Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist ein in Europa heimisches Nagetier aus der Familie der Wühler. Leider gibt es ihn in der Schweiz kaum bis gar nicht mehr. Er gehört mittlerweile zu den streng geschützen Tierarten. Ursprünglich aus Osteuropa eingewandert, waren die Hamster auch hier heimisch. Der Feldhamster lebt vor allem in offenen Kulturlandschaften wie Äckern und Wiesen und legt dort verzweigte unterirdische Baue mit mehreren Kammern an. Die wichtigste Kammer hierbei ist die Vorratskammer und das Nest. Dabei ist er ein territorialer Einzelgänger, der sein Revier vehement gegen Artgenonnen verteidigt. Nur zur Paarung wird die Reviergrenze toleriert. Die Aufzucht der Jungen erfolgt ausschliesslich durch das Weibchen.
Feldhamster ernähren sich hauptsächlich von Samen, Getreide und Pflanzen, ergänzt durch Insekten und Larven. Typisch ist das Anlegen großer Vorräte, die er mit seinen dehnbaren Backentaschen in seine Lagerkammer bringt. Dabei ist der Vorrat immer viel grösser, als er eigentlich benötigt.
Im Spätherbst und Winter ist er nicht zu sehen; da hält der Feldhamster Winterschlaf. Dabei reduziert er seine Körperwärme auf bis zu 4°C. Gelegentlich wacht er auf, um seine Körpertemperatur etwas zu erhöhen, von seinen Vorräten zu fressen, sich zu lösen und zu pflegen.
Heute gilt er als stark gefährdet, vor allem durch intensive Landwirtschaft, Pestiziede, den Verlust geeigneter Lebensräume und durch hohe Greifvogelpopulationen.
Vielleicht siehst du ja auch einmal einen. Er ist viel grösser (20-35cm) als das, was du hier suchst. Auch wenn du keinen sehen wirst, kannst du zumindest die wunderbare Aussicht geniessen.
Bei Schnee und Eis kann die Suche etwas schwieriger sein.