund um den Brienzersee gehören zum nördlichen Vorland der Schweizer Alpen und bestehen aus marinen Sedimenten aus dem Jura und der Kreidezeit, die vom ehemaligen Meeresboden des Tethys-Ozeans abgetragen und zu Nappe (Überschiebungsdecken) aufgeschichtet wurden.
  • Der Brienzersee selbst liegt in einem vom Aare-Gletscher geformten, übertieften Gletschertal; steile Wände und häufige Felsaufschlüsse sind eine direkte Folge der Gletschererosion und der anschließenden Flusseinbuchtung.

Alpine Kompression und Faltung

  • Während der Kollision der afrikanischen und eurasischen Platten wurde die Sedimentdecke verkürzt und nach Norden verschoben, wodurch die Wildhorn- und Axen-Decken entstanden, die sich um den Brienzersee treffen.
  • Durch die horizontale Kompression (Verkürzung der Gesteinsschichten) wurden mechanisch starke Kalksteinbetten zu engen Antiklinale (nach oben gewölbt) und Synklinale (nach unten gebogen) geknickt; Kontraste zwischen festem Kalkstein und weicherem Mergel führten zu den komplizierten, „fließenden” Faltenformen, die in Brienz zu sehen sind.

Art der Faltung an dieser Stelle

  • Unterschiede in der Schichtdicke und Krümmung spiegeln Kontraste in der mechanischen Festigkeit zwischen kompetenten Kalksteinbetten und schwächeren Mergelschichten wider. Diese Kombination erzeugt die charakteristische „fließende” Faltengeometrie, die am Aufschluss sichtbar ist.

Was ist eine Falte?

Eine Falte ist eine wellenförmige Biegung in Gesteinsschichten. Sie besteht aus zwei Flügeln (den Seiten der Falte), einem Gelenk (dem am stärksten gekrümmten Teil) und einer imaginären Fläche, der sogenannten Achsenebene (gedachte Fläche, die durch den Hingebereich einer Falte verläuft und sie in zwei Faltenschenkel teilt), die die Falte in zwei Teile teilt.

Eine Falte wird als symmetrisch bezeichnet, wenn beide Flügel etwa im gleichen Winkel abfallen, die Falte auf beiden Seiten ähnlich aussieht und die Achsenebene nahezu vertikal ist. Dies sagt uns, dass die Druckkraft von beiden Seiten ziemlich gleichmäßig gewirkt hat.

Eine Falte wird als asymmetrisch bezeichnet, wenn ein Flügel steiler ist als der andere, die Falte auf beiden Seiten nicht gleich aussieht und die Achsenebene geneigt ist.

Hebung, Erosion und Freilegung

  • Durch die fortgesetzte Hebung der Alpen gelangten diese gefalteten Gesteine an die Oberfläche, wo Gletschereis, Steinschläge und die Aare das Tal formten und steile, instabile Hänge um Brienz hinterließen.
  • Die Ausgrabungen für die Straße und die Eisenbahnlinie am Seeufer haben wahrscheinlich einen natürlichen Felsvorsprung durchtrennt und so einen neuen 2D-Querschnitt durch die Falte geschaffen, der nun einen idealen EarthCache-Aufschluss bildet.

Quellen:

  • Pfiffner, O. A. (2014): Geologie der Alpen. Haupt Verlag
  • Trümpy, R. (1980): Geologie der Schweiz – Ein Überblick. Birkhäuser

Hinweis zur KI-Nutzung:
Teile des Textes wurden mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells erstellt und vom Cache-Owner fachlich überprüft, angepasst und verantwortet.

 


⚠️ IMPORTANT SAFETY INFORMATION – PLEASE READ FIRST

  • This EarthCache may only be observed from the specified coordinates.
  • Do not enter the rock face, do not climb, do not leave the road!
  • The fold is not accessible. Beware of falling rocks and traffic.

To log this EarthCache, please complete the following tasks, relying on the text in the listing and your observations on site:

  1. Stand at the EarthCache coordinates and observe the folded limestone layers.
    a) Does the fold hinge dip to the left or to the right?
    b) Are the fold limbs symmetrical or asymmetrical?
  2. Are the rock layers at this location horizontal, vertical, or folded? Describe what you see.
  3. Based on the folding, what type of tectonic force affected these rocks? Why do you think the rock layers bent instead of breaking? Choose the best explanation based on what you observe.
  4. Take a picture covering the crease with your hand or another personal item and upload it together with your log. Please do not photograph the entire rock face!

Logging instructions: send your answers to me via the geocaching messaging system. You can log the cache immediately. I'll let you know if any corrections are needed.

🇬🇧 Geological background

You are standing in front of a spectacular folded limestone outcrop formed deep within the Earth and later uplifted into the Alps. The rock layers visible here were originally deposited as horizontal marine sediments millions of years ago, when this area was covered by a warm, shallow sea.

During the formation of the Alps, immense tectonic forces compressed these sedimentary layers. Instead of breaking, the rocks behaved plastically and were bent into tight, wave-like structures known as folds. These folds clearly record the direction and intensity of the compressional forces that shaped the Alpine mountain belt.

This exposure is especially valuable because:

  • The folding is clearly visible from ground level
  • Individual limestone layers can be traced continuously
  • Both convex and concave fold shapes are present

Today, erosion has removed the overlying material, leaving behind this natural cross-section through the Earth’s crust—allowing us to read the geological history written in stone.

Deposition of limestone

Around 200-100 million years ago, this area was covered by a warm sea.

The following materials were deposited there:

  • Limestone sludge (from the shells of marine animals)
  • and fine clastic material (very small rock particles)

in layers. These layers later solidified into limestone and marl.

Over millions of years, burial, compaction and cementation turned these sediments into solid carbonate rock, preserving bedding planes that now form the visible stripes of the cliff.​

Regional setting

  • The rocks around Lake Brienz belong to the northern front of the Swiss Alps, built from Jurassic–Cretaceous marine sediments that were scraped off the former Tethys Ocean floor and stacked into nappes (thrust sheets).​
  • Lake Brienz itself occupies an overdeepened glacial valley carved by the Aare Glacier; steep walls and frequent rock exposures are a direct result of glacial erosion and subsequent river incision.​

Alpine compression and folding

  • During the collision of the African and Eurasian plates, the sedimentary cover was shortened and thrust northwards, generating the Wildhorn and Axen nappes that meet around Lake Brienz.​

  • Horizontal compression caused mechanically strong limestone beds to buckle into tight anticlines (arched upwards) and synclines (bent downwards); contrasts between competent limestones and softer marls produced the intricate, “flowing” fold shapes seen at Brienz.​

Type of Folding at This Location

  • Differences in layer thickness and curvature reflect contrasts in mechanical strength between competent limestone beds and weaker marl layers. This combination produces the characteristic “flowing” fold geometry visible at the outcrop.

What is a fold?

A fold is a wave-like bend in rock layers. It consists of two limbs (the sides of the fold), a hinge (the most strongly curved part) and an imaginary surface called the axial plane, which divides the fold into two parts.

A fold is called symmetrical when both limbs dip at about the same angle, the fold looks similar on both sides, the axial plane is nearly vertical. This tells us that the compressional force acted fairly evenly from both sides.

A fold is called asymmetrical when one limb is steeper than the other, the fold does not look the same on both sides, the axial plane is tilted.

Uplift, erosion, and exposure

  • Continued uplift of the Alps brought these folded rocks to the surface, where glacial ice, rockfalls and the Aare River carved the valley and left steep, unstable slopes around Brienz.​

  • Human excavation for the lakeside road and rail line likely cut into a natural rock spur, creating a fresh 2‑D cross‑section through the fold that now forms an ideal EarthCache outcrop.​

Note on AI use:

Parts of the text were created with the support of an AI language model and have been reviewed, adapted and verified by the cache owner.

Additional Hints (No hints available.)